Großbardorf ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld.

Geografie Lage Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön. Der Ort Großbardorf liegt 26 Kilometer von Schweinfurt und 120 Kilometer von Nürnberg entfernt.

Gemeindegliederung Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Großbardorf (Pfarrdorf) Obertannigsmühle (Weiler) Rügshof (Einöde) Unterhof (Einöde) Untertannigsmühle (Einöde)

Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Großbardorf. Sie hat eine Fläche von 16,528 km² und ist in 3319 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4979,92 m² haben.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung mini|links|Altes Schulhaus und katholische Pfarrkirche St. Margareta Im Jahre 789 wurde „Pargthorfum“ (Dorf an der Barget) in der Karolingerzeit in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals genannt. 1165 tauschte das Kloster Wechterswinkel den Zehnt in Großeibstadt gegen ein Gut in Großbardorf. 1305 fällt Großbardorf nach dem Aussterben der Grafen von Wildberg zur Hälfte an die Grafen von Henneberg und zur anderen an das Hochstift Würzburg. Großbardorf gehört fortan zum würzburgischen Amt Wildberg. 1586 fällt auch der hennebergische Teil im Rahmen des Schleusinger Vertrags an das Hochstift Würzburg.

Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Großbardorf 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung Jahr1961197019871991199520002005201020152020Einwohner83988387696698610041013928894912 Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 895 auf 865 um 30 Einwohner bzw. um 3,4 %. 2000 hatte die Gemeinde 1010 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen im Grabfeld. Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 1996 Josef Demar (* 1954)(CSU).

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus dem ersten Bürgermeister und den Gemeinderatsmitgliedern. Die acht Gemeinderatsmitglieder werden seit Mai 2020 von folgenden Gruppierungen gestellt: Großbardorfer Liste 1: 4 Sitze Großbardorfer Liste 2: 4 Sitze

Wappen

Kommunale Allianz Die Gemeinde ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bau- und Bodendenkmäler

Sport Der Fußballverein TSV Großbardorf spielte in der Saison 2008/09 in der Fußball-Regionalliga Süd und tritt seit 2009 in der fünftklassigen Bayernliga an. Die U17 der Großbardorfer spielt in der Regionalliga.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik 293 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort und 427 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Wohnort. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 17 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 722 ha, davon waren 638 ha Ackerfläche und 84 ha Dauergrünfläche. In der Gemarkung Großbardorf befinden sich wertvolle Biotoptypen wie ein Niederwald mit 140 ha Fläche, Streuobst mit 26 ha und Magerrasen mit 20 ha.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2022): Eine Kindertageseinrichtung mit 50 Plätzen und 47 Kindern Irena-Sendler-Schule, Außenstelle des Sonderpädagogischen Förderzentrums Hohenroth

Persönlichkeiten Julius Emes (* um 1580; † nach 1629), Bildhauer und Bildstockmeister, lebte um 1614 in Großbardorf Johann Nepomuk Endres (* 15. Januar 1730 in Großbardorf; † 4. Mai 1791 in Würzburg), Theologe und Jurist

Weblinks

Gemeinde Großbardorf

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld Kategorie:Ersterwähnung 789 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld