mini|Übersicht über die Hochschulanlage auf dem Campus Freising-Weihenstephan mini|Erläuterung zur Übersicht Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf (HSWT; bis 12. August 2009 Fachhochschule Weihenstephan) ist eine Fachhochschule am Campus Weihenstephan in Freising sowie in Triesdorf, Straubing und Schlachters (Versuchsstation für Obstbau).

Am 28. Juli 2016 beschloss der Bayerische Ministerrat, das Wissenschaftszentrum Straubing für Nachwachsende Rohstoffe in die „Hochschule Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit“ umzuwandeln und auszubauen. Die Trägerschaft der Hochschule übernimmt die Technische Universität München (TUM), die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist als Kooperationspartner gesetzt., abgerufen am 8. März 2017.

Geschichte Für beide Hochschulen auf dem Campus Freising-Weihenstephan – das Wissenschaftszentrum Weihenstephan (TUM School of Life Sciences – WZW TUM) und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) – war die Säkularisation und damit die leer stehenden Gebäude und nicht mehr genutzten Flächen eines Klosters der Anfang der Entwicklung. Weihenstephan mini|Das Löwentor 1803 wurde durch den bayerischen Kurfürsten und späteren König Max Joseph von Bayern in den durch die Säkularisation in Bayern leer stehenden Gebäuden von Kloster Weihenstephan zunächst eine Forstschule, im Januar 1804 dann eine Musterlandwirtschaftsschule und die „Kurfürstliche Centralbaumschule Weihenstephan“ gegründet. 1895 wurde Weihenstephan zur „Königlich Bayerischen Akademie für Landwirtschaft und Brauerei“ erhoben. 1907 entstand die Weihenstephaner Versuchsbrauerei. 1920 wurde Weihenstephan zur Hochschule mit Promotionsrecht erhoben. 1930 wurde die Hochschule der damaligen Technischen Hochschule München eingegliedert. Fachhochschule Weihenstephan Die Fachhochschule Weihenstephan entstand am 1. August 1971 durch den Zusammenschluss der Ingenieursschulen für Gartenbau in Weihenstephan mit den Abteilungen für Landbau in Schönbrunn, Triesdorf (bei Ansbach) und in Landsberg am Lech. Da das erste Fachhochschulgesetz eine anwendungsorientierte Forschung nur als Aufgabe für die Fachhochschullehrer, nicht aber für die Fachhochschule als Institution vorsah, musste die Staatliche Versuchsanstalt gegründet werden, die der Fachhochschule angegliedert und im Jahr 2003 in „Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan“ umbenannt wurde. mini|Vorplatz vor dem neuen „Zentrum naturwissenschaftliche Grundlagen“

Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf In der Amtszeit des Hochschulpräsidenten Heiler von 2005 bis 2016 wurde das „grüne Profil der Hochschule“ mit Studiengängen im Bereich Natur, Ernährung und Umwelt weiter geschärft. Ein starkes Wachstum der Zahl der Studierenden machte Investitionen und Neubauten nötig. Ende 2018 wurde das „Zentrum naturwissenschaftliche Grundlagen“ auch in seinen Außenanlagen fertig. So konnte es der neue Hochschulpräsident Eric Veulliet zu seinem Amtsantritt am 1. Oktober 2017 fertiggestellt übernehmen.

Das neue „Zentrum naturwissenschaftliche Grundlagen“ für die Lehrveranstaltungen des Grundstudiums wurde am 7. Oktober 2016 eingeweiht. In ihm sollen die 4.150 Studierenden in Weihenstephan (gesamt 6.350) ihre naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer, etwa (an-)organische Chemie oder Physik, auch praktisch umsetzen können.

Einer der Lehrgärten der Forschungsanstalt ist nach Johann Georg Conrad Oberdieck benannt. Zu den Lehrgärten gehört auch der Sichtungsgarten Weihenstephan.

