mini|hochkant|Freiherr Carl Friedrich von Krassow. Freiherr Carl Friedrich von Krassow, häufig auch Karl Friedrich von Krassow (* 16. Dezember 1771 in Stralsund; † 4. März 1856 in Stralsund), war ein schwedischer Oberstleutnant und Ehrenbürger von Stralsund.
Leben Krassow entstammte der freiherrlichen Linie des rügischen Adelsgeschlechts von Krassow. Seine Eltern waren der schwedische Hofmarschall Carl Georg von Krassow (1740–1779), ein Enkel mütterlicherseits des Grafen Johan Lillienstedt, und Jeanette Christiana von Essen (1754–1825), Tochter des Kammerherrn Friedrich Ulrich von Essen. Philipp Christian von Krassow (1771–1808), Kapitän der schwedischen Artillerie, und Friedrich Heinrich von Krassow (1775–1844) waren seine jüngeren Bruder. Karl Reinhold Adolf von Krassow