mini|Franz Rogowski auf der Berlinale 2018 Franz Rogowski (* 2. Februar 1986 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Der Sohn eines Kinderarztes und einer Hebamme wuchs in einem bürgerlichen Umfeld in Tübingen auf. Sein Großvater mütterlicherseits ist der frühere BDI-Präsident Michael Rogowski. Franz Rogowski arbeitete u. a. als Fahrradkurier und Antiquariatsgehilfe, besuchte eine Schweizer Clownschule und machte eine Tanzausbildung.Moritz von Uslar: Ein Mann mit Katzenaugen. In: Die Zeit, 4. Januar 2018, Nr. 2, S. 40. (Online-Version) Seit 2007 ist er in der freien Theaterszene unterwegs. Er trat als Tänzer wie auch als Choreograf und Schauspieler an diversen Bühnen in Erscheinung, so z. B. am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus Hannover oder an der Schaubühne am Lehniner Platz.

Rogowski hat von Geburt an eine Lippenspalte, die operativ geschlossen wurde. Deshalb lispelt er leicht beim Sprechen. Er wurde vom Berliner Regisseur Jakob Lass als Kinoschauspieler entdeckt. Lass setzte ihn in Frontalwatte (2011) und im preisgekrönten Love Steaks (2013) jeweils für die männliche Hauptrolle ein. 2015 folgte die Mitwirkung am Berlinale-Wettbewerbsbeitrag Victoria unter der Regie von Sebastian Schipper. Mit der Spielzeit 2015/16 wurde der autodidaktische Schauspieler festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.

2017 war Rogowski als Sohn von Anne Laurent, dargestellt von Isabelle Huppert, in Michael Hanekes Spielfilm Happy End zu sehen, der bei den 70. Internationalen Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt wurde. 2018 folgten Hauptrollen in den Kinoproduktionen Lux – Krieger des Lichts von Daniel Wild, In den Gängen von Thomas Stuber und Transit von Christian Petzold. Die beiden letztgenannten Filme erhielten Einladungen in den Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo Rogowski eine Ehrung als deutscher „Shooting Star“ zuteilwurde. Im selben Jahr gewann Rogowski den Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller für In den Gängen.

2020 arbeitete Rogowski mit Christian Petzold und Paula Beer an dem Spielfilm Undine zusammen. 2023 schaffte es der Film mit ihm in der Hauptrolle Lubo in den Wettbewerb von Venedig.Lubo bei labiennale.org Für seine Hauptrolle in Ira Sachs’ Beziehungsdrama Passages (2023) gewann er den New York Film Critics Circle Award und wurde für den Independent Spirit Award nominiert.Kimberly Nordyke: Film Independent Spirit Awards: Full List of Nominees. In: hollywoodreporter.com, 5. Dezember 2023 (abgerufen am 5. Dezember 2023).

Franz Rogowski lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl) 2007: Theater Zagreb, Almoust, Choreografie Sanja Tropp (Gewinner des Wettbewerbs – International platform for young choreographers, Zagreb) 2008: als Schauspieler & Choreograph in „Almoust you“ in Zusammenarbeit mit der filmArche, Berlin 2009: Schaubühne Berlin, „Megalopolis“, R: Constanza Macras / Dorky Park 2009: Hebbel am Ufer, „The spontaneous sculpture of the poo“, R: Johannes Dullin 2010: Hebbel am Ufer, „because of the situation“, R: Kerstin Lenhard / Sabine Zahn 2010: Hebbel am Ufer, „the pecision of the freedom“, R: Johannes Dullin 2011: Schaubühne, „protect me“, R: Falk Richter 2011: auf Tour mit Banality Dreams, Constanza Macras / Dorky Park, Falk Richter / Anouk van Dijk 2011: Theatre National Brüssel, „PlayLoud“, R: Falk Richter 2011: Thaliatheater Hamburg / Salzburger Festspiele, Faust, R: Nicolas Stemann 2012: Ballhaus Ost, „Rambo“, R: Florian Loyke / Das Helmi 2012: Tanzfabrik Berlin, Uferstudios / Thalia Theater Hamburg, „Friktion“, R: Franz Rogowski 2012: Theater Oberhausen„Magnet der Affen“, Regie: Florian Loyke / Das Helmi 2012: Auf Tour und am Haus mit Nicolas Stemann am Thaliatheater und Falk Richter / Anouk van Dijk 2013: Radialsystem Berlin & Schauspielhaus Basel, Votre Faust / Henry Pousseur, R: George Delnon / Alienor Dauchez 2013: Thalia Theater Hamburg, Schaubühne Berlin und freie Produktionen auf Tour in Europa 2013: Tanzfabrik Berlin / Uferstudios, B27, R: Franz Rogowski 2013: Kampnagel-Hamburg, schwarz/weiss, R: MeineDamenundHerren 2013: Schauspielhaus Hannover , „Terminator 2“, Regie: Florian Loycke / Das Helmi 2013: Maxim Gorki Theater Berlin, n. n., R: Falk Richter 2014–15: Schaubühne Berlin, for the disconnected child, R: Falk Richter 2015: Münchner Kammerspiele, Rocco und seine Brüder, R: Simon Stone

Auszeichnungen 2013: Förderpreis Neues Deutsches Kino – Schauspiel für Love Steaks (gemeinsam mit Lana Cooper) 2014: Darstellerpreis beim Evolution International Filmfestival Mallorca für Love Steaks 2018: Shooting Star der European Film Promotion (Berlinale 2018)orf.at: Franz Rogowski wird Shootingstar der 68. Berlinale. Artikel vom 19. Dezember 2017, abgerufen am 19. Dezember 2017.. Abgerufen am 19. Dezember 2017. 2018: Deutscher Filmpreis für In den Gängen (Beste männliche Hauptrolle) 2018: Günter-Rohrbach-Filmpreis – Preis des Oberbürgermeisters für In den Gängen und Transit. Artikel vom 2. November 2018, abgerufen am 3. November 2018. 2019: Ulrich-Wildgruber-PreisUlrich-Wildgruber-Preis für Franz Rogowski, nachtkritik.de vom 17. Januar 2019, abgerufen am 19. Januar 2019. 2021: Best Actor im Fantastic Fest Competition (Austin) für Freaks Out und Luzifer 2021: Best Actor in Official Fantastic Section im Sitges Filmfest für LuziferSitges Fantastic Film Festival: Double win for LUZIFER bei austrianfilms.com 2022: Deutscher Schauspielpreis in der Kategorie Schauspieler in einer dramatischen Hauptrolle für Große Freiheit 2023: New York Film Critics Circle Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für PassagesTweet bei twitter.com/nyfcc, 30. November 2023 (abgerufen am 30. November 2023).

Literatur (Auswahl)

2026: Milena Bürki. Zwischen den Reihen. in: arte Magazin 02/26: S. 28–29

Weblinks

Franz Rogowski bei der Agentur Players

Einzelnachweise

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