Triesdorf Geschichte mini|links|Ehemalige Reithalle, heute Aula der HSWT mini|Weidenbach in der Nähe von Ansbach Triesdorf war die Sommerresidenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Als Markgraf Carl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach die Regentschaft über die Markgrafschaft übernahm, begann ein Bauboom in Triesdorf. Offiziell war sein Regierungssitz zwar Ansbach, aber durch die Liebe zur Jagd hielt er sich die meiste Zeit in Triesdorf auf. Durch die ständige Anwesenheit war eine umfangreiche Hofhaltung notwendig. Es wurde auch eine Ökonomie gegründet, die die Ernährung der Hofgesellschaft sichern sollte. Sein Sohn und Nachfolger Christian Friedrich Carl Alexander von Brandenburg-Ansbach baute die Residenz weiter aus. Er war der Landwirtschaft sehr zugetan und widmete sich der Pferde- und Rinderzucht. Das Ansbach-Triesdorfer-Rind wurde unter ihm in Triesdorf gezüchtet. Nach der Abdankung des Markgrafen kam die Markgrafschaft zum Königreich Bayern, aus der markgräflichen Ökonomie ging die Kreisackerbauschule hervor. Diese Ackerbauschule war der Grundstock für das Bildungszentrum Triesdorf, das neben der Hochschule aus weiteren land- und hauswirtschaftlichen Schulen besteht. Campus Triesdorf Am Bildungszentrum Triesdorf nutzen mehr als 3000 Schüler und Studierende aus dem In- und Ausland das Bildungsangebot von zehn Schulen, zwei Fakultäten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und des LVFZ für Milchanalytik. Für die Praxisunterweisung stehen innerhalb der Landwirtschaftlichen Lehranstalten verschiedene Betriebszweige bereit. Dazu zählen die Tierhaltungsschule, die Landmaschinenschule und eine Brennerei. Träger der Landwirtschaftlichen Lehranstalten ist der Bezirk Mittelfranken., abgerufen am 10. Januar 2018.

Grüne Hochschule Triesdorf Der Standort Triesdorf hat sich auf grüne Ingenieurwissenschaften spezialisiert. Ausgangspunkte aller Studienfächer sind die nachhaltige Nutzung und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.

Fakultät für Umweltingenieurwesen Mit nachhaltigen Schwerpunktthemen Umwelt, Energie und Wasser, die im Bachelorstudiengang Umweltsicherung angeboten werden, stehen für eine akademische Qualifizierung die Masterstudiengänge Umweltingenieurwesen und der kooperative Master Energiemanagement und Technik zur Auswahl.

Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung Sie zielt auf professionelle Vorbereitung leistungsfähiger Nachwuchskräfte für die Agrar- und Ernährungswirtschaft ab, die in Deutschland nach Beschäftigung und Wertschöpfung einen der größten Wirtschaftssektoren bildet.

Gliederung und Profil der der Hochschule mini|Der Sichtungsgarten Weihenstephan ist der sichtbarste Teil des grünen Profils

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gliedert sich in die Abteilungen Weihenstephan und Triesdorf mit insgesamt sieben Fakultäten. Seit 1971 hat die HSWT ein Profil entwickelt, das auf grüne Ingenieurstudiengänge ausgerichtet ist. Das Studienangebot setzt sich aus 19 Bachelorstudiengängen, 13 dualen Studienangeboten und 12 Masterstudiengängen zusammen. Das Fächerangebot realisiert dabei ein in sich geschlossenes fachliches Cluster, das sich auf wesentliche Lebensbereiche des Menschen bezieht. Es beginnt mit der landwirtschaftlichen Grundstoffproduktion, schließt die Verarbeitung tierischer Erzeugnisse ein, deckt relevante Fragen der Ernährung und Versorgung ab, berücksichtigt Anforderungen der Umwelt und reicht bis hin zur Entwicklung ländlicher und städtischer Räume.

Forschung an der HSWT mini|„Zentrum naturwissenschaftliche Grundlagen“, eingeweiht 2016 Forschungsprofil Die Ausweitung der Forschungsaktivitäten an der grünen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf erforderte 2017 eine Anpassung und Erweiterung der bisherigen drei Forschungsschwerpunkte (FSP). Die Außendarstellung in drei Blöcken wird jedoch beibehalten: Landnutzung, Ernährung, Gesundheit (neu), Umweltvorsorge (ehemaliger FSP Technikfolgeabschätzung fließt hier mit ein), Biodiversität (neu), Klimawandel (neu), Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz (neu)Forschungsprofil auf der Website der HSWT, abgerufen am 27. April 2018. Zentrum für Forschung und Weiterbildung (ZFW) Das ZFW als zentrale Einrichtung der Hochschule betreut und koordiniert Forschungsprojekte und Weiterbildungsmaßnahmen an der Hochschule. Neben der funktionellen Zuständigkeit für die Institute Gartenbau, Lebensmitteltechnologie sowie Ökologie und Landschaft versteht sich das ZFW als zentraler Dienstleister aller Forschungs- und Weiterbildungsaktivitäten der Fakultäten der HSWT sowie der Fachgebiete am HSWT-Standort Straubing für nachhaltige Ressourcennutzung.

