Mallersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzhofen im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern.
Geographische Lage Der Weiler befindet sich ungefähr 5 Kilometer südwestlich von Schwarzhofen zwischen den Bergen Steinriegel und Bürschling inmitten eines ausgedehnten Waldgebietes auf dem Westhang eines Höhenrückens, der sich nordöstlich des Auerbachs in Nordwest - Südostrichtung zwischen Schwarzach und Geratshofen hinzieht. Er wird von folgenden Bergen gebildet (von Nord nach Süd): Stabberg (465 m), Herzogberg (516 m), Tannenberg (535 m), Buchenberg (526 m), Atlasberg (568 m), Steinriegel (541 m) und Bürschling (496 m).
Geschichte Mallersdorf (auch Neulinstorf (?), Neunlestorf (?), Mollerstorf) wurde 1285 und 1326 im Urbar erwähnt.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 279
In den Musterungsregistern wurden für Mallersdorf 1522, 1572 je drei Mannschaften erfasst, 1661 nach Ende des Dreißigjährigen Krieges fünf Mannschaften.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 111,115
1622 wird der Ort mit einem Gut, einer Sölde und zwei Inwohnern aufgeführt.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 279
Für den Zeitraum von 1631 bis 1762 ist Mallersdorf immer zusammen mit dem benachbarten Geratshofen verzeichnet, so dass nur die Summen für diese beiden Dörfer verfügbar sind: 1631: ein Hof, zwei Güter, ein Häusel, ein Inwohner (Hütmann), 17 Rinder und zwei Schweine 1661: ein Hof, zwei Güter, ein Häusel, ein Inwohner (Hütmann), 19 Rinder, drei Schweine und 5 Ziegen 1762: 7 Anwesen, ein Nebenhäusl, ein Hüthaus, 6 Inwohner (darunter zwei Tagwerker und ein Hüter), 13 HerdstättenWilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 279
Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mallersdorf drei Anwesen, eins davon zum Kloster Walderbach grundbar.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 85
Entsprechend einer Verordnung von 1808 wurde das Landgericht Neunburg vorm Wald in 55 Steuerdistrikte unterteilt. Der Steuerdistrikt Grasdorf bestand aus den Ortschaften Demeldorf, Geratshofen, Grasdorf, Höfen bei Grasdorf und Mallersdorf. Mallersdorf hatte zu dieser Zeit drei Anwesen und 23 Einwohner.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 333, 358, 443
1820 wurden Ruralgemeinden gebildet. Dabei entstand die Ruralgemeinde Demeldorf, die aus den Ortschaften Demeldorf mit 7 Familien, Geratshofen mit 7 Familien, Grasdorf mit 6 Familien, Höfen bei Grasdorf mit drei Familien und Mallersdorf mit vier Familien bestand.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 417
Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Mallersdorf als Teil der Pfarrei Schwarzhofen mit 6 Häusern und 33 Einwohnern aufgeführt.Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 375 Durch die Eingliederung der Gemeinde Demeldorf in die Gemeinde Schwarzhofen 1960 gelangte auch Mallersdorf dorthin.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 433 Am 31. Dezember 1990 hatte der Ort 50 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Schwarzhofen.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 668
Literatur Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9
Einzelnachweise
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Kategorie:Geographie (Schwarzhofen) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Ersterwähnung 1285