Bei der Überprüfung der Korrosionswirkung auf Kupfer nach ISO 2160 wird geprüft, wie stark Schmieröle und -fette Kupfer korrodieren. Die Säuren und der Schwefelgehalt im Schmierstoff sorgen für Korrosion, die durch Zusatz eines Metalldeaktivators verhindert wird.

In Deutschland ist die Norm als DIN-Norm DIN EN ISO 2160 veröffentlicht.

Zur Prüfung wird ein geschliffener, polierter und entfetteter Kupferblechstreifen mit dem Schmierstoff bestrichen und anschließend in einem Probengefäß für definierte Zeit bei definierter Temperatur von meist 100 °C eingetaucht. Anschließend wird aus der Anlauffarbe auf dem Teststreifen der Korrosionsgrad beurteilt.

In den Vereinigten Staaten wird nach dem Verfahren ASTM D 130 getestet.

Korrosionsgrad (DIN) Bedeutung Anlauffarben 1 leichte Anlauffarben hell orange, fast genauso wie ein frisch geschliffener Streifen dunkel orange 2 mäßige Anlauffarben weinrot lavendel mehrfarbig mit lavendelblauem und/oder silbernem Belag auf weinrot silbrig messingfarben oder golden 3 starke Anlauffarben magentafarbener Überzug auf messingfarbenem Streifen mehrfarbig mit rot und grün (Pfauenmuster), aber nicht grau 4 Korrosion durchsichtig schwarz, dunkelgrau oder braun mit kaum sichtbarem pfauengrün graphit- oder mattschwarz glänzend oder pechschwarz

Literatur Hans-Jürgen Blanke, Wilfried J. Bartz, Uwe Jens Möller: Expert Praxislexikon Tribologie Plus. 2010 Begriffe für Studium und Beruf, 2. Auflage, Expert-Verlag, Renningen 2000, ISBN 3-8169-0691-5.

Einzelnachweise

Weblinks Korrosionswirkung auf Kupfer Kupferstreifentest (ISO 2160) (abgerufen am 10. September 2018) Korrosion der Baumetalle (abgerufen am 10. September 2018) Technische Hinweise zur Korrosion von Kupferrohren beim Einsatz in Warmwasser - und Zirkulationsleitungen (abgerufen am 10. September 2018) Korrosion und Korrosionsschutz (abgerufen am 10. September 2018)

Kategorie:Messgröße der Verfahrenstechnik Kategorie:Kupfer Kupfer