Das Amtsgericht Schrobenhausen war ein von 1879 bis 1973 bestehendes bayerisches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in der Stadt Schrobenhausen.
Geschichte Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurde ein Amtsgericht zu Schrobenhausen errichtet, dessen Sprengel aus dem vorherigen Landgerichtsbezirk Schrobenhausen gebildet wurde. Es umfasste daher die Gemeinden Adelshausen, Alberzell, Aresing, Berg im Gau, Brunnen, Deimhausen, Diepoltshofen, Edelshausen, Freinhausen, Gachenbach, Gerolsbach, Grimolzhausen, Hirschenhausen, Hohenried, Hohenwart, Hörzhausen, Klenau, Klosterberg, Koppenbach, Langenmoosen, Lauterbach, Malzhausen, Mühlried, Peutenhausen, Pobenhausen, Rettenbach, Sandizell, Sattelberg, Schrobenhausen, Seibersdorf, Singenbach, Steingriff, Strobenried, Volkersdorf, Waidhofen, Wangen, Weichenried, Weilach und Weilenbach umfasste.Königlich Allerhöchste Verordnung vom 2. April 1879, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend (GVBl. S. 400)Landgericht Schrobenhausen. In: Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Ackermann, München 1877, Sp. 285–292.
Am 1. August 1927 wurde die Gemeinde Volkersdorf vom Amtsgerichtsbezirk Schrobenhausen abgetrennt und dem Amtsgerichtsbezirk Pfaffenhofen zugeteilt.Verordnung über die Änderung von Gerichtsgrenzen vom 4. Juli 1927 (GVBl. S. 232)
Übergeordnete Instanz war bis zum 1. April 1932 das Landgericht Neuburg an der Donau im Oberlandesgerichtsbezirk Augsburg, danach das Landgericht Augsburg im Oberlandesgerichtsbezirk München.Verordnung zur Ausführung des § 45 Abs. II der Verordnung zum Vollzuge des Staatshaushalts vom 30. Oktober 1931 vom 15. Februar 1932 (GVBl. S. 66)
Als das Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) am 1. Juli 1973Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) vom 25. April 1973 (GVBl S. 189) in Kraft trat, wurde das Amtsgericht Schrobenhausen aufgehobenGesetzentwurf der Staatsregierung über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) vom 14. Februar 1973, LT-Drs. 7/3763 (PDF; 1,4 MB) und sein Bezirk wie folgt aufgeteiltVerordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971 (GVBl. S. 495): die Gemeinden Alberzell, Freinhausen, Gerolsbach, Hirschenhausen, Hohenwart, Klenau, Klosterberg, Koppenbach, Seibersdorf, Singenbach, Strobenried und Weichenried kamen als Bestandteil des neuen Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm zum Amtsgericht Pfaffenhofen an der Ilm, die Gemeinde Grimolzhausen wurde, da zum Landkreis Aichach-Friedberg gehörend, dem Amtsgericht Aichach zugewiesen und die restlichen Gemeinden wurden als Teil des nunmehrigen Landkreises Neuburg-Schrobenhausen dem Amtsgericht Neuburg an der Donau zugewiesen.
Einzelnachweise
Schrobenhausen Kategorie:Bauwerk in Schrobenhausen Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1973