Schidnyzja (ukrainisch ; russisch /, polnisch Schodnica) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Lwiw im Westen der Ukraine. mini|links|Blick auf den Ort
Die Siedlung ist etwa 60 Kilometer südwestlich von Lemberg und etwa 12 Kilometer südwestlich des der Stadt Boryslaw am Flüsschen Schidnytschanka gelegen.
Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung zum Zentrum der neu gegründeten Siedlungsgemeinde Schidnyzja (Східницька селищна громада/Schidnyzka selyschtschna hromada). Zu dieser zählen auch die Siedlung städtischen Typs Pidbusch sowie die 20 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer;Розпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області bis dahin gehörte die Siedlung zur Stadtratsgemeinde Boryslaw.
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Schidnyzja Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Bystryzja-Hirska Бистриця-Гірська Быстрица (Bystriza) Bystrzyca Dowhe Довге Долгое (Dolgoje) Dołhe Podbuskie Holowske Головське Головское (Golowskoje) Hołowsko Huta Гута Гута (Guta) Huta Korytyschtsche Коритище Корытище (Korytischtsche) Korytyszcze Kryntjata Кринтята Кринтята (Krintjata) Kręciata Lastiwka Ластівка Ластовка (Lastowka) Łastówki Majdan Майдан Майдан (Maidan) Majdan Nowyj Kropywynyk Новий Кропивник Новый Крапивник (Nowy Krapiwnik) Kropiwnik Nowy Opaka Опака Опака Opaka Pereprostynja Перепростиня Перепростыня Pereprostyna Pidbusch Підбуж Подбуж (Podbusch) Podbuż Pidsuche Підсухе Подсухое (Podsuchoje) Podsuche Rybnyk Рибник Рыбник (Rybnik) Rybnik Salokot Залокоть Залокоть Załokieć Schdaniwka Жданівка Ждановка (Schdanowka) Zdzianna Smilna Смільна Смольная (Smolnaja) Smólna, Smolna Staryj Kropywnyk Старий Кропивник Старый Крапивник (Stary Krapiwnik) Kropiwnik Stary Storona Сторона Сторона Stronna Subryzja Зубриця Зубрица (Subriza) Zubrzyca Swydnyk Свидник Свидник (Swidnik) Świdnik
Geschichte Der Ort wurde zum ersten Mal im 16. Jahrhundert schriftlich erwähnt und lag zunächst in Polen, kam 1772 als Schodnica zum österreichischen Galizien und war von 1918 bis 1939 ein Teil der Polnischen Republik (im Powiat Drohobycz, Woiwodschaft Lwów). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fiel der Ort an die Sowjetunion, seit 1991 ist er Teil der heutigen Ukraine. 1940/1944 erhielt das nunmehr Skodniza/Schidnyzja genannte Dorf den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Die Geschichte des Ortes ist stark durch den Fund von Mineral- und Ölwachs im Jahre 1858 geprägt, nach dem Fund kamen Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, England und den USA in den Ort und der industrielle Abbau begann, 1898 gab es im Ort bereits 373 Ölförderbrunnen.
Synagoge mini|links|HolzsynagogeIn Schidnyzja steht die einzige bekannte Holzsynagoge der Ukraine, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde. Sie ist im späten 19. Jahrhundert erbaut worden. Das einfache Bauwerk hat 12 Fenster und wurde bis zum deutschen Einmarsch als Synagoge genutzt.Gruber, Samuel D., "Jewish Cemeteries, Synagogues, and Mass Grave Sites in Ukraine" (2005). Full list of publications from School of Architecture. Paper 94. https://surface.syr.edu/rel/22/
Persönlichkeiten Leon Thorn (1906–1978), österreichisch-polnisch-US-amerikanischer Rabbiner und Schriftsteller
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Lwiw Kategorie:Kurort in der Ukraine Kategorie:Ersterwähnung im 16. Jahrhundert Kategorie:Rajon Drohobytsch