Peter Köhncke (* 29. April 1935 in Schwerin) ist ein deutscher Schauspieler.

Köhncke war ab 1957 an vielen Bühnen der DDR tätig, darunter in Eisleben, Bautzen, Altenburg und Greifswald. Anschließend arbeitete er freischaffend. Sein Fernsehdebüt gab er 1964 als Graf von Stauffenberg in dem Fernsehspiel Das Attentat. In dem Kinofilm Der Dritte spielte er neben Jutta Hoffmann den Dozenten Bachmann.Frank-Burkhard Habel, Volker Wachter: Das große Lexikon der DDR-Stars. Die Schauspieler aus Film und Fernsehen. Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-391-8, S. 198.

Der alleinerziehende Witwer stellte 1989 einen Ausreiseantrag und nahm nach seiner Übersiedlung aus der DDR in die Bundesrepublik zunächst ein Engagement am Ernst-Deutsch-Theater an, das er aufgrund von Vorwürfen, er sei Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR gewesen, schnell wieder verlor. Seitdem erhielt er keine weiteren Engagements als Schauspieler. Laut Angaben der „Birthler-Behörde“ wurden in den Akten keine Hinweise auf eine Zusammenarbeit mit dem MfS gefunden.Simone Schmollak: Der gebrochene Held, taz, 22. Januar 2009.

Filmografie 1964: Revolution am Telefon – Eine Dokumentation zum 20. Juli 1971: Rottenknechte (Fernsehfilm) 1971: Kriminalfälle ohne Beispiel – Tod eines Millionärs (Fernseh-Dreiteiler) 1971: Der kleine und der große Klaus 1972: Kriminalfälle ohne Beispiel – Der Fall Brühne/Fehrenbach (Fernsehfilm) 1972: Der Dritte 1972: Der Adjutant (Fernsehfilm) 1972: Das 109. Experiment (Fernsehfilm) 1972: Seegeschichten (Fernsehfilm) 1972: Die große Reise der Agathe Schweigert (Fernsehfilm) 1972: Polizeiruf 110: Minuten zu spät (Fernsehreihe) 1973: Polizeiruf 110: Alarm am See 1973: Reife Kirschen 1973: Die Hosen des Ritters von Bredow 1974: Der Sandener Kindesmordprozeß (Fernsehfilm) 1974: Polizeiruf 110: Der Tod des Professors 1974: Die Frauen der Wardins (Fernseh-Dreiteiler) 1975: Das unsichtbare Visier: Ein merkwürdiger Anschlag / Das Geheimnis der Masken (Fernsehfilm) 1975: Lotte in Weimar 1976: Requiem für Hans Grundig (Fernsehfilm) 1976: Sein letzter Fall (Fernsehfilm) 1976: Nelken in Aspik 1976: Beethoven – Tage aus einem Leben 1977: Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus 1978: Eine Handvoll Hoffnung 1978: Brandstellen 1978: Gefährliche Fahndung (Fernsehfilm) 1978: Fleur Lafontaine 1980: Levins Mühle 1981: Der Staatsanwalt hat das Wort: Das zweite Gesicht (Fernsehreihe) 1982: Hotel Polan und seine Gäste (Fernsehfilm) 1983: Martin Luther (Fernsehfilm) 1986: Rund um die Uhr: Der fliegende Holländer (Fernsehfilm) 1987: Sansibar oder Der letzte Grund (Fernsehfilm) 1987: Liane 1989: Vera – Der schwere Weg der Erkenntnis (Fernsehfilm)

Theater (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1962: Erwin Strittmatter: Die Holländerbraut (sowjetischer Kreiskommandant) – Regie: Walter Niklaus 1962: Viktor Rosow: Die ewig Lebenden (Stepan) – Regie: Walter Niklaus 1963: Johann Nestroy: Der böse Geist Lumpacivagabundus (Feenjüngling/Fassel, Oberknecht im Brauhaus) – Regie: Horst Ludwig 1963: Calderon de la Barca: Der Richter von Zalamea (Soldat) – Regie: Klaus Martin Boestel 1963: Gebrüder Grimm: Das tapfere Schneiderlein (Ehrentreu, ein Reiter) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner

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Einzelnachweise

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