Die Lehaitre (1938) gilt als eines der ungewöhnlichsten Motorräder der Welt.François-Marie Dumas: Unusual Motorcycles., S. 95–97. Der Erfinder J. LeHaître (auch J. Le Haître) stellte 1938 in Paris ein Ketten-Motorrad vor, dessen luftgekühlter 500 cm³ Hubraum großer Viertaktmotor dem 414 kg wiegenden Kettenmotorrad zu einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h verhalf. Die Gummikette lief über fünf Rollen, die vordere soll eine leichte Verschiebung der Kette und damit eine Lenkbewegung zugelassen haben. Die Lehaitre galt als „kein Wunder an Manovrierbarkeit“. Bei einem Prototyp wurde über zwei Stützräder die Richtungsänderung vorgenommen.Lehaitre (abgerufen am 4. Mai 2014) Die Lehaitre sah man im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs schon im möglichen Kriegseinsatz.Lehaitre mit Maschinengewehr Titelbild der Zeitschrift Modern Mechanix vom Februar 1938 (abgerufen am 5. Mai 2014)

Verschiedene Hersteller beschäftigten sich um diese Zeit mehr oder weniger mit dem Kettenantrieb für Motorräder. Mercier (1936–1939) in Frankreich hatte verschiedene Versionen mit einer Knicklenkung konstruiert, Mercier (abgerufen am 4. Mai 2014) BMW in Deutschland versuchte es mit einem Schneekrad mit Beiwagen (1936);BMW-Schneekrad mit Beiwagen (abgerufen am 4. Mai 2014) erfolgreich war jedoch nur das Kettenkrad von NSU.

Literatur François-Marie Dumas: Unusual Motorcycles. Haynes 2012, ISBN 978-0-85733-261-5.

Weblinks

Prototyp mit Stützräder

Einzelnachweise

Kategorie:Kettenfahrzeug