Frank Badur (* 9. April 1944 in Oranienburg) ist ein deutscher Maler und Zeichner der Farbfeldmalerei und Konkreten Kunst.
Leben und Werk
Badur absolvierte von 1963 bis 1969 ein Malereistudium in Berlin. 1973 bezog er ein Atelier in Finnland und lebt seitdem abwechselnd dort und in Berlin. Im Jahr 1975 gründet er gemeinsam mit Kollegen die Gruppe Systhema. 1982 verbringt Badur dank eines Stipendiums von der Hand-Hollow Foundation of George Rickey einige Zeit in Amerika, wo er sein Studium fortführt. Von 1985 bis 2009 war er Professor für Malerei an der Universität der Künste Berlin. 2003 erhielt Badur eine Gastprofessur an der Chinesischen Hochschule der Künste in Hangzhou, und 2007 wurde er als „Visiting Artist“ an die Georgia State University in Atlanta eingeladen.
Seine Gemälde und Zeichnungen in großen und kleinen Formaten weisen Farbflächen, Streifen und Linien aus, welche mit dem Raum und dem Betrachter interagieren.Lisa Zeitz: Im Rhythmus der Streifen. In: FAZ vom 21. Dezember 2009. Abgerufen am 1. Mai 2014.
Frank Badur ist seit 1992 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.Kurzbiografie Frank Badur in der Mitglieder-Datenbank der Akademie der Künste Berlin. Abgerufen am 1. Mai 2014. Als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes nahm er zwischen 1977 und 1994 an insgesamt zwölf DKB-Jahresausstellungen teil.
Auszeichnungen
1982: Stipendium Hand Hollow Foundation von George Rickey, East Chatham, NY, Vereinigte Staaten 1982: Stipendium des DAAD 1984: Kunstpreis Tetra Pak 1984: Werkstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn 1984: Bürgerpreis der Stadt Mülheim
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen 1977: Frank Badur: neue Bilder u. Aquarelle, Galerie Bossin, Berlin 1980: Frank Badur: exposition, Amos Anderson Kunstmuseum, Helsinki, Finnland 1983: Mönchehaus Museum, Goslar 1985: Frank Badur. Bilder, Arbeiten auf Papier, Bodenobjekte. Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1988: Akademie der Bildenden Künste Warschau, Warschau, Polen 1991: Frank Badur. Gemälde und Collagen. Haus am Waldsee, Berlin 1992: Gemälde und Collagen, Kunstmuseum Heidenheim 1994: Dortmunder Kunstverein, Dortmund 1995: Frank Badur. Farbe, Struktur, Raum. Pendragon. Bielefelder Kunstverein, Bielefeld 2000: Frank Badur – „Das Schweigen der Bilder“, Mönchehaus Museum, Goslar 2002: Hommage á Mies van der Rohe, Mies van der Rohe Haus, Berlin 2014: Frank Badur, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarbrücken 2017: Frank Badur – Less is more, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Ausstellungsbeteiligungen
1977: Systhema, Amos Anderson Museum, Helsinki, Finnland 1981: Kunst aus Finnland, Kunsthalle Winterthur, Winterthur, Schweiz 1983: Zeichnen konkret, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern 1986: Sonderausstellung: Kunst und Wissenschaft, 42. Biennale Venedig, Italien 1990: Ambiente Berlin, 44. Biennale Venedig, Italien 1995: Sammlung des Wilhelm-Hack-Museum im Kunstmuseum Wolfsburg, Wolfsburg 2000: Arte em Berlim No Século XX, Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto, Portugal 2005: The Mark of Minimalism, Hood Museum of Art, Hanover, Vereinigte Staaten 2007: Die aufregende Kunst des 20. Jahrhunderts, Neue Nationalgalerie, Berlin 2009: Notation. Kalkül und Form in den Künsten, ZKM, Karlsruhe 2010: Aus/gezeichnet/zeichnen, Käthe Kollwitz Museum Köln 2012: Rasterfahndung. Das Raster in der Kunst nach 1945, Kunstmuseum Stuttgart 2012: Work – Work – Work, Museum Liner, Appenzell, Schweiz 2014: Kunst in Berlin 1945 bis heute, Berlinische Galerie Museum für Moderne Kunst, Berlin 2015: Wir können auch anders, Museum gegenstandsfreie Kunst, Otterndorf 2016: Um die Ecke denken, Museum Haus Konstruktiv, Zürich, Schweiz 2019: Großes! Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung, Kunstmuseum Heidenheim 2021: Nothingtoseeness – Leere/Weiß/Stille, AdK - Akademie der Künste, Berlin
Ausstellungskataloge Frank Badur. Bilder, Arbeiten auf Papier, Bodenobjekte. NBK, Berlin 1985 (anlässlich der Ausstellung im Neuen Berliner Kunstverein vom 5. Oktober – 16. November 1985) Frank Badur. Gemälde und Collagen. 16.2. – 31.3.1991, Haus am Waldsee Berlin [u. a.]. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 1990, ISBN 3-922531-96-2 Frank Badur. Farbe, Struktur, Raum. Pendragon, Bielefeld 1995, ISBN 3-929096-20-X (anlässlich der gleichnamigen Ausstellung des Bielefelder Kunstvereins im Museum Waldhof vom 25. März bis 14. Mai 1995) Frank Badur. Hommage a Mies van der Rohe. form + zweck, Berlin 2013, ISBN 978-3-935053-74-7
Literatur
Rolf Wedewer: Vom Schweigen der Bilder. Frank Badur. Silence in art. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 1998, ISBN 3-933096-02-2 Frank Badur. Kehrer, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-86828-091-3 (anlässlich dreier Ausstellungen zum 65. Geburtstag des Künstlers) Reinhard Ermen: Frank Badur. In: Kunstforum International. Band 196, 2009, S. 194 ff.
Weblinks
Website des Künstlers
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Künstler der Konkreten Kunst Kategorie:Zeichner (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin) Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Mann