Die Suzuki GT 380 ist ein Motorrad des japanischen Herstellers Suzuki. Die Suzuki GT 380 wurde als Motorrad mit luftgekühltem Dreizylinder-Zweitaktmotor in den Jahren 1972 bis 1978 gebaut und war als Tourensportler ausgelegt.

Motor Die GT 380 wird von einem luftgekühlten, kolbenkantengesteuerten Dreizylinder-Zweitakt-Motor, der einen vergleichsweise vibrationsarmen Lauf aufweist. Aus 371 cm³ Hubraum leistet er 34 PS (25 kW) bei 7.500/min. Wegen der ab 1977 in Deutschland neu geregelten Versicherungsklassen wurde die Leistung ab 1977 auf 27 PS (20 kW) bei 6.500/min reduziert. Das maximale Drehmoment beträgt 38,5 Nm bei 7.000/min (gedrosselt 29,4 Nm bei 6.000/min).

Die Gemischaufbereitung übernehmen drei Mikuni-Vergasern mit 24 Millimeter Durchlass. Die CCI-Getrenntschmierung arbeitet mit einer Ölpumpe, die Fördermenge wird dabei lastabhängig über die Stellung des Gasdrehgriffes dosiert.

Schrägverzahnte Primärräder übertragen die Motorleistung an ein klauengeschaltetes 6-Ganggetriebe. Die Kupplung ist eine Sechsscheiben-Ölbad-Kupplung. Der Motor wird mit einem Kickstarter gestartet.

Der Motor beschleunigte die 187 Kilogramm (Trockengewicht: 171 kg) schwere GT 380 auf bis zu 160 km/h bei liegendem Fahrer. Der Kraftstoffverbrauch liegt bei 6–7 l/100 km.

Eine Besonderheit der GT 380 sowie deren Schwestermodelle aus der GT-Serie war das so genannte RAM-Air System. Es hat dabei jedoch nichts mit Ram-Air gemein, bei dem Staudruck zur Motoraufladung genutzt wird. Es bestand hier nur aus einem zusätzlichen Kühlkörper auf dem Zylinderdeckel. Der Luftstrom wurde durch die nach dem Einritt konische Form zusätzlich beschleunigt, was zu höherer Kühlleistung und weniger Luftwirbeln führte. Die Kühlung war sehr wirksam und erlaubte eine höhere Leistungsausbeute des Serienmotors.

Fahrwerk Der Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr hatte zusätzlichen Versteifungen am Lenkkopf. Führung und Federung des Vorderrades übernahm eine hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel mit 100 Millimeter Federweg. Das erste Baujahr hatte eine Duo-Duplex-Bremse, die bei den Modellen ab Baujahr 1973 durch eine 290 mm große Scheibenbremse ersetzt wurde. Hinten ist eine Doppelschwinge eingebaut. Trotz Fünffachverstellung und 60 Millimeter Federweg geriet die Hinterradfederung zu hart.

Kritikpunkte und Tipps Die GT 380 verkaufte sich von 1972 bis 1977 mehr als 85.000 mal weltweit. Classic Data gibt den Wert für diesen Motorrad-Oldtimer zwischen 500 und 3.200 Euro an. (Stand 2019) Schwachpunkte sind die Drei-in-Vier-Auspuffanlage. Die Schweißnähte an den Blechen rissen. Die anfänglichen Verbindungsrohre zwischen den Krümmern waren nicht immer dicht. Störanfällig war auch die Lichtmaschine. Hier sind die beiden letzten Modelljahre (A, B) zuverlässiger.Nippon-Classic.de. Abgerufen am 12. Juli 2021

Typenbezeichnungen Bj. 1972: GT 380 J, bei 7500/min, 37 Nm bei 6500/min Bj. 1973: GT 380 K, bei 7500/min, 37 Nm bei 6000/min Bj. 1974: GT 380 L, bei 7500/min, 37 Nm bei 6000/min Bj. 1975: GT 380 M, bei 7500/min, 37 Nm bei 6000/min Bj. 1976: GT 380 A, bei 7500/min, 37 Nm bei 6500/min Bj. 1977: GT 380 B, bei 7500/min, 37 Nm bei 6500/min Bj. 1978: GT 380 C, bei 7500/min, 37 Nm bei 6500/minModellgeschichte und Varianten der GT 380 Abgerufen am 20. März 2014

Literatur Joachim Kuch: Suzuki: Motorräder seit 1970. 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-613-01992-2, Seite 20–21. (Reihe Typenkompass)

Weblinks

Einzelnachweise

GT 0380