mini|Kärntner Landesmuseum mini|Carinthia von 1886 Der Geschichtsverein für Kärnten ist nach eigenen Angaben einer der mitgliederstärksten historischen Vereine Österreichs sowie seit 1863 Herausgeber der ältesten österreichischen wissenschaftlichen Zeitschrift Carinthia, die zugleich die drittälteste deutschsprachige Zeitschrift ihrer Art ist. Seine Sammlungen schufen den Grundstock für das Kärntner Landesmuseum und das Kärntner Landesarchiv. Der aus rund 3000 Mitgliedern bestehende Verein hat seinen Sitz im Gebäude des Landesmuseums in Klagenfurt.

Zielsetzung Das Vereinsmotto ist Alles für Kärnten. Das Vereinsziele sind die Pflege der Geschichte Kärntens, die Vertiefung des Verständnisses für das Werden der historischen Einheit des Landes und die Stärkung des Bewusstseins der Zusammengehörigkeit aller Kärntner.

Geschichte Der Verein wurde 1844 unter der Bezeichnung Historischer Verein für Kärnten gegründet. Die erste Generalversammlung fand am 16. September 1844 statt.Friedrich Hans Ucik: Der Naturwissenschaftliche Verein für Kärnten stellt sich vor. In: Carinthia II. 177./97. Jahrgang, Klagenfurt 1987, S. 20 (). Erster Vorsitzender war Gottlieb von Ankershofen. Ihm folgte von 1860 bis 1897 Max von Moro. Der Verein baute dank zahlreicher Spenden und Erbschaften eine Sammlung auf, die 1884 in Zusammenarbeit mit dem Naturwissenschaftlichen Verein für Kärnten die Stiftung des Landesmuseums erlaubte. Das Gebäude wurde mit Unterstützung der Kärntner Sparkasse errichtet. Namenspate wurde Kronprinz Rudolf. Das Museum wurde zunächst durch die beiden Vereine selbst betrieben und ging erst später an das Land Kärnten über.

1863 übernahm der Verein gemeinsam mit dem Naturwissenschaftlichen Verein für Kärnten die Herausgabe der bis 1811 zurückreichenden Carinthia, deren Herausgabe zu dieser Zeit von der Einstellung bedroht war. 1891 wurde die Carinthia getrennt. Seither ist der Verein alleiniger Herausgeber der geisteswissenschaftlich orientierten Carinthia I, während der Naturwissenschaftliche Verein die Zeitschrift Carinthia II herausgibt.

1974 übertrug der Verein seine Sammlung an das Land. Der Verein gab in der Folge die Sammlertätigkeit auf und sah seinen Schwerpunkt nunmehr auf der Verlagstätigkeit. Daneben bemüht er sich um die Erforschung und Vermittlung der Geschichte Kärntens durch Exkursionen, Stipendien und Forschungspreise.

Direktoren 1844–1860 Gottlieb von Ankershofen 1860–1897 Max von Moro 1997–2022 Claudia Fräss-Ehrfeld seit 2022 Wilhelm Wadl

Ehrenmitglieder

Wilhelm Neumann

Stücke in Vereinsbesitz mini|Federzeichnung aus der Millstätter Handschrift

Millstätter Handschrift, illustrierte frühmittelhochdeutsche Handschrift Klagenfurter Handschrift, eine der ältesten slowenischen Handschriften

Siehe auch Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten

Literatur Rotraud Stumfohl: Die Naturwissenschaftlichen Sammlungen im Landesmuseum Kärnten. Die Entstehung der Naturwissenschaftlichen Sammlungen bzw. Abteilungen, die heute im Landesmuseum Kärnten untergebracht sind, und ihre Entwicklung. In: Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums für Kärnten. Band 2003, Klagenfurt 2004, S. 419–421 (Geschichtsverein S. 419–420, ).

Weblinks Homepage des Geschichtsvereines für Kärnten

Einzelnachweise

Kategorie:Organisation (Klagenfurt am Wörthersee) Kategorie:Geschichtsverein (Österreich) # Kategorie:Vereinsgründung 1844