Die Königlich Norwegische Marine () ist neben der Küstenwache eine der beiden Seestreitmächte der Streitkräfte des Königreich Norwegen. Sie besteht aus 3.350 Soldaten.
Flotte Zur Erfüllung ihrer Aufgaben verfügt die norwegische Marine über folgende Schiffe:
6 U-Boote der Ula-Klasse 4 von 5 Fregatten der Fridtjof-Nansen-Klasse 6 Flugkörperschnellboote (Küstenkorvetten, norwegisch: Kystkorvett) der Skjold-Klasse (Katamarane nach dem SES-Konzept mit Stealth-Eigenschaften) 6 Minenräumboote (je drei der Alta- und Oksøy-Klasse) 20 S90N-Landungsboote 1 Versorgungsschiff Maud 1 Berge- und Schleppschiff (Valkyren) 2 Überwachungsschiffe, dem Umweltministerium unterstellt 1 Nachrichtenschiff (Marjata) 2 Schulschiffe
Norwegen hat beschlossen, britische Fregatten für die norwegische Marine zu kaufen. Die Wahl fiel auf Fregatten des Typs 26 von BAE Systems, die für die U-Boot-Jagd optimiert sind. Norwegen wird mindestens fünf Fregatten dieses Typs kaufen, die auf einer Werft in Glasgow gebaut werden sollen. Ein Punkt der norwegischen Entscheidung ist, dass die neuen norwegischen Fregatten den britischen Fregatten so ähnlich wie möglich sein sollen, um die Zusammenarbeit zwischen der norwegischen und der britischen Marine zu optimieren.
Norge Die königliche Yacht Norge ist Eigentum der norwegischen Königsfamilie und wird von der norwegischen Marine betrieben.
Außerdem gibt es je eine Einheit Marineinfanterie (Kystjegerkommandoen), Kampfschwimmer (Marinejegerkommandoen) und Minentaucher.
Heimwehr Eine wichtige Rolle im Reservewesen der norwegischen Marine bilden die Heimevernet (dt. Heimwehr). Im Bereich der Marine stellt sie vier Eingreifkompanien mit je 450 Soldaten, denen zwei Nornen-Patrouillenboote und neun kleinere Boote zur Verfügung stehen. Zusätzlich können bei Bedarf zivile Schiffe eingezogen werden.
Stützpunkte Neben dem Hauptquartier in Oslo verfügt die Marine noch über Marinestützpunkte in Haakonsvern bei Bergen und Ramsund. Für die umfangreiche Flotte an kleineren Schiffseinheiten waren im Kalten Krieg zusätzliche verbunkerte Liegeplätze in schwer zugänglichen Gebieten (Fjorde, Steilküsten) angelegt worden, diese werden aber nicht mehr genutzt.
Küstenverteidigung Die Küstenverteidigung betreibt neun Küstenforts, in ihr dienen zurzeit 1.350 Wehrpflichtige.
Verbindung zur Handelsmarine Schiffe der Handelsmarine, die von Reserveoffizieren als Kapitän gefahren werden, führen die norwegische Staats- und Kriegsflagge.
Dienstgrade und Dienstgradabzeichen Offiziere Dienstgradgruppe Flaggoffiziere Stabsoffiziere Subalternoffiziere Abzeichen 45px|zentriert45px|zentriert 45px|zentriert45px|zentriert 45px|zentriert45px|zentriert 45px|zentriert45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriertDienstgrad Admiral Viseadmiral Kontreadmiral Flaggkommandør Kommandør Kommandørkaptein Orlogskaptein Kapteinløytnant Løytnant Fenrik Dienstgrad(Bundeswehr) Admiral Vizeadmiral Konteradmiral Flottillenadmiral Kapitän zur See Fregattenkapitän Korvettenkapitän Kapitänleutnant Oberleutnant zur See Leutnant zur See NATO-Rangcode OF-9 OF-8 OF-7 OF-6 OF-5 OF-4 OF-3 OF-2 OF-1
Unteroffiziere und Mannschaften Dienstgradgruppe Unteroffiziere Mannschaften Wehrpflichtige Abzeichen 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriert 45px|zentriertDienstgrad Flaggmester Orlogsmester Flotiljemester Skvadronmester Senior kvartermester Kvartermester Konstabel Senior visekonstabel Visekonstabel Ledende menig Menig Dienstgrad(Bundeswehr) Oberstabsbootsmann Stabsbootsmann Hauptbootsmann Oberbootsmann/Bootsmann Obermaat Maat Stabskorporal/Korporal/Oberstabsgefreiter/Stabsgefreiter Hauptgefreiter/Obergefreiter Gefreiter Soldat NATO-Rangcode OR-9 OR-8 OR-7 OR-6 OR-5 OR-4 OR-3 OR-2 OR-1
Literatur Klaus Mommsen: Königlich Norwegische Marine. Mit sich wandelnden Prioritäten in die Zukunft. In: Marineforum, 6-2017, S. 24–28.
Weblinks
Homepage der norwegischen Marine (englisch) Dienstgradabzeichen der Norwegischen Streitkräfte
Einzelnachweise