Das Dekanat Würzburg-Stadt war bis zum Jahr 2020 eines von 20 Dekanaten im römisch-katholischen Bistum Würzburg. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 ging es im neuen Dekanat Würzburg, das Stadt und Landkreis Würzburg umfasst, auf.
Es umfasste das Stadtgebiet Würzburg und grenzte im Norden und Osten an das Dekanat Würzburg rechts des Mains, im Süden an das Dekanat Ochsenfurt und im Westen an das Dekanat Würzburg links des Mains.
Achtunddreißig Pfarrgemeinden und sechs Kuratien hatten sich bis 2010 zu sieben Pfarreiengemeinschaften zusammengeschlossen. Lediglich die Pfarreien St. Josef der Bräutigam in Grombühl, St. Laurentius in Lengfeld mit St. Lioba im Pilziggrund, sowie die Pfarrei des Juliusspitals und des Priesterseminars blieben Einzelpfarreien.
Dekan war der Domkapitular Jürgen Vorndran, der auch Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt war. Sein Stellvertreter war Werner Vollmuth, Priesterseelsorger der Diözese Würzburg.
Gliederung Sortiert nach Pfarreiengemeinschaften werden die Pfarreien (alphabetisch) genannt, alle zu einer Pfarrei gehörigen Exposituren, Benefizien, Filialen und Kapellen werden direkt nach der jeweiligen Pfarrei, aufgezählt. Weiterhin werden auch die beiden Einzelpfarreien am Ende aufgelistet.Schematismus der Diözese Würzburg 2002, 2010
Pfarreiengemeinschaften Pfarreiengemeinschaft Innenstadt Dompfarrei St. Kilian, Innenstadt Hofpfarrei Allerheiligste Dreifaltigkeit, Innenstadt Pfarrei Neumünster St. Johannes Evangelist mit Marienkapelle (Würzburg) (beide Innenstadt) Pfarrei Stift Haug St. Johannes der Täufer und St. Johannes Evangelist, mit der Kapelle des Bürgerspitals (beide Innenstadt) Pfarrei St. Gertraud, Pleich Pfarrei St. Peter und Paul, Innenstadt
Außerdem befinden sich noch auf dem Gebiet der Pfarreiengemeinschaft: das Priesterseminar Würzburg mit eigener Pfarrei die Juliusspital mit eigener Pfarrei die Klöster der Augustiner-Chorherren, der Franziskaner-Minoriten und der Ursulinen die ehemalige Universitätskirche das Mutterhaus der Kongregation der Schwestern des Erlösers (Erlöserschwestern)
Pfarreiengemeinschaft Dürrbachtal Die neuen Stadtteile Unterdürrbach und Oberdürrbach kamen 1975 zum Stadtdekanat.Klaus Wittstadt: Kirche und Staat im 20. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 453–478 und 1304 f., hier: S. 470–475 (Erneuerung im Geiste des II. Vatikanischen Konzils – Bischof Josef Stangl). S. 472. Pfarrei St. Josef der Arbeiter, Oberdürrbach (zwei Kirchen mit gleichem Namen) Pfarrei St. Rochus und St. Sebastian Unterdürrbach Kuratie Heilig Geist, Dürrbachau
Pfarreiengemeinschaft Sanderau Pfarrei St. Adalbero, Sanderau Pfarrei St. Andreas, Sanderau
Außerdem befinden sich noch auf dem Gebiet der Pfarreiengemeinschaft: das Provinzialat der Claretiner das Mutterhaus der Ritaschwestern
Eine Besonderheit der Pfarreiengemeinschaft ist die enge Kooperation mit den Claretinern und den Ritaschwestern. Es wurde unter anderem ein gemeinsames Logo entwickelt, in dem alle vier Teile ein gemeinsames Puzzle bilden. Man sieht sich auch gemeinsam als Partner.
Pfarreiengemeinschaft St. Alfons und St. Nikolaus Pfarrei St. Nikolaus, Gerbrunn Pfarrei St. Alfons, Keesburg
Pfarreiengemeinschaft St. Barbara und Unsere Liebe Frau Pfarrei Unsere Liebe Frau, Frauenland Pfarrei St. Barbara, Mönchberg
Außerdem befindet sich noch auf dem Gebiet der Pfarreiengemeinschaft: das Kloster mit Seminar, Noviziat und Herz-Jesu-Kirche der Mariannhiller Missionare
Pfarreiengemeinschaft St. Albert und St. Jakobus Pfarrei St. Albert, Lindleinsmühle Pfarrei St. Jakobus der Ältere, Versbach (1978 dem Stadtdekanat zugeordnet)
Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz und St. Elisabeth Pfarrei Heiligkreuz Zellerau Pfarrei St. Elisabeth, Zellerau
Außerdem befinden sich noch auf dem Gebiet der Pfarreiengemeinschaft: das Kloster Himmelspforten, das einen Konvent der unbeschuhten Karmelitinnen, ein Konvent der Ritaschwestern und das diözesane Bildungs- und Exerzitienhaus beherbergt ein weiterer Konvent der Ritaschwestern
Pfarreiengemeinschaft Heidingsfeld Pfarrei St. Laurentius, Heidingsfeld Pfarrei Zur Heiligen Familie, Lehmgrubensiedlung
Pfarreiengemeinschaft St. Burkard–St. Bruno Pfarrei St. Burkard, Mainviertel mit Käppele (auf dem Nikolausberg) und Festungskirche Mariä Himmelfahrt Pfarrei St. Bruno mit Maria Königin, beide Steinbachtal
Außerdem befinden sich noch auf dem Gebiet der Pfarreiengemeinschaft: ein Konvent der Erlöserschwestern mit Altenheim und Familienbegegnungsstätte
Pfarreiengemeinschaft St. Sebastian, Heuchelhof und St. Josef, Rottenbauer Pfarrei St. Sebastian Heuchelhof Pfarrei St. Josef der Bräutigam, Rottenbauer (1975 zum Stadtdekanat hinzugekommenKlaus Wittstadt (2007), S. 472.)
Einzelpfarreien Einzelpfarrei Würzburg-Grombühl Pfarrei St. Josef der Bräutigam, Grombühl
Einzelpfarrei Würzburg-Lengfeld Pfarrei Lengfeld mit Lengfeld und St. Laurentius und der Kuratie St. Lioba im Pilziggrund (1878 dem Stadtdekanat zugeordnet)
Einzelpfarrei des Bischöflichen Klerikalseminars St. Michael Pfarrei des Bischöflichen Klerikalseminars St. Michael, Innenstadt
Einzelpfarrei des Juliusspitals St. Kilian Pfarrei des Juliusspitals St. Kilian, Innenstadt
Siehe auch Liste von Sakralbauten in Würzburg
Einzelnachweise
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