NußbachAmtlicher deutschsprachiger Name laut rumänischem Regierungsbeschluss 1415 vom 6. Dezember 2002 (Amtsblatt) (, veraltet Măeruș, Măgheruș, Măghieruș, Alun; siebenbürgisch-sächsisch Nassbich, oder Magyarós) ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Lage Der Ort Măieruș liegt am gleichnamigen Bach (Nußbach), ein linker Zufluss des Olt (Alt), an der Nationalstraße (drum național) DN13 und ist die nördlichste Gemeinde des Burzenlandes, 30 km nördlich von der Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) entfernt.
Geschichte Das Dorf wurde im Laufe der Besiedlung des Burzenlandes durch den Deutschritterorden im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts gegründet (mehr dazu hier).
Der Ort wurde in einem königlichen Privileg, das Kronstadt und den Burzenländern rechtliche Vorteile zusprach, unter der Bezeichnung villa nucum im Jahre 1377 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Bevölkerung mini|hochkant|Östliche Ansicht Nußbachs 1869 lebten in Nußbach 915 Siebenbürger Sachsen, 514 Rumänen und 40 Bewohner anderer Nationalität. 1930 waren es 966 Siebenbürger Sachsen, 410 Rumänen und 249 andere.
Vor der Rumänischen Revolution 1989 lebten noch 635 Sachsen (ca. 35 % der Gesamtbevölkerung) in Nußbach. Nach der Auswanderungswelle der Spätaussiedler in den 1990er Jahren ist die Zahl der Deutschen auf 113 (im Jahr 2002) geschrumpft. Im Jahr 2009 waren noch 102 Mitglieder in der evangelischen deutschen Kirche registriert.Dieter Drotleff: Pfarrer, Kuratoren, Seelenzahlen. In: Allgemeine Deutsche Zeitung. Beilage: Karpatenrundschau, 4. März 2010, S. 3.
Sehenswürdigkeiten Die Kirche birgt eine Orgel von Johannes Prause.
Persönlichkeiten
Georg Tartler (1899–1976), Hygieniker
Siehe auch Liste deutscher und ungarischer Bezeichnungen rumänischer Orte
Weblinks
Măieruș bei ghidulprimariilor.ro Nußbach bei siebenbuerger.de Webdarstellung der Heimatortsgemeinschaft Nußbach
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1377