miniatur|Yamamoto Yūzō, 1938 Yamamoto Yūzō (, wirklicher Name: bei gleicher Lesung; * 27. Juli 1887 in Tochigi; † 11. Januar 1974 in Atami) war ein japanischer Schriftsteller und Politiker.

Leben Der Sohn eines Kimonohändlers studierte Germanistik an der Kaiserlichen Universität Tokio. 1920 debütierte er mit dem Theaterstück Inochi no kanmuri (). Mit Kikuchi Kan und Akutagawa Ryūnosuke gründete er einen Schriftstellerverband und gab die Literaturzeitschrift Shinshichō heraus. Während des Zweiten Weltkrieges musste er wegen staatlicher Zensur die Arbeit an seiner Erzählung Robō no ishi abbrechen. Neben weiteren Dramen (u. a. Eiji-koroshi, 1920 und , Dōshi no hitobito, 1923) veröffentlichte er auch Kinderbücher und Romane wie Nami („Wellen“, 1928), Onna no isshō (, 1932), Shinjitsu ichiro („Der rechte Weg“, 1935) und Robō no ishi (, 1937). 1965 wurde er als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten und darüber hinaus mit dem kaiserlichen Kulturorden ausgezeichnet.

1946 wurde Yamamoto außerdem zum Mitglied des Herrenhauses ernannt, 1947 im landesweiten Wahlkreis für sechs Jahre in den Senat gewählt, der das Herrenhaus ersetzte, wo er sich dem zentristischen Ryokufūkai aus Unabhängigen anschloss.

Werke (Auswahl) 1924 Eiji-koroshi () „Die Kindsmörderin“, übersetzt von Hisashi Kojima. In: Kesa und Morito. Die Kindsmörderin, Tokyo, 1959, S. 23–51 1924 Honzon () „Buddha“, übersetzt von Hermann Bohner. In: Festgabe der Deutschen Gesellschaft für Natur und Völkerkunde Ostasiens zum 70. Geburtstag von Professor Dr. Karl Florenz a, 10. Jan. 1935, Nr. 25, Tokyo, 1935, S. 31–42 1928 Nami () „Wellen“, übersetzt von Waichi Sakurai. Stuttgart, Cotta, 1938 1931 Nyonin Aishi: Tōjin Okichi Monogatari, gilt in der englischen Übersetzung von Glenn W. Shaw als Vorlage für das Bertolt Brecht zugeschriebene Stück Die Judith von Shimoda 1935 Shinjitsu ichiro () „Der rechte Weg“, übersetzt von Shin’ichi Hoshino und Hertha Jahn. Tokyo, 1960 1938 „Stein am Wegesrand“, „Robō no ishi“ (路傍の石), verfilmt von Tasaka Tomotaka 1949 Buji no hito () „Ein ausgeglichener Mensch“, übersetzt von Erich Holubowsky. In: Yamamoto Yūzō und sein Werk Buji no hito, Wien, 1975, S. 106–228 Tete oya () „Väterchen“, übersetzt von Hermann Bohner. In: Yamato, Nr. 3, Tokyo, 1931, S. 280–296

Übersetzungen (Quelle: Fosdick, Carolyn E.; Edades, Jean G. (Hrsg.) (1956), Drama of the East and West: A Critical Anthology of Plays, with Special Sections on Oriental and Philippine Drama. Ann Arbor: The University of Michigan Press, S. 74.)

Werke von Arthur Schnitzler Werke von August Strindberg Werke von Hermann Sudermann

Quellen j.lit - Biographies of modern Japanese authors T-Z J. Scott Miller: "The A to Z of Modern Japanese Literature and Theater", Neuauflage Rowman & Littlefield, 2010, ISBN 9780810876156, S. 142–43 S. Noma (Hrsg.): Yamamoto Yūzō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1731. Christopher Schelletter: Der japanische Bildungsroman. Eine funktionsgeschichtliche und komparatistische Studie. Iudicium, 2022, ISBN 978-3-86205-263-9, S. 254–280.

Weblinks Mitaka-shi Yamamoto Yūzō kinenkan (japanisch, englisch "Mitaka City Yamamoto Yuzo Memorial Museum") Nationale Parlamentsbibliothek: („Porträts von Japanern der Moderne“), Yamamoto Yūzo (japanisch, englisch)

Einzelnachweise

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