mini|hochkant|Bildstock mini|hochkant|Wegkreuz Häusling (fränkisch: HaislingD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 143. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „haisliŋ“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern). Häusling liegt in der Gemarkung Kosbach. Häusling ist auch der Name des Statistischen Bezirks 73.
Geographie Das Dorf liegt am Bimbach, der eine Kette von Weihern speist, u. a. die Doktorsweiher, und bei der Neumühle als linker Zufluss in die Regnitz mündet. Der Ort ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Süden wird die Flur Trutenäcker genannt, im Norden Am Schleifweg. Die Kreisstraße ER 1/ERH 25 verläuft nach Haundorf (1 km westlich) bzw. nach Büchenbach (1,5 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Kosbach (1,3 km nördlich) bzw. nach Steudach (1,4 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1400 als „Heuslans“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt das mhd. Wort hūselin (Häuslein) zugrunde. Lehnsherr war das Hochstift Bamberg. Der Nürnberger Patrizier Leupold Schürstab hatte die Vogtei über vier Höfe empfangen. Im Schürstab’schen Zinsbüchlein von 1407 wurden fünf Güter in „Hewsleins“ verzeichnet, die abgabepflichtig waren. Als Eigentümer wurde das Dompropsteiamt Büchenbach angegeben. 1468 bestand das Dorf aus 5 Anwesen mit insgesamt 3 Huben Feldern. 1580 waren weiterhin die Schürstabs die Grundherrn über die 5 Anwesen. Jedoch gingen – wenigstens zeitweise – die Einkünfte zweier Höfe an das Nürnbergische Landesalmosenamt, wie aus einer Urkunde von 1540 hervorgeht.D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 142ff. Infolge des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort 1632 zerstört.M. Meyer: Häusling, in: Erlanger Lexikon S. 336. Erst 1670 fanden sich Käufer für die fünf Bauernhöfe. Die Grundherrschaft über die Anwesen gehörte nun dem Dompropsteiamt Büchenbach.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Häusling 8 Anwesen (4 Gütlein, 4 halbe Gütlein). Das Hochgericht übte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Herzogenaurach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Dompropsteiamt Büchenbach.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 70.
Von 1803 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam Häusling an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Büchenbach und der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Kosbach zugeordnet.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 144.
Am 1. Januar 1967 wurde Häusling als Teil der Gemeinde Kosbach nach Erlangen eingemeindet. Bis in den 1970er Jahren war der Ort ganz von der Landwirtschaft bestimmt. In der Folgezeit entstand neben dem Altort eine Neubausiedlung. 2000 gab es nur noch drei Landwirte im Ort.
Baudenkmäler In Häusling gibt es zwei Baudenkmäler: Haundorfer Str. 34: Eisenzaun und Wegkreuz Haundorfer Straße: Säulenbildstock
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2000 2021Einwohner 46 63 60 54 65 52 79 62 73 133 179 196HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 9 10 11 10 10 12 32 Quelle
Religion Häusling ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Xystus (Büchenbach) gepfarrt. Die Protestanten waren ursprünglich in die Dreifaltigkeitskirche (Erlangen) gepfarrt, mittlerweile sind sie in die Martin-Luther-Kirche (Büchenbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Erlangen Kategorie:Ersterwähnung 1400