10,10′-Oxybisphenoxoarsin – auch OBPA – ist eine organische Arsenverbindung, welche als Biozid-Additiv für Kunststoffe – insbesondere Weich-Polyvinylchlorid (PVC) und Polyurethan (PU) – verwendet wird. 200–500 ppm reichen bereits für einen guten Schutz aus. OBPA wird aufgrund seiner Toxizität nur noch von Akcros und Rohm and Haas (heute Dow Chemical) hergestellt und zunehmend durch Isothiazolinone ersetzt,Martin Bonnet: Kunststoffe in der Ingenieuranwendung: Eigenschaften, Verarbeitung und Praxiseinsatz polymerer Werkstoffe. Vieweg+Teubner Verlag, 2008, ISBN 3-8348-0349-9 (). die allerdings stark sensibilisierend sind.

Die Verbindung wurde 1965 ursprünglich als Fungizid eingeführt. Die Verwendung in der Europäischen Union ist nicht mehr zulässig.. Seit 2016 ist auch der Import von OPBA-behandelten Produkten verboten.

OBPA kann z. B. durch Thiabendazol und ein iodhaltiges Biozid wie Iodocarb oder Diiodmethyl-p-tolylsulfon ersetzt werden.

Einzelnachweise

Kategorie:Arsenhaltiger Heterocyclus Kategorie:Biozid (Wirkstoff) Kategorie:Fungizid Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 19 Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 72 Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 75