Michael Duncan Clark (* 2. Juli 1962 in Aberdeen) ist ein schottischer Tänzer und Choreograf.
Leben Michael Clark lernte als Kind den Scottish Country Dance. Er studierte von 1975 bis 1979 Ballett an der Royal Ballet School in London. Seine Bühnenkarriere begann er 1979 beim Ballet Rambert, wo er in Produktionen von Richard Alston mitwirkte. Clark besuchte bei Merce Cunningham einen Sommerkurs, arbeitete mit John Cage und wechselte 1981 nach New York City zur damaligen „punk princess“ des Tanzes Karole Armitage.Liz Jobey: Michael Clark: ‘Extreme is good for me’, Financial Times, 15. November 2013. 1984 gründete er seine eigene Truppe Michael Clark and Dancers, mit der er in den nächsten 25 Jahren vierzig Stücke produzierte.
Clark arbeitete für viele Häuser und Gruppen: Ballet de l’Opéra de Paris und dessen Recherche-Gruppe, das Scottish Ballet und das English National Ballet. Wegen eines Drogenentzugs musste er zwischen 1995 und 1998 als Tänzer pausieren. Seit 2005 arbeitet er am Barbican, begann dort mit einem dreijährigen Strawinsky-Projekt und choreographierte für seine Truppe Apollon musagète, Le sacre du printemps und Les Noces. Er wirkte 1989 in Peter Greenaways Film Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber mit, schrieb 1991 die Choreografie für Greenaways Prospero's Books und spielte selbst den Caliban.
Clark arbeitet mit der Musik u. a. von David Bowie, Wire, Laibach, Iggy Pop, Lou Reed und The Fall und arbeitete mit Künstlern und Designer wie Sarah Lucas, Peter Doig und Leigh Bowery zusammen. 2012 Biennial Residencies. Michael Clark in Residence March 14–April 8, bei Whitney Museum of American Art. Sein Werk wird dem Post-Punk zugerechnet.Martha Bremser; Lorna Sanders (Hrsg.): Fifty contemporary choreographers. London : Routledge 2011. Clark bringt neben seinen professionellen Tänzern Laiendarsteller auf die Bühne, auch seine eigene Mutter trat 1994 bei ihm auf. Clarks Arbeit fußt auf seiner Ausbildung im klassischen Ballett und speziell auf der Cecchetti-Methode, deren Beherrschung er auch in seiner Truppe fordert.
Clark produzierte 2010/11 im Tate Modern, 2012 war er Artist in Residence im Whitney Museum of American Art in New York City und zeigte dort Who's Zoo? mit der Musik von Jarvis Cocker.Gia Kourlas: Do Not Feed or Annoy the Dancers, New York Times, 1. April 2012. 2014 erhielt Clark den Aachener Innovationspreis Kunst, der mit 10.000 Euro dotiert ist und von der Peter und Irene Ludwig Stiftung vergeben wird.Innovationspreis an Choreograph Michael Clark übrreicht, Aachener Zeitung, 24. März 2014.
Für seine Verdienste um den Tanz wurde Clark 2014 von Königin Elisabeth II. als Commander des Order of the British Empire (CBE) ausgezeichnet.
Choreografische Werke
Literatur Martha Bremser; Lorna Sanders (Hrsg.): Fifty contemporary choreographers. London : Routledge 2011, ISBN 978-0367376765 Suzanne Cotter, Michael Bracewell, Stephanie Jordan: Michael Clark. London : Violette Editions 2011, ISBN 9781900828338 Florence Ostende: Michael Clark: Cosmic Dancer. München : Prestel 2020, ISBN 978-3791359847
Weblinks
Michael Clark Company Homepage
Einzelnachweise
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