Fatschenbrunn ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberaurach im unterfränkischen Landkreis Haßberge in Bayern.
Lage Das Kirchdorf liegt im Steigerwald auf 402 Meter Höhe und ist vom Markertsgrüner Forst umgeben. Die nächste größere Ortschaft ist das knapp acht Kilometer entfernte Eltmann.
Geschichte Bereits zur Jungsteinzeit vor etwa 4000 Jahren lebten Menschen in der Gegend um Fatschenbrunn. Davon zeugt ein Lochhammer, den der Landwirt Albin Moser beim Pflügen im Flurstück Lange Mauer fand und der im Museum Schloss Oberschwappach (nicht das Heimatmuseum im Schloss Oberschwappach) zu sehen ist.
Das Leben der bäuerlichen Bevölkerung war lange Zeit von Armut geprägt. Noch im Jahr 1966 lautete eine Schlagzeile: „Das Elend von Fatschenbrunn, des ärmsten Dorfes im Steigerwald“. Das kam auch in einer Liedstrophe zum Ausdruck:
Über Jahrhunderte waren die Fatschenbrunner auf die Fertigung von Dörrobst spezialisiert. Sie nutzten den Obstreichtum der Gegend für ein Zubrot: Vor allem die mittelgroßen Schmähbirnen wurden von September bis November in Därröfen zu Hutzeln verarbeitet. Auch gegenwärtig dörren noch einige Familien Obst.https://www.slowfood.de/was-wir-tun/projekte-aktionen-und-kampagnen/arche-des-geschmacks/die_arche_passagiere/hutzeln_von_den_baumfeldern_in_fatschenbrunn
Die ehemals selbstständige Gemeinde Fatschenbrunn schloss sich am 1. Mai 1978 mit weiteren umliegenden Gemeinden zur neu geschaffenen Gemeinde Oberaurach zusammen.
2013 erreichte Fatschenbrunn beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft den ersten Platz.
Wirtschaft Für Fatschenbrunn spielt der Tourismus eine wichtige Rolle. Es gibt einen Gasthof und eine Weinstube. Der Ort wird unter anderem von Lauf-, Rad- und Pferdesportlern frequentiert. Es finden Reitturniere statt. Im Winter wird der Dorfweiher von Schlittschuhläufern und Eishockeyspielern genutzt.
Verkehr Fatschenbrunn liegt an den Kreisstraßen HAS 26 und HAS 31. Über letztere ist der Ort an die Staatsstraße 2258 angebunden.
Baudenkmäler In der Liste der Baudenkmäler in Oberaurach sind für Fatschenbrunn sechs Baudenkmale aufgeführt, darunter: Bei der um 1750 errichteten katholischen Filialkirche St. Michael mit der Adresse Rieneckstraße 5 handelt es sich um eine Saalkirche mit Querhaus, Walmdach und Dachreiter. Sie steht unter Denkmalschutz., S. 3
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Geographie (Oberaurach) Kategorie:Ort im Steigerwald Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Haßberge) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)