Ein Wühlmausschussgerät (Wühlmaus-Selbstschuss) ist ein Hilfsmittel zur Bekämpfung der Ostschermaus oder Großen Wühlmaus.

Aufbau und Wirkungsweise Technisch ähnelt das Gerät einer Schreckschusspistole. Eine Platzpatrone wird in das Gerät eingelegt und anschließend ein Schlagbolzen gespannt. Dieser ist über einen Federmechanismus mit dem Auslöser am vorderen Teil des Gerätes verbunden. Das Schussgerät wird in einen eröffneten Wühlmausgang eingebracht, dort verkeilt und dann der Gang wieder verschlossen. Die Wühlmaus löst bei Kontakt mit dem Auslöser den Schlagbolzen aus. Durch die Druckwelle der ausströmenden Gase kommt es zum Tod des Tieres.

Risiken Durch die Verwendung von Platzpatronen besteht prinzipiell die Gefahr ernsthafter Verletzungen. Es ist daher wichtig, das Gerät so zu verwenden, dass es nicht durch Unbefugte (oder spielende Kinder) versehentlich ausgelöst werden kann. Auch beim Einsetzen sowie Entschärfen nicht ausgelöster Fallen besteht ein gewisses Risiko.

Geschichte Ein Selbstschussgerät zum Erlegen von Mäusen hat der Amerikaner J. A. Williams 1882 patentieren lassen. Es verwendete als Schussgerät einen Revolver, der nicht mit der Falle fest verbaut war.

Weblinks mit allgemeinen Informationen zur Wühlmausbekämpfung (u. a. auch mit Schussapparat)

Einzelnachweise Beschreibung auf der Seite des Herstellers. auf der Homepage von Gerfried Jost. auf der Homepage von Gerfried Jost. Junge von Schussapparat gegen Mäuse schwer verletzt. Nordkurier, 13. April 2014.

Kategorie:Fanggerät Kategorie:Mechanische Schädlingsbekämpfung Kategorie:Explosionswerkzeug