Die Black Forest Panthers (vormals Wiha Panthers Schwenningen) sind eine Basketballmannschaft aus der Stadt Villingen-Schwenningen. Sie spielen in der 1. Regionalliga. Betreiber ist die Black Forest Basketball GmbH.
Geschichte Bereits in den 80er-Jahren gab es in der Stadt Villingen-Schwenningen unter dem Dach der DJK Villingen eine Basketballabteilung. Die eigentliche Keimzelle des Vereines ist jedoch die KGJ Schwenningen (Klub Gradjana Jugoslawje), unter deren Dach zunächst Jugendliche mit dem Basketballsport begannen. Später erfolgte eine Fusion mit der Basketballabteilung der DJK Villingen. Unter der Federführung von Alen Velčić (u. a. TVG Trier) wurde in der Folge ein Seniorenbereich aufgebaut. Die erste Mannschaft feierte von Beginn Erfolge und stieg 1998 erstmals auf. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga im Folgejahr formulierte Trainer Velcic das Fernziel Aufstieg in die 2. Bundesliga. In den Folgejahren setzte sich der Aufschwung kontinuierlich fort, der US-Amerikaner Sean Hampton war der prägende Spieler dieser Ära. In der Saison 2004/05 trat die Mannschaft als vorläufigem Höhepunkt erstmals in der Regionalliga Südwest/Süd an.
2004–2010: Etablierung in der Regionalliga und Aufstieg Bereits in der ersten Regionalligasaison setzte sich die KGJ Schwenningen in der Spitzengruppe fest und schloss nach zähem Ringen mit dem MTV Stuttgart die Hauptrunde auf dem ersten Tabellenplatz ab. Zusammen mit Stuttgart traten die Schwenninger Korbjäger in der Aufstiegsrunde gegen die zwei Vertreter der Regionalliga Südwest-Nord, den MTV Kronberg und den TuS Treis-Karden, an. Das Auftaktspiel gegen Kronberg wurde in eigener Halle noch mit 90:86 gewonnen, es folgten jedoch eine deutliche Niederlage in Stuttgart sowie eine Heimniederlage gegen Treis-Karden. Durch die folgende Auswärtsniederlage musste die KGJ schließlich die Aufstiegsambitionen begraben, beendete die Aufstiegsrunde letztlich mit 4:8 Punkten als Dritter und blieb somit in der Regionalliga.
In den Folgejahren spielte die KGJ jeweils in der Spitzengruppe der Regionalliga mit, den großen Wurf landete dabei jedoch nicht. Stattdessen gelang Konkurrenten wie dem VfL Kirchheim Knights der Aufstieg in die zweite Bundesliga. Die Jahre waren vor allem von der sportlichen Rivalität mit dem TV Konstanz, dem MTV Stuttgart sowie dem BC Weißenhorn geprägt. In der Saison 2005/06 lag die KGJ lange im Rennen um die Aufstiegsrundenplätze, insbesondere nachdem mit Sova Taletovic ein herausragender Aufbauspieler verpflichtet wurde. Eine Niederlage gegen Weißenhorn besiegelte schließlich die Aufstiegsambitionen. Anschließend trennte sich der Verein von seinem langjährigen Trainer Alen Velcic. In die Saison 2006/07 ging die KGJ schließlich mit Spielertrainer Michael Heck. Unter dem neuen Trainer zog die KGJ als Tabellenzweiter in die Aufstiegsrunde ein. Da der Meister MTV Stuttgart auf die Teilnahme verzichtete, rückte der TV Konstanz nach. Die Gegner in der Aufstiegsrunde hießen Kronberg sowie BIS Baskets Speyer. Die Relegation wurde von einem tragischen Vorfall beim Auswärtsspiel in Kronberg überschattet, als der Schwenninger Flügelspieler Oscar Matongo auf dem Feld einen Herzinfarkt erlitt und wenig später im Bad Homburger Krankenhaus verstarb. Das Trikot mit der Rückennummer 10 wird in Schwenningen seither in der ersten Mannschaft in Gedenken an Matongo nicht mehr vergeben.
