Heinz Frölich (* 11. Mai 1908 in Gotha; † 14. August 2004 in Purkersdorfzitate.eu) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Heinz Frölich absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Staatlichen Musikhochschule Weimar. Stationen seiner Theaterlaufbahn waren u. a. Bühnen in Berlin, Bern, Düsseldorf, Hamburg und Wuppertal. 1973 nahm er 65-jährig ein Engagement am Wiener Burgtheater an, dem er bis zu seinem Tod angehörte.Der Standard: Heinz Frölich 96-jährig gestorben, abgerufen am 9. Februar 2015

Frölich war in den 30 Jahren seiner Zugehörigkeit zur Burg in über 80 Rollen zu sehen. Noch in der Spielzeit 2003/04 stand er im Alter von 95 Jahren in drei Stücken auf der Bühne: Als Melvil in Maria Stuart, als Valentin in Was ihr wollt von William Shakespeare sowie neben Gusti Wolf in Botho Strauß’ Der Narr und seine Frau heute abend in Pancomedia.

1956 agierte Heinz Frölich in dem Film Joe Hill, der Mann, der niemals starb zum ersten Mal vor der Kamera. Es folgten eine Reihe weiterer Aufgaben in Filmen und Serien wie z. B. John Klings Abenteuer oder Pater Brown. Seine letzte Rolle spielte Frölich 2004 in der Tatort-Folge Der Wächter der Quelle.

Heinz Frölich hatte zeitlebens die deutsche Staatsbürgerschaft, erhielt aber zwei hohe österreichische Auszeichnungen. Er war bis zu deren Tod 1978 mit der Schauspielkollegin Änne Bruck verheiratet.

Auszeichnungen Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

Filmografie (Auswahl) 1956: Joe Hill, der Mann, der niemals starb 1959: Weimarer Pitaval: Der Fall Wandt (Fernsehreihe) 1959: Spuk in Villa Sonnenschein (Fernsehfilm) 1960: Fernsehpitaval: Der Fall Haarmann (Fernsehreihe) 1960: Was wäre, wenn …? 1960: Fernsehpitaval: Der Fall Hugo Stinnes jr. 1960: Fernsehpitaval: Der Fall Hoefle 1961: Fernsehpitaval: Der Fall Denke 1963: Bei uns zu Haus 1963: Kean 1965: Tagträume 1965: John Klings Abenteuer – Der Täter ist bekannt 1966: Hobby 1966: Wechselkurs der Liebe 1966: Der Nachtkurier meldet – Kein Interview mit Rokowksy 1967: Freitag muss es sein 1967: Verräter (Fernseh-Dreiteiler) 1968: Die Wilde 1968: Tragödie auf der Jagd 1970: Pater Brown – Das blaue Kreuz 1970: Recht oder Unrecht – Der Schuß 1974: Die Jagdgesellschaft 1978: Hiob 1980: Maria Theresia 1981: Tarabas 1981: Ringstraßenpalais – Die Spekulanten 1983: Mich wundert, daß ich so fröhlich bin 1984: Weltuntergang 1990: Wilhelm Tell 2001: Blumen für Polt 2004: Tatort: Der Wächter der Quelle (Fernsehreihe)

Theater 1952: Maxim Gorki: Die Feinde – Regie: Fritz Wisten (Theater am Schiffbauerdamm Berlin) 1952: Peter Karvaš: Menschen unserer Straße (Briefträger) – Regie: Gottfried Herrmann (Theater am Schiffbauerdamm) 1954: Leo Tolstoi: Anna Karenina – Regie: Werner Stewe (Volksbühne Berlin)

Hörspiele 1955: Zdzislaw Skowronski/ Josef Slotwinski: Der Geburtstag des Direktors (Kalita, Inspektor) – Regie: Helmut Hellstorff (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1960: Rolf Schneider: Der dritte Kreuzzug oder Die wundersame Geschichte des Ritters Kunifried von Raupenbiel und seine Aventiuren (Connétable) – Regie: Wolfgang Brunecker (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1961: Günter Koch/Manfred Uhlmann: Mordsache Brisson (Gardé) – Regie: Hans Knötzsch (Dokumentation – Rundfunk der DDR) 1961: Rolf Schneider: Prozeß Richard Waverly (Mr. Harrison) – Regie: Otto Dierichs (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann