Snamenskoje (; ) ist ein Dorf (selo) in der Republik Tschetschenien in Russland mit Einwohnern (Stand ).
Geographie Der Ort liegt im nördlichen Kaukasusvorland etwa 60 km Luftlinie nordwestlich der Republikhauptstadt Grosny am rechten Ufer des Terek, nahe der Grenze zur Region Stawropol.
Snamenskoje ist Verwaltungszentrum des Rajons Nadteretschny sowie Sitz und einzige Ortschaft der Landgemeinde Snamenskoje selskoje posselenije.
Geschichte Der Ort wurde 1809 als tschetschenisches Dorf mit Namen Tschulik-Jurt (russifizierte Form) gegenüber der Terekkosaken-Staniza Ischtschorskaja gegründet. Später trug es auch den Namen Muldar-Jurt oder Mundar-Jurt nach einem kabardinischen Fürsten, da es sich auf dem damaligen Territorium der Kleinen Kabarda befand.
Nach der Deportation der tschetschenischen Bevölkerung 1944 erhielt das Dorf seinen heutigen Namen von russisch snamja für Banner (in der Sowjetunion verbreitet in der Form Rotes Banner). Am 1. Februar 1963 wurde der Verwaltungssitz des seit 1926 bestehenden Nadteretschny rajon (etwa „Rajon oberhalb des Terek“) aus dem knapp 20 km terekabwärts gelegenen Dorf Nadteretschnoje (bis 1944 Nischni Naur) nach Snamenskoje verlegt.
Bei Snamenskoje kam es im September 1994 zu den ersten Kampfhandlungen zwischen Kräften des tschetschenischen Präsidenten Dschochar Dudajew und der Opposition unter Umar Awturchanow im Vorfeld des im Dezember 1994 beginnenden Ersten Tschetschenienkrieges.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1970 4.221 1979 5.191 1989 6.141 2002 9.620 2010 10.286 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verkehr Westlich an Snamenskoje führt die Regionalstraße Grosny – Ischtschorskaja (ehemals R307) vorbei, die oberhalb des Dorfes den Terek überquert. Sie wird gekreuzt von der Straße, die entlang dem rechten Terekufer über Nadteretschnoje kommend weiter über Bratskoje in den benachbarten nördlichen Teil Republik Nordossetien-Alanien in Richtung Mosdok führt.
Bei Ischtschorskaja am jenseitigen, linken Terekufer befindet sich die nächstgelegene Bahnstation an der Strecke Rostow am Don – Machatschkala – Baku.
Galerie
Weblinks Offizielle Website der Gemeindeverwaltung (russisch)
Einzelnachweise
Snamenskoje