In der Folgesaison 2007/08 wurden die Staffeln Nord und Süd erstmals zusammengefasst. Durch die Gründung der Basketball Schwenningen GmbH wurde die erste Herrenmannschaft organisatorisch vom Stammverein KGJ Schwenningen entkoppelt. Mit Brandon Lee Adair wurde ein US-Amerikaner verpflichtet, der eine erfolgreiche Karriere an der Virginia Wesleyan University hingelegt hatte. Die Mannschaft von Trainer Michael Heck spielte weiter vorne mit, musste sich im Aufstiegskampf jedoch dem ASC Theresianum Mainz beugen. In der Saison 2008/09 wurde Oliver Narr Trainer der nun unter dem Namen Work.id Panthers firmierenden Basketballer. Nach anfänglicher Schwächephase steigerten sich die Panthers und mauserten sich zum Hauptkonkurrenten des BC Weißenhorn. Insbesondere die Verpflichtung des Distanzschützen Kai-Uwe Kranz stellte sich als Glücksgriff heraus. Am 13. Dezember 2008 empfingen die Panthers in der ausverkauften Deutenberghalle die bis dahin ungeschlagenen Weißenhorner und fügten ihnen beim 88:75 die erste Saisonniederlage bei. Bis zum Saisonende konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, sodass die Entscheidung um den Aufstieg beim direkten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag in Weißenhorn fiel. Da Weißenhorn am Spieltag zuvor in Konstanz verloren hatte, gingen die Schwenninger als Favorit in die Partie. Während die eigenen Anhänger auf der Autobahn A8 mit ihrem Bus im Stau standen, wurde den Panthers von den gut vorbereiteten Gastgebern von Beginn der Zahn gezogen, sodass Weißenhorn durch ein 88:70 den Aufstieg perfekt machte.
Zur neuen Saison wurde das Schwenninger Aufgebot stark verjüngt. Die Abgänge der Leistungsträger Marco Schlafke, Samba Thiam, Brandon Lee Adair, Russos Makris und Johannes Betz wurden durch die Verpflichtung des US-Amerikaners Blake Young sowie der deutschen Perspektivspieler Malte Kramer, Julian Sharma und Max Roser sowie des erfahrenen Spielmachers Mac Dotzauer kompensiert. Nach einer Niederlage zu Saisonbeginn gegen die VfB Gießen Pointers war der Auswärtssieg beim Lokalrivalen Konstanz der Startschuss zu einer erfolgreichen Saison. Die junge Truppe steigerte sich im Saisonverlauf immer weiter und konnte bereits drei Spieltage vor Schluss mit einem Auswärtssieg in Karlsruhe den Aufstieg perfekt machen.
2010–2014: ProB-Stippvisite und Absturz in die 2. Regionalliga Mit der Firma Wiha Werkzeuge wurde im Sommer 2010 ein neuer Namenssponsor gewonnen. Sportlich mussten die Schwenninger Basketballer für die Saison in der 2. Bundesliga ProB den Kader erneut umbauen, diesmal unfreiwillig. Malte Kramer wechselte ans College, Max Roser und Julian Sharma sagten aus studienbedingten Gründen ab, zudem gab auch Trainer Oliver Narr sein Amt aus zeitlichen Gründen ab. Bei der Kaderzusammenstellung bewiesen die Panthers kein gutes Händchen, sodass sie von Beginn an gegen den Abstieg spielten, auch ein früher Trainerwechsel von Denis Zheltov auf Sova Taletovic brachte keine Besserung. Die Schwenninger verpassten um zwar nur einen Sieg die Playoffs, mussten in der Abstiegsrunde aber gegen die Zweitvertretung von Alba Berlin antreten. Diese erwies sich unter anderem mit Nationalspieler Lucca Staiger als zu stark, sodass der Abstieg in die Regionalliga folgte.
In der Folgesaison erhielt Trainer Taletovic erneut das Vertrauen, die Mannschaft wurde hingegen weitgehend erneuert. Auch hier hatten die Panthers von Beginn an mit internen Problemen zu kämpfen, auf Grund vieler Abgänge und Nachverpflichtungen und zweier Trainerwechsel fand die Mannschaft nicht zusammen. Zum Ende der Saison sanken die Zuschauerzahlen auf teilweise unter 200, man stieg als Tabellenletzter sang- und klanglos ab.