Das ZFW hat folgende Zielstellungen im Bereich Forschung: Forschungsprojekte aus allen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) vertretenen Disziplinen werden zentral koordiniert sowie administrativ und beratend unterstützt. Die Darstellung der Forschung (intern und extern), Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit werden zentral koordiniert und forciert. Die Wahrnehmung der HSWT als Forschungsinstitution und Forschungspartner soll dadurch deutlicher herausgestellt werden.

Das ZFW hat folgende Zielstellungen im Bereich Weiterbildung: Entwicklung umfassender Konzepte zur wissenschaftlichen, berufs- und praxisorientierten Weiterbildung für Absolventen, Fach- und Führungskräfte, Unterstützung von Weiterbildungsveranstaltungen der Fakultäten und Institute (Kalkulation, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit), Unterstützung der zentralen Einheit „Weihenstephaner Gärten“ bei der Durchführung von Veranstaltungen für den Freizeitgartenbau (Kurse, Seminare, Führungen) im Sinne des Passus „Pflege und Vermittlung der Gartenkultur“ in der Grundordnung der HSWT. Forschungseinrichtungen Praxisorientierte und interdisziplinäre Forschung findet in folgenden Einrichtungen der HSWT statt: Institut für Gartenbau (IGB) – am ZFW angesiedelt. Neun Professorinnen und Professoren der Fakultät für Gartenbau und Lebensmitteltechnologie beteiligen sich an der Forschung am Institut, dessen Fokus auf gartenbaulichen Wertschöpfungsketten mit den folgenden Forschungsgebieten liegt: Nachhaltigkeitsstrategien und Ressourcenschonung Innovations- und Informationsmanagement Produktions- und Qualitätsmanagement Urbaner Gartenbau und Green Balance Versuchsstation für Obstbau Schlachters – dem IGB zugeordnet Die Versuchsstation für Obstbau Schlachters in Sigmarszell am Bodensee ist neben dem Campus Weihenstephan, dem Campus Triesdorf und dem Standort Straubing ein weiterer Standort der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die ehemalige „Obstbauschule Schlachters“ diente in ihrer über 100-jährigen Geschichte stets der Aus- und Fortbildung im Obst-, Wein- und Gartenbau. Heute ist die im Landkreis Lindau gelegene Versuchsstation organisatorisch dem „Institut für Gartenbau“ zugeordnet und forscht praxisnah auf rund 8 Hektar Fläche im Bereich Kernobstforschung., abgerufen am 10. Januar 2018.

Institut für Lebensmitteltechnologie (ILM), Dekanin Carola Kuss, gewählt 2015–2019: Es legt besonderen Wert auf anwendungsorientierte Forschungsarbeit. Unser Ziel ist stets eine konkrete Umsetzung der Erkenntnisse in die Praxis als Produkt oder Verfahren. Das Institut forscht in enger Zusammenarbeit mit der Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie. Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Forschung fließen in die Lehre im Studiengang Lebensmitteltechnologie ein. Am Wissenschaftsstandort Freising-Weihenstephan bündeln sich die Kompetenzen der für Lebensmittel relevanten Fachdisziplinen. In Forschung und Lehre sind alle Themenbereiche von der Rohstoffproduktion, Verarbeitung bis hin zur Vermarktung vertreten. Durch interdisziplinäre Vernetzung und zugleich starken Praxisbezug finden sie hier optimale Bedingungen für erfolgreiche Forschung und Entwicklung Institut für Ökologie und Landschaft (IÖL), Dekan Cristina Lenz, gewählt 2017–2019: Es ist im März 2015 nach einem Umstrukturierungsprozess aus dem ehemaligen „Institut für Landschaftsarchitektur“ hervorgegangen. Der Forschungsschwerpunkt „Technikfolgenabschätzung und Umweltvorsorge“ wird im Vordergrund der Forschungsaktivitäten stehen. Es bestehen aber auch Bezüge zu den Forschungsschwerpunkten „Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien“ sowie „Landnutzung und Ernährung“.