Die Methodist Church in the Caribbean and Americas (deutsch: Methodistische Kirche in der Karibik und Lateinamerika) ist eine autonome Konferenz der Methodistischen Kirche in der Karibik und Mittelamerika. Sie hatte 2006 etwa 62.000 Mitglieder.9. Vollversammlung des Weltkirchenrates 2006 in Porto Alegre: Handbook of Member Churches.
Geschichte Die Anfänge des Methodismus gehen in das Jahr 1759 zurück, als der antiguanische Pflanzer Nathaniel Gilbert, Rechtsanwalt und Vorsitzender des , von einer Englandreise zurückkehrte, auf der er John Wesley, den Begründer der methodistischen Glaubenspraxis, kennengelernt hat (daher auch Wesleyanische Kirche), und zu missionieren begann. Um 1774, als Gilbert starb, gab es etwa 200 Methodisten. 1778 kam der Prediger John Baxter nach Antigua, 1784 wurde er von der zum Vorsteher der Antiguanischen Methodisten ernannt. 1783 wurde in St. John’s die erste Methodistische Kapelle errichtet, sie hatte schon 2000 Plätze. In den 1780ern begann sich der Glauben auch auf die anderen Karibikinsel auszubreiten, so kamen 1786 weitere britische Pastoren nach Antigua, St. Kitts and St, Vincent.
Die Methodisten waren besonders in der Armenmission engagiert und nahmen sich der farbigen Sklaven an, während die anglikanische noch bis in das späte 19. Jahrhundert primär die Kirchen der Weißen Siedlerfamilien war, und die presbyterianische die der Freibeuter. Der Anglikanismus zeigte auch nach Abschaffung der Sklaverei mancherorts noch länger Standesdünkel.History of Methodism in Antigua. methodistchurchantigua.org
Besonderes Augenmerk der Methodisten lag auf Schulbildung, 1812 wurde im heutigen Bethesda (Antigua) die erste Schule für Sklavenkinder in der Karibik errichtet. Die Wesleyaner führten bis in das mittlere 20. Jahrhundert zahlreiche Dorfschulen.
Um 1850 etwa war der Methodismus in Antigua mit 3000 Anhängern hinter dem Anglikanismus (knapp 7000) und den Herrnhuter Brüdergemeinen (, knapp 5000) die drittgrößte Glaubensgemeinschaft.Census 1856; nach
1884 wurde zwei gebildet, und versucht, von der , die die Mutterkirche war, unabhängig zu werden.
Im Mai 1967 wurde eine autonome Methodistische Kirche für die Karibik und die angrenzenden Gebiete beider Amerikas gegründet. 1971 wurde das Seelsorgegebiet der Kirche in 8 Districts (Diözesen) aufgeteilt. mcca-southcaribbean.org 1973 beteiligten sich die Methodisten in der Karibik an der Gründung des . 1997 erfolgte eine Reform der Kirchenverfassung zur Stärkung der regionalen Strukturen.
Organisation Basis der Kirche sind die , die Kirchgemeinden der Gläubigen. (Pastor, Pfarrer, Amtstitel ) betreuen meist mehrere Gemeinden. mccalive.org Im Prinzip sind die Gemeinden (älter ) noch einmal in Zirkeln in der Art von Schulklassen organisiert (), in denen besonders enger Kontakt gepflegt wird. Diese Form, die in die Frühzeit des Methodismus zurückgeht, wird heute kaum mehr praktiziert.Class Structure – The Methodist Class System – An Instrument of Survival. methodistchurchantigua.org
Die unterste administrative Ebene bilden die (Kirchensprengel), denen ein , einer der Pastoren, seelsorgerisch vorsteht. Verwaltungsgremien sind und .
Leiter der 8 ist ein (was etwa einem Bischof entspricht).Teils nennen sich die auch . Leitungsorgan ist die .1997 bekamen die größere Verantwortung, damit wurde auch die in und der Leiter von in umbenannt. mccalive.org
Die Gesamtkirche wird analog von einer gemeinsamen Konferenz geleitet, der als Oberhaupt der Kirche, der ein vorsteht. mccalive.org Aktuell ist das Rev. George MacD. Mulrain. mccalive.org Die Konferenz ist paritätisch von Laien und Klerikern besetzt. Der ist ausübendes Organ.
Derzeit hat die 700 und um die 170 Pastoren.
Liste der Districts Ang. … Angehörige (entspricht nicht der Mitgliederzahl) S/C … Seit … Beginn der Mission
Conference Länder Ang. Sitz S/C Seit Bahamas/Turks and Caicos Islands District (BTCI) btcicmcca.org – dzt. nicht erreichbar (3/2014) , 9/8 Belize/Honduras District , 7/7 Guyana District mccalive.org 20.000 Georgetown 6 Haiti District (Eglise Méthodiste d’Haiti) 30.000 Mary Beth Coudal, gbgm-umc.org; abgerufen am 23. März 2014. 11 1817Leslie John Griffiths: A History of Methodism in Haiti 1817-1916. Diplomarbeit, University of London School of Oriental and African Studies, 1986. Jamaica District jamaicamethodist.org 60.000 Kingston 33/27 1789 jamaicamethodist.org Leeward Islands District mcca-lid.org; dzt. nicht erreichbar (3/2014) ,Methodist Church of Antigua & Barbuda. methodistchurchantigua.org , , , , , St. John’s (ATG) 16/15 1759/60 (Antigua) Panama/Costa Rica District ,dort auch die United Methodist Church (USA) ansässig die Methodist Church of Costa Rica ist ein Ableger der Methodist Episcopal Church in the United States. 11.000 5/5 um 1820 (Panama) South Caribbean District mcca-southcaribbean.org , , , , Bridgetown (BRB) 11/10 1787 (St.Vincent) mcca-southcaribbean.org
Aktivitäten Die Kirche ist heute primär in der örtlichen Seelsorge tätig, seit das Führen von Schulen durch den Ausbau des staatlichen Schulwesens im Raum weggefallen ist.
Sie ist mit der Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church) und der in den USA eng verbunden. Sie ist in der Ökumene engagiert und im (WMC, Weltrat methodistischer Kirchen) vertreten, und seit 1967 im (Ökumenischen Rat der Kirchen, /ÖRK).
Weblinks mccalive.org
Einzelnachweise Methodist Church in the Caribbean and the Americas. World Council of Churches, oikoumene.org → Mitgliedskirchen, abgerufen am 22. März 2014. mccalive.org;die frühe Geschichte ausführlicher Our history. methodistchurchantigua.org (4 Teile).
Caribbean and the Americas Methodist Kategorie:Christentum in der Karibik Kategorie:Mitgliedskirche des Ökumenischen Rates der Kirchen Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 1967