Das Grienenberg-Kriegsgefangenenlager ist eine Gedenkstätte in Kassebruch, einer Ortschaft der Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen, die auf ein Kriegsgefangenenlager aus dem Ersten Weltkrieg zurückgeht. Nachdem die Baracken abgebaut wurden, nutzte man bis 1929 das gemauerte Gebäude aus der Zeit vor dem Kriege als Außenstelle des Zuchthauses Lüneburg. mini|Gedenkstätte Grienenberg-Gefangenenlager in Kassebruch mini|Foto von Gefangenen auf der Infotafel der Gedenkstätte Grienenberg-Gefangenenlager in Kassebruch
Lage Das Lager bestand an der heutigen Straße Grienenberg, die westlich des Ortes Kassebruch von der Kreisstraße 51 von Hagen zur Anschlussstelle Hagen der Bundesautobahn 27 abzweigt.
Geschichte Heute ruhen auf dem Kriegsgräberfriedhof noch fünf russische Soldaten, die in dem Lager in den Jahren 1918/1919 ums Leben gekommen sind. Das Gefangenenlager Kassebruch wurde im Spätherbst 1914 in Kassebruch-Grienenberg eingerichtet. Schon 1913 wurde ein Gebäude für die Unterbringung von Strafgefangenen genutzt. Es wurde durch vier Baracken für je 250 Menschen ergänzt. Außerdem wurden Küche, Vorratsmagazine, Lazarett und eine Baracke für Wachmannschaften eingerichtet.
Im Offenwarder und Sandstedter Moor leisteten die Gefangenen auch Kultivierungsarbeiten. Außerdem gruben sie den Indiekkanal, der sich vom Uthleder Berg bis zur Weser in Indiek, einem Ortsteil der Ortschaft Büttel in der Gemeinde Loxstedt, erstreckte und das Grienenbergsmoor und weitere Feuchtgebiete entwässerte. Der notwendige Sand wurde mit Loren vom Uthleder Berg herangefahren. Alle Arbeiten wurden von Hand geleistet.
Literatur
Weblinks
Geschichts und Erinnerungstafel Hagen-Kassebruch auf der volksbund.de-Seite Als der Krieg ins Dorf kam, Internetseite Die Linke, 16. November 2013
Einzelnachweise
Kategorie:Kriegsgefangenenlager (Erster Weltkrieg) Kategorie:Denkmal in Niedersachsen Kategorie:Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs in Niedersachsen Kategorie:Kultur (Hagen im Bremischen)