Die Familie Vay, auch bekannt als Vay de Vaja et Luskod (ungarisch: vajai és laskodi Vay), ist ein uradeliges ungarisches Adelsgeschlecht, das seinen Ursprung in der Ortschaft Vaja im Komitat Szabolcs hat. Sie gehört zu den ältesten Familien dieser Region und führte im Laufe der Jahrhunderte die Titel des Barons und später von einer Linie auch des Grafen. Die Familie besteht bis heute fort.mini|alternativtext=Wappen der Familie Vay von Vaja|Wappen der Familie Vay de Vaja et Luskod von 1783 (Linie der Baronen)
Herkunft und geschichtliches Auftreten Das Geschlecht stammt von der oberen Theiss, wo es 1120 mit dem Nobilis Osnuth de Vaja zuerst erscheint.Turul. XXVIII (1910), Seiten 8–18. 1272 ist es mit sieben Geschlechtsangehörigen im Komitat Szabolcz begütert, darunter mit Abraham, mit dem die Stammreihe beginnt.Genealogisches Handbuch des Adels, Band F B VI, Seite 435, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1976 König Sigismund von Ungarn, der spätere deutsche Kaiser Sigismund, erteilte dem Abraham de Vaja und seinen Vettern Thomas und Stephan in Konstanz 1418 einen Wappenbrief, der 1507 von König Wladislaus II. vermehrt wurde (für Ladislaus Vay, Propst zu Jaszo und Titularbischof von Nikomedien) und dessen Verwandten.Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XV, Seite 197, Starke-Verlag, 2004
Das Geschlecht erhielt am 18. April 1783 für die Brüder Daniel und Nikolaus Vay de Vaja das ungarische Baronat und am 11. September 1830 für Abraham Vay de Vaja den ungarischen Grafenstand.Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XV, Seite 198, Starke-Verlag, 2004 Wappen In Blau auf goldenem Boden ein natürlicher Hirsch mit schräglinks stehendem Doppelkreuz zwischen seinem zehnendigen Geweih, der Kopf von einem gold-befiederten Pfeil schrägrechts abwärts durchschossen, so dass die blanke Spitze aus dem linken Auge hervorgeht, begleitet oben rechts von einem achtstrahligen goldenen Stern und links von einem zunehmenden Mond, das Ganze überzogen von einem silbernen Schrägrechtsbalken, belegt am oberen Ende mit einer fünfblättrigen goldbesamten roten Rose und am unteren Ende mit einer goldenen Lilie; 3 Helme mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken; aus dem rechten der Hirsch wachsend, das Kreuz schräg-rechts gestellt und der Kopf schräglinks durchschossen, auf dem mittleren ein geschlossener schwarzer Flug, auf dem linken die Rose zwischen 2 von Silber und Rot übereckt-geteilten Büffelhörnern. mini|Wappen der Familie Vay von 1418
Bekannte Namensträger Miklos (Nikolaus) Baron Vay de Vaja (1756–1824), K.u.K.-Generalmajor, Landtagsabgeordneter Ábrahám Graf Vay von Vaja und Luskod (1789–1855), k.u.K. Wirklicher Geheimer Rat, Obergespan des Komitats Maramaros, Finanzier Miklos Baron Vay de Vaja (1802–1894), Präsident des Magnatenhauses, Oberkanzler des Königreichs Ungarn Lajos (Ludwig) Baron Vay de Vaja (1803–1888), Obergespan des Komitats Borsod, Landtagsabgeordn. Michael Graf Vay von Vaja (1822–1899), Abgeordneter des ungarischen Landtages Bela Baron Vay de Vaja (1829–1910), Vizepräsident des Magnatenhauses und Landtagsabgeordn. Sandor (Alexander) Baron Vay de Vaja (1833–1911), ungarischer Landtagsabgeordneter Gagriel Graf Vay von Vaja und Luskod (1862–1931), erbl. Mitglied des ungarischen Oberhauses Peter Graf Vay von Vaja und Luskod (1864–1948), Bischof von Scopo-Dalmatico, päpstl. HausprälatGenealog. Handbuch, Band G B IV, Seite 365. Adam Graf Vay von Vaja und Luskod (1868–1913), erbl. Mitglied des ungarischen Oberhauses Laszlo (Ladislaus) Baron Vay de Vaja (1890–1966), königlich ungarischer Staatssekretär Miklos Denes Ödön Baron Vay de Vaja (1893–?), ungarischer Landtagsabgeordneter
Literatur Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1878, S. 884ff Geschichtlicher Abriss J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, Adel von Ungarn, S. 704f Tafel 483
Einzelnachweise
Kategorie:Ungarisches Adelsgeschlecht