asch-Scharīf ar-Radī (, ; eigentlich ; * um 970 in Bagdad; † 1016Lebensdaten nach DNB. – Andere Angaben sind 969/970 bzw. 26. Juni 1015.), auch bekannt als Scharif Razi, war ein schiitischer Theologe und Dichter. Sein Vater stammte von Kazim, dem 7. Imam der Schiiten, ab und seine Mutter vom 4. Imam Ali ibn Husain.english.tebyan.net: Der Gelehrte und Korankommentator asch-Scharīf al-Murtadā ist sein älterer Bruder. Er war einer der Schüler Scheich Mufids. mini|Schrein des Sayed Radi
In Bagdad hatte er die Funktion des Obmanns (naqīb) der Aliden inne.Halm: Die Schia. 1988, S. 64
Scharif Radhi schrieb verschiedene Werke über den Islam und die Interpretation des Korans. Sein berühmtestes Werk ist das Nahdsch al-Balāgha, eine Zusammenstellung von Aussprüchen und Reden Imam Alis.Das Werk wurde von Abdülbaki Gölpınarlı ins Türkische (Nehc'ül Belaga, 1972) und von Fatima Özoğuz ins Deutsche (Bremen: M-haditec, zwei Bände) übersetzt.
Er gründete eine Schule namens Dar al-ʿIlm (, wörtlich „Haus der Wissenschaft“), worin er viele Schüler ausbildete, von denen einige später selbst Gelehrte wurden.
Werke (Auswahl) Nahdsch al-Balāgha (Pfad der Eloquenz) Kitab al-Mutaschabih fi l-Qur’an (Buch des Mehrdeutigen im Koran) Madschazat al-Athar an-nabawiyya (Die Spuren der Wunder des Propheten) Talchis al-Bayan ʿan Madschazat al-Qur’an (Zusammenfassung der Erläuterung der Wunder des Koran) Kitab al-Chasa’is (Buch der Charakteristiken)
Literatur Heinz Halm: Die Schia. 1988. Muhammad Ibrahim Nejad: Ash-Sharīf Ar-Radī: the Compiler of Nahj al-Balāghah (The Path of Eloquence). Translated from the Persian with annotations and an introduction by Sayyid Hussein Alamdar. Ansariyan Publications. Ghom (Teilansicht online unter islamic-laws.com; vgl. en.icnc.ir) (ein aus zwölferschiitischer Perspektive verfasstes Werk)
Einzelnachweise und Fußnoten
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