Claus Lämmle (* 1959 in Winnenden) ist ein deutscher Maler, Konzeptkünstler und Designer.
Leben Claus Lämmle studierte von 1982 bis 1992 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Erich Mansen, Herwig Schubert und K.R.H. Sonderborg sowie an der École Supérieure d'Art & de Design Marseille-Mediterranée (ESADAMM)Homepage der École supérieure d'art & de design Marseille-Mediterranée. bei Max Charvolen. 1987 gründete er das Büro PlaszWolfgang Dick: Denken ist Plasz. In: Plastik Malen. Edition Cantz, 1991, ISBN 3-89322-119-0, S. 8. (später: bueroplasz) als „Experimentierfeld, offenes Sammelbecken und Durchgangsstation für gedankliche Prozesse jeglicher Herkunft“.Wolfgang Dick: Plastik Malen. Edition Cantz, 1991, ISBN 3-89322-119-0, S. 9. 1994 erhielt er einen befristeten Lehrauftrag für Kunst und neue Medien an der École Supérieure d'Art et Design Toulon Provence Méditarranée (ESADTPM). 2013 übernahm er einen befristeten Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg, Fakultät Bauen&Design. Seit 1995 wird Lämmle vertreten durch die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst und die Artists Rights Society (ARSNY).Homepage der Artists Rights Society Lämmle lebt und arbeitet seit 2007 vorwiegend auf Schloss Lauterbach (Neukirchen).Uwe Bresan: CHATEAU. AIT 1/2, 2013, S. 126–129.Homepage des Journals Nineteenth Century Worldwide
Wirken Die malerische Arbeit von Claus Laemmle kann als eine Art Feldforschung beschrieben werden, die auf Erweiterung, auf Integration neuer Erfahrungen und auf die Initiierung von Denkvorgängen angelegt ist. In immer gleich großen, fast quadratischen Formaten wird Spontaneität gegen Ordnung gesetzt, wird Malerei prozeßhaft als Dualität von Emotion und Strenge vorgeführt. Die Betrachtung des Malers im Handeln gilt der räumlichen Schichtung der Farben, ihrer im farbigen Umfeld jeweils exakt definierten Ordnung. Die Farbsetzung ist in der Spontaneität beherrscht und in der Strenge locker, dabei aber immer von großer sinnlicher Schönheit. Neuere Arbeiten verfolgen wieder, wie bereits in frühen Jahren, einen gesamtgestalterischen, räumlichen Ansatz. Die Autorinnen Annia Schulz und Dagmar Glück schreiben über seine Arbeit: „Defined by the interplay of light, form, material and space“.Annia Schulz, Dagmar Glück: drink! Braun-Publishing-CH, 2009, ISBN 978-3-03768-015-5, S. 212–219.
Stipendien / Auszeichnungen 1988 bis 1990 Atelierstipendium des Landes Baden-Württemberg
1991 Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg
1991 Akademiepreis, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1992 Debütantenausstellung, Förderstipendium der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1992 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg für Malerei
1991 Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg
1992 Auslandsstipendium des OFAJ, ESBAM Marseille
1993 Förderpreis der Nürnberger Hypo Vereinsbank
Ausstellungen (Auswahl) 1989: Circolo Culturale Bertolt Brecht, Mailand 1990: Anmut Galerie und Sammlung Nöth, Kirchheim 1991: Galerie Mock, Ulm 1991: Galerie i. H. Behr, Stuttgart 1991: Debutantenausstellung, Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart 1992: Klimaraum, Stuttgart 1993: Kunsthaus Schaller, Stuttgart 1994: Zwei Hähnchen, Kunstverein Ulm 1994: Galerie du Faisan, Strasbourg 1994: Von Nah und Fern, Galerie Kinter, Remshalden 1994: Kunsthalle Mannheim – Stipendiaten der Kunststiftung 1994: POLIS, École des Beaux Arts, Toulon 1994: Staatliche Kunsthalle Baden-Baden – Stipendiaten der Kunststiftung 1995: Lernen durch erfinden, DHW, Waiblingen 1995: Kunsthaus Schaller, Stuttgart 1995: De près et de loin, Ausstellung Art Transit, Marseille 1995: Da vicino et lontano, Care Of, Mailand 1996: Ausstellung Wettbewerbsbeiträge, Prix Ars Electronica, Linz 1996: Klasse Erich Mansen, Galerie unterm Turm, Stuttgart und Städtische Galerie Reutlingen 1997: Care Of, Spazio d’arte, Mailand 2004: Care Of, Spazio d’arte, Mailand 2011: BUNT, Schloss Lauterbach, Neukirchen
Literatur Plastik Malen. (= Publikationen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Band 21). Edition Cantz, Stuttgart 1991, ISBN 3-89322-119-0. Claus Laemmle Buero Plasz, dem Hasen noch die Bilder erklären? Ausstellungskatalog Stipendiatenausstellung Kunststiftung Baden-Württemberg 1993. Zwei Hähnchen. Claus Lämmle und Ralph Künzler. Ausstellungskatalog. Kunstverein Ulm. Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg 1992. Brochure zu den Ausstellungen im Mannheimer Kunstverein, Rathaus Aalen, Spitalspeicher Offenburg, Villa Aichele Lörrach, Alter Bhf. Baden-Baden, Schwörhaus Esslingen, Städt. Museum Engen. Erich Mansen 1971–1995.Portal der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Text von Wolfgang Ostberg und Helge Barthold, hrsg. v. der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart 1996, ISBN 3-931485-05-6. Hans Weidinger: Hotels. Anbau, Umbau, Umnutzung. DVA, 2006, ISBN 3-421-03486-9. (mit einem Beitrag über Claus Laemmle Bueroplasz) De Près et de Loin. Ausstellungskatalog. Art Transit Marseille, Galerie Kinter Remshalden, Care OF Mailand. Drink! – Best of Bar Design. Braun Publishing, 2009, ISBN 978-3-03768-015-5. (mit einem Beitrag über Claus Laemmle Bueroplasz)
Weblinks Website des Künstlers Literatur von und über Claus Lämmle im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Claus Lämmle in der Kulturdatenbank, Stiftung Kulturserver, Berlin ArtPorts – Kunstdatenbank auf Art Online
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Mann