Die Truchaniw-Insel (/) ist eine etwa 450 Hektar große Flussinsel des Dneprs in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Nutzung und Bebauung Die Insel ist ein Naherholungsgebiet und Mittelpunkt des 1558 Hektar großen Dnepr-Parks. Sie besitzt, neben zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants die saubersten und längsten Strände der Stadt. Außerdem findet man auf der Insel ein Wassersportzentrum mit Bootsverleih, Wasserrutschen, Spielplätze, ruhige Buchten, Seen, Wälder und Wiesen. Seit 2019 ist die Insel ein Landschaftsschutzgebiet.Beschluss des Stadtrats Kiew; zuletzt abgerufen am 3. Juni 2026 (ukrainisch).

Geographie Die Flussinsel liegt südlich der Muromez-Insel im Dnepr zwischen dem Zentrum der Stadt und Podil am westlichen Ufer und dem Rajon Dnipro auf dem östlichen Ufer, zu der die Insel auch administrativ gehört.Truchaniw-Insel auf Kiew-Enzyklopädie; zuletzt abgerufen am 19. April 2014 (ukrainisch).

Die Truchaniw-Insel ist seit 1957 über die Parkbrücke, eine Fußgängerbrücke, die am Dneprufer unterhalb des Chreschtschatyj-Parks in der Nähe vom Denkmal für das Magdeburger Recht beginnt, mit dem Zentrum auf dem rechten Dneprufer verbunden.Trukhanov Ostrov auf kiev.info; zuletzt abgerufen am 19. April 2014 (englisch).

Für Pkw ist die Insel weitestgehend gesperrt. Die Zufahrt für Lieferverkehr und berechtigte, registrierte Fahrzeuge befindet sich bei der Nordbrücke. Dort können private Pkw seit 2015 auch parken.Parkplatz; zuletzt abgerufen am 3. Juni 2026 (ukrainisch).Meldung zur Zufahrtbeschränkung; zuletzt abgerufen am 3. Juni 2026 (ukrainisch).

Im mittleren Bereich der Insel wird seit 2004 an der Podilbrücke gebaut, die über die Insel und den Fluss führt. Auf der unteren Ebene dieser Doppelstockbrücke befindet sich der im Bau befindliche U-Bahnhof Truchaniv Ostriv der Metro Kiew.Metro-Station Truchaniv Ostriv; zuletzt abgerufen am 3. Juni 2026 (ukrainisch).

Südlich der Insel liegen weitere Dneprinseln, auf denen sich der Hidropark befindet.

Geschichte Im 10. Jahrhundert gehörte die Insel der Rurikiden-Prinzessin Olga von Kiew, die hier zur Falkenjagd ging. Der Name der Insel stammt wahrscheinlich vom Kumanenkhan Tugorkan, dessen Tochter Jelena Tugorkanowna, die Ehefrau des Großfürsten Swjatopolk II. hier Ende des 11. Jahrhunderts ihre Sommerresidenz bewohnte. Von 1534 bis 1698 gehörte die Insel einem heute nicht mehr existenten Kiewer Kloster und gelangte daraufhin in den Besitz der Stadt Kiew. Ein im Anschluss gewachsenes Dorf auf der Insel wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört und nicht wieder aufgebaut.; zuletzt abgerufen am 19. April 2014 (russisch)

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Einzelnachweise

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