Nach dem doppelten Abstieg stand das Projekt Basketball in Villingen-Schwenningen vor einer Zerreißprobe. Vereinsboss Frank Singer konnte Alen Velcic von einer dauerhaften Rückkehr auf den Trainerstuhl überzeugen, mit Georgi Bujukliev kam ein versierter zweiter Trainer hinzu. Mit Kristian Borisov wurde ein klassischer Spielmacher verpflichtet, mit Samba Thiam kehrte eine Identifikationsfigur zurück und mit Mensah Taylor wurde die Position des Nicht-EU-Ausländers stark besetzt. Schnell begeisterten die Schwenninger die Anhänger wieder, sodass der Zuschauerschnitt wieder auf knapp 500 Zuschauer stieg. Im ersten Jahr wurde durch eine Niederlage im Spitzenspiel gegen die SG Heidelberg-Kirchheim der Aufstieg noch verspielt. Im Folgejahr konnten sich die Panthers dann gegen die Konkurrenten SV Oberelchingen und TSG Schwäbisch Hall durchsetzen und feierten am vorletzten Spieltag durch einen 101:80-Heimsieg den die Ratiopharm-Akademie Ulm vor knapp 1000 Zuschauern Meisterschaft und Aufstieg.
2014–2018: Spitzenmannschaft der Regionalliga In der Saison 2014/15 spielte Schwenningen wieder in der 1. Regionalliga. Mit Mensah Taylor verließ der Publikumsliebling die Mannschaft. Königstransfer war Semir Smajlovic, ein slowenischer Center, der zuvor bei KK Rogaska aktiv war. Die Saison begann verheißungsvoll mit Siegen gegen die Spitzenmannschaften ScanPlus Baskets Elchingen und SV 03 Tübingen. Nach Auswärtsniederlagen beim Favoriten KIT SC Karlsruhe sowie dem TSV Crailsheim beendete man die Hinserie punktgleich mit Elchingen und Karlsruhe an der Tabellenspitze. Beginnend mit einer knappen Niederlage in Elchingen zum Auftakt konnten die Panthers in der Rückserie nicht mehr an die gute Hinrunde anknüpfen, sodass am Ende nur Rang drei hinter Elchingen und Tübingen, aber immerhin vor Karlsruhe heraussprang.
Zur Saison 2015/16 wurde der Kader erstmals wieder stärker verändert. Der dominierende Spielmacher Dunovic verließ den Verein ebenso wie die Flügelspieler Damjanovic und Radmanovic sowie Center Mosley. Verpflichtet wurden demgegenüber vorrangig Spieler, die bereits in Deutschland Erfahrung gesammelt hatten (Zurna, Ljoljic, Fekete), ein in Deutschland geborener kroatischer Juniorennationalspieler (Zovko) sowie ein Neuprofi aus der US-Collegeliga NCAA (Adams). Mit Boyko Pangarov Senior wurde ein erfahrener Co-Trainer aus Bulgarien verpflichtet. Die Schwenninger schlossen die Saison hinter dem PS Karlsruhe als Tabellenzweiter ab. Edin Alispahic wurde vom Internetdienst eurobasket.com zum Spieler des Jahres in der Süd-West-Staffel der 1. Regionalliga gekürt. „Mit dem Vizemeistertitel und der Titelentscheidung erst auf der Zielgeraden war es eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte“, wurde auf der Vereinswebseite bilanziert.
Alispahic als überragender Mann der vorangegangenen Spielzeit und weitere Leistungsträger wurden gehalten. In Person von Jaka Zagorc kehrte ein starker Aufbauspieler zurück, der in der ersten Hälfte der Vorsaison bereits in Schwenningen agierte, dann aber in seine slowenische Heimat wechselte. Als Ziel für die Saison 2016/17 wurde der Aufstieg ausgerufen. Mittels eines 96:60-Heimsieges über Langen krönten sich die Schwenninger Anfang März vorzeitig zum Meister der 1. Regionalliga Süd-West.