Jurassic World ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, geschrieben und inszeniert von Colin Trevorrow. In den deutschen Kinos lief der Film am 11. Juni 2015 an, bereits einen Tag vor US-Kinostart. Als vierter Teil in der Jurassic-Park-Filmreihe bildet Jurassic World den Auftakt einer neuen Filmreihe, die zunächst mit Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) und mit Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022) fortgesetzt wurde. 2025 erschien mit Jurassic World: Die Wiedergeburt der vierte Teil.

Handlung 22 Jahre nach den Ereignissen im ursprünglichen Jurassic Park des inzwischen verstorbenen Multimilliardärs John Hammond auf der pazifischen Isla Nublar nahe Costa Rica ist ganz im Sinne Hammonds im Süden der Insel ein neuer, riesiger Vergnügungspark namens Jurassic World entstanden. Bei Vorführungen werden fleischfressende Dinosaurier wie der Tyrannosaurus rex und der im Wasser lebende, riesige Mosasaurus gefüttert, es gibt ein Streichelgehege mit jungen Sauriern und zudem die Möglichkeit, die Tiere aus einer Magnetschwebebahn sowie autonom fahrenden Glaskugeln, sogenannten Gyrosphären, im freien Gelände zu beobachten.

Claire Dearing, die Leiterin des Parks, erhält Besuch von ihren Neffen Gray und Zach Mitchell, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. Sie hat jedoch keine Zeit, die Kinder zu begleiten, und überlässt sie der Obhut ihrer Assistentin Zara Young. Dearing präsentiert Simon Masrani, dem Besitzer des Parks, die im Bau befindliche Anlage für den Indominus Rex, einen aus dem Erbmaterial des Tyrannosaurus rex und weiterer Arten künstlich geschaffenen Hybriden. Um einen Unfall wie beim ersten Jurassic Park zu vermeiden, ordnet Masrani an, die Anlage vom Wildhüter und ehemaligen Navy-Soldaten Owen Grady begutachten zu lassen. Grady trainiert im Park gemeinsam mit seinem Kollegen Barry die vier Velociraptoren Blue, Charlie, Delta und Echo als deren Alphatier. Vic Hoskins, ihr Vorgesetzter und Leiter des parkeigenen Sicherheitsdienstes, möchte die Velociraptoren gegen Gradys Willen künftig für militärische Einsätze nutzen.

Als Grady das Gehege des Indominus Rex begutachtet, können die Wärmebildkameras den Saurier nicht erfassen. Grady entdeckt Kratzspuren an der Innenseite der Gehegemauer, die darauf hindeuten, dass der Saurier ausgebrochen ist. Grady und zwei Techniker inspizieren das Gehege, während Dearing den Saurier über seinen implantierten Sender orten lässt. Es stellt sich heraus, dass der Saurier sich noch immer im Gehege befindet. Er tötet die beiden Techniker und bricht aus seinem Gehege aus, während Grady entkommen kann. Statt den Park zu evakuieren, beschließt Masrani, den Saurier durch einen Trupp des Sicherheitsdienstes einfangen zu lassen. Das Sicherheitsteam findet im Wald den Ortungssender des Sauriers, den sich dieser offenbar selbst herausgerissen hat. Der Saurier kann sich wie ein Chamäleon tarnen und tötet fast das gesamte Sicherheitsteam. Daraufhin beschließt Dearing, den nördlichen Teil des Parks zu evakuieren und alle Attraktionen zu schließen. Die über 20.000 Parkbesucher sammeln sich im Hauptbereich, von wo aus sie nach und nach mit Schiffen von der Insel gebracht werden sollen.

Masrani konfrontiert den Chefgenetiker Dr. Wu mit den Vorfällen. Der offenbart, dass die DNS zahlreicher Arten für die Entwicklung des Indominus Rex verwendet worden ist, die ihm nun anscheinend besondere Fähigkeiten verleihen. Masrani selbst hatte gefordert, eine neue Parkattraktion zu erschaffen. Nun ordnet er jedoch an, die Forschungen einzustellen. Er startet mit einem mit Maschinengewehr ausgerüsteten Hubschrauber, um den entflohenen Saurier zu töten.

Gray und Zach sind mittlerweile ihrer Aufpasserin entwischt und mit einer der fahrbaren Kugeln im Freigelände unterwegs. Sie ignorieren die Aufforderung zur Evakuierung und fahren stattdessen in den angrenzenden Wald. Dort treffen sie auf eine Gruppe Ankylosaurier und werden dabei vom Indominus Rex überrascht. Der zerstört die fahrbare Kugel, doch die beiden Brüder können mit einem Sprung in einen Wasserfall fliehen. Da Dearing ihre Neffen nicht telefonisch erreichen kann, bittet sie Grady um Hilfe. Bei ihrer Suche entdecken sie, dass der Indominus Rex offenbar aus Jagdlust zahlreiche Apatosaurier getötet, jedoch nicht gefressen hat.

Auf ihrer Flucht finden Gray und Zach das verlassene Besucherzentrum des ursprünglichen Parks, wo es ihnen gelingt, einen Geländewagen wieder fahrtüchtig zu machen. Dearing und Grady treffen wenig später dort ein und werden vom Indominus Rex angegriffen. Auf der Flucht geben sie dessen Position durch und Masrani lässt diesen aus dem Hubschrauber, welchen er selbst fliegt, beschießen. Der Indominus Rex durchbricht die Kuppel des Flugsaurier-Geheges, sodass diese ausbrechen und den Hubschrauber zum Absturz bringen, wobei Masrani umkommt. Gray und Zach erreichen den Hauptbereich des Parks, die Flugsaurier auf den Fersen. Diese attackieren die Besucher, Panik bricht aus, Claires Assistentin Zara wird ins Wasser geschleudert und fällt dem Mosasaurus zum Opfer. Die beiden Jungen treffen auf Dearing und Grady, der inzwischen zusammen mit dem Sicherheitsdienst die Flugsaurier abschießt.

Nach Masranis Tod übernimmt Hoskins mit seinen militärisch organisierten Mitarbeitern die Kontrolle über das Zentrum und ordnet an, dass die Raptoren den Indominus Rex jagen sollen. Da Grady ihn nicht davon abhalten kann, nimmt er widerwillig an der Jagd teil. Dearing und ihre Neffen bleiben in einem Fahrzeug am Raptorengehege. Als die Raptoren den Indominus Rex finden, greifen sie ihn jedoch nicht an, sondern kommunizieren mit ihm. Grady erkennt, dass in dem Hybriden auch Raptorengene stecken. Die Raptoren akzeptieren den Indominus Rex als neues Alphatier und greifen die Menschen an, wobei viele von Hoskins Mitarbeitern getötet werden sowie einer der Raptoren durch eine Granate. Hoskins lässt nach der gescheiterten Mission das Entwicklungslabor evakuieren und den Chefgenetiker mitsamt Dinosaurierembryos mittels eines Hubschraubers ausfliegen.

Als die Raptoren zu ihrem Gehege zurückkehren, müssen Dearing und ihre Neffen mit dem Fahrzeug fliehen. Grady, der dem Indominus Rex entkommen ist, stößt zu ihnen, und gemeinsam fahren sie zum Entwicklungslabor. Dort werden sie erneut von den Raptoren überrascht, die Hoskins töten und anschließend Grady attackieren. Dieser stellt sich dem Betatier Blue und gewinnt dessen Vertrauen zurück. Als der Indominus Rex auftaucht, greifen sie ihn gemeinsam an, doch er schlägt Blue bewusstlos und tötet die beiden anderen. Da er nun Grady und die Jungen angreift, lässt Dearing das Gehege des Tyrannosaurus öffnen und lockt ihn zum Indominus Rex, wo es zum Kampf kommt. Der Indominus Rex gewinnt zunächst die Oberhand, doch bevor er den Tyrannosaurus töten kann, taucht Blue wieder auf. Beide attackieren den Hybridsaurier und drängen ihn zum Becken des Mosasaurus. Dieser schießt aus dem Wasser, packt den Indominus Rex und zieht ihn ins Becken.

Am Ende werden die beiden Jungen von ihren Eltern abgeholt, und Dearing und Grady beschließen zusammenzubleiben. In der letzten Szene ist der Tyrannosaurus zu sehen, wie er auf den verlassenen Park blickt und brüllt, während die Sonne über der Szenerie aufgeht.

Produktion Entstehungsgeschichte Bereits nach Jurassic Park III im Jahr 2001 planten Steven Spielberg und Joe Johnston einen vierten Teil für 2005. Sam Neill, der bereits in Jurassic Park und Jurassic Park III die Hauptrolle des Dr. Alan Grant gespielt hatte, wollte für den vierten Teil zurückkehren. Im April 2005 wurde eine Verzögerung der Produktion bekanntgegeben, da es zu kreativen Differenzen in Bezug auf das Drehbuch gekommen war. 2007 nahm man die Arbeiten am Film wieder auf und fragte Laura Dern, Richard Attenborough und Jeff Goldblum, ob sie in ihren Rollen für einen vierten Teil wiederkehren würden. Im Dezember 2008 brach die Produzentin Kathleen Kennedy wegen des Todes des Drehbuchautors Michael Crichton die Planungen zu Jurassic Park 4 ab. In einem Interview mit Boxoffice Magazine im Januar 2010 ließ Regisseur Joe Johnston jedoch verlauten, dass die Vorbereitungen wieder aufgenommen würden. Er gab außerdem an, dass der vierte Teil etwas völlig anderes und der Beginn einer neuen Trilogie sein werde.

Auf der Comic-Con 2011 in San Diego ließ Universal Pictures verlauten, dass man immer noch an einem vierten Teil arbeite und einen Kinostart für 2013 anvisiere. Im selben Jahr traf sich Steven Spielberg mit Drehbuchautor Mark Protosevich zum Gedankenaustausch darüber, wie sie die Filmreihe fortsetzen könnten. Als Regisseur wurde später Colin Trevorrow verpflichtet, während Patrick Crowley und Frank Marshall als Produzenten tätig sein würden. Das Drehbuch wurde von Colin Trevorrow, Derek Connolly, Rick Jaffa und Amanda Silver verfasst. Da es immer wieder zu Verzögerungen am Drehbuch kam, wurde der Kinostart auf 2014 verschoben. Zur selben Zeit wurde die Rückkehr von Neill, Dern, Attenborough und Goldblum ausgeschlossen, jedoch sollte die Handlung erneut auf der fiktiven Isla Nublar spielen. Im Mai 2013 wurde der Drehstart um unbestimmte Zeit verschoben. Als Grund wurde genannt, dass die Filmemacher mehr Zeit benötigten, um den Zuschauern die bestmögliche Fortsetzung zu bieten. Der für den 13. Juni 2014 geplante Kinostart wurde im Juni 2013 um ein Jahr nach hinten verschoben.

Besetzung und Synchronisation Owen Grady Chris Pratt Leonhard Mahlich Claire Dearing Bryce Dallas Howard Maria Koschny Vic Hoskins Vincent D’Onofrio Christian Weygand Gray Mitchell Ty Simpkins Pablo Ribet-Buse Zach Mitchell Nick Robinson Sebastian Fitzner Barry Omar Sy Sascha Rotermund Henry Wu B. D. Wong Torsten Sense Simon Masrani Irrfan Khan Olaf Reichmann Lowery Cruthers Jake Johnson Björn Schalla Jimmy Fallon Stefan Krause Karen Mitchell Judy Greer Tanja Geke Scott Mitchell Andy Buckley Erich Räuker Zara Young Katie McGrath Victoria Sturm Paddock Supervisor Eric Edelstein Sven Fechner Luke Colby Boothman-Shepard Roland Wolf Vivien Krill Lauren Lapkus Josephine Schmidt

Im September 2013 wurde die weibliche Hauptrolle mit Bryce Dallas Howard besetzt. Im Oktober desselben Jahres verpflichtete man Ty Simpkins und Jake Johnson für weitere Hauptrollen. Im November 2013 stieß Nick Robinson als Bruder von Simpkins’ Charakter dazu. Für die männliche Hauptrolle war zunächst Josh Brolin Im Gespräch. Schließlich entschied man sich für Chris Pratt. Im Februar 2014 konnte man die Verpflichtung von Vincent D’Onofrio sowie Irrfan Khan bestätigen. BD Wong, der bereits in Jurassic Park als Dr. Henry Wu zu sehen war, sollte erneut in die Rolle des Wissenschaftlers schlüpfen. Die Produzenten gaben bekannt, dass Wongs Rolle größer ausfallen werde als im ersten Teil. Omar Sy unterschrieb seinen Vertrag, der auch schon weitere Filme beinhaltet, im März 2014. Im April castete man Judy Greer (die wie zehn Jahre zuvor in The Village die Filmschwester von Bryce Dallas Howard spielte), Katie McGrath und Lauren Lapkus sowie im Mai 2014 Brian Tee. Eine weitere Rolle ging am 6. Mai 2014 an Andy Buckley.

Die deutschsprachige Synchronfassung von Jurassic World wurde nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert unter der Regie von Björn Schalla durch die Berliner Synchron produziert.

Dreharbeiten Die Dreharbeiten zu Jurassic World begannen am 14. April 2014 auf Hawaii. Anfang Juni zogen sie von Kauaʻi nach New Orleans um. Dort wurde für einige Wochen in dem verlassenen Freizeitpark Six Flags New Orleans gedreht. Am 30. Juni 2014 wurde am und um den Louis Armstrong New Orleans International Airport gedreht. Die meisten Dreharbeiten fanden in den Big Easy Studios im NASA-Komplex in East New Orleans statt. Drehende war am 5. August 2014.

Marketing Während der Dreharbeiten twitterte der Regisseur Colin Trevorrow mehrere Bilder vom Filmset. Die ersten Filmbilder wurden im September und November 2014 veröffentlicht. Am 24. November erschien der Teaser-Trailer und einen Tag später der erste Trailer.