Saint-Astier () ist eine Kleinstadt und eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort sowie einigen Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Lage und Klima Die Stadt Saint-Astier liegt am Westufer der Isle in der Kulturlandschaft des Périgord auf einer Höhe von ca. .Saint-Astier – Karte mit Höhenangaben Die Stadt Périgueux liegt ca. 20 Kilometer nordwestlich; die Kleinstadt Ribérac befindet sich ca. 25 Kilometer südöstlich. Durch die Gemeinde führt die Autoroute A89 von Bordeaux nach Brive-la-Gaillarde. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 860 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.Saint-Astier – Klimatabellen

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2018Einwohner 1985 2826 2942 3933 5098 5422 Das anhaltende Bevölkerungswachstum der Kleinstadt ist in hohem Maße auf die Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten in der Umgebung infolge der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft und der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe zurückzuführen.

Wirtschaft und Infrastruktur Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Land- und Forstwirtschaft (Getreideanbau, Holzkohle); Obst und Gemüse wurden in den hauseigenen Gärten angebaut oder auf dem Markt angeboten. Der kalkreiche Untergrund bildet seit dem 19. Jahrhundert die Grundlage für eine überregional bedeutsame Baustoffindustrie (Baukalk, Stuck und Gips). Die Stadt verfügt über mehrere Einrichtungen des Gesundheits- und Bildungswesens.Saint-Astier – Geschichte und Wirtschaft

Verkehr Saint-Astier liegt an der Bahnstrecke Coutras–Tulle und wird im Regionalverkehr mit TER-Zügen bedient.

Geschichte Die nachweisbare Geschichte der Gegend reicht bis in die Steinzeit zurück. Aber auch gallorömische Funde wurden gemacht; der Name der Stadt geht auf einen als heilig verehrten Einsiedler des 6. Jahrhunderts mit Namen Asterius zurück. Im Jahr 849 wurde der Ort von den Normannen überfallen. Im 10. und 11. Jahrhundert entstanden die ersten bekannten Kirchen des Ortes. Im Jahr 1219 wurde der Ort befestigt.

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant=1.35|Kirche Saint-Astier Kirche Saint-Astier, erbaut im 11. Jahrhundert, umgebaut im 15. Jahrhundert, Monument historique seit 1910 Waldkapelle (Chapelle des Bois) aus dem 17. Jahrhundert, umgebaut im 19. Jahrhundert, Monument historique seit 2007 Château de Bruneval Manoir de Brouillaud, Monument historique seit 1979 Château de Crognac aus dem 19. Jahrhundert Manoir d’Excideuil Repaire de Fareyrou bzw. Chartreuse de Fareyrou, erbaut im 16. Jahrhundert, Monument historique seit 2008 Manoir des Ferrières Château de la Batud aus dem 15. Jahrhundert Manoir de Petit-Puy Château de Puyferrat, Monument historique seit 1862 Château du Puy-Saint-Astier aus dem 15. Jahrhundert, umgebaut im 17./18. Jahrhundert, Monument historique seit 1988; mit Taubenturm

Partnerschaften Über das Collège de Saint-Astier wird seit dem Jahr 1969 eine Partnerschaft mit der laotischen Gemeinde Kengkok unterhalten. Mit der italienischen Gemeinde Annone Veneto besteht seit dem Jahr 2017 eine Gemeindepartnerschaft.

Persönlichkeiten Jacqueline Robin (1917–2007), Pianistin Norbert Aujoulat (1946–2011), Prähistoriker

Weblinks

Einzelnachweise

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