Die Polonaise As-Dur op. 53 von Frédéric Chopin entstand im Jahr 1842. Der polnische Komponist widmete sie dem befreundeten deutsch-jüdischen Bankier Auguste Léo, in dessen Salon er häufig verkehrte. Sie ist eines der bekanntesten und bedeutendsten Klavierwerke Chopins. Den Beinamen Héroïque erhielt sie später von Musikwissenschaftlern und Pianisten.

Aufbau mini|Beginn

Die As-Dur-Polonaise beginnt mit der markanten Einleitung im dominanten Es-Dur. Der Mittelteil steht in E-Dur. Technisch ist das Werk nicht „unspielbar“; Dilettanten scheitern aber an den (leisen) linkshändigen Oktaven im E-Dur-Teil. Vielleicht noch schwerer ist es, die innere Festigkeit und den majestätischen Stolz – das Maestoso – des Stücks herauszubringen und nicht zu „zerdonnern“. Spielt man die Quart-Oktaven beim Thema mit Bedacht, kommt zur Grandezza das nötige Quäntchen Gemessenheit. Die braucht es auch in den 26 Takten nach dem E-Dur-Teil. Sie zu verhuschen und den balladenhaften Parlandoton – gleichmäßige Sechzehntel rechts, gleichmäßige Achtel links –zu überspielen, nimmt dem Stück die Größe. Treffend beschreibt Otto Emil Schumann das Werk:Otto Schumann: Handbuch der Klaviermusik, 4. Auflage. Wilhelmshaven 1979, S. 379.

Erstdruck Der Erstdruck erschien im Dezember 1843 im Verlag von Maurice Schlesinger mit der Widmung „à M. Auguste Léo“.

Literatur Christof Rüger: Konzertbuch Klaviermusik A-Z, Leipzig 1979, S. 226. Hans Wüst: Frederic Chopin – Briefe und Zeitzeugnisse, 2005. Tadeusz A. Zieliński: Chopin. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit, Mainz 2008, S. 711–713.

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Einzelnachweise

Chopin Kategorie:Werk von Frédéric Chopin Kategorie:Musik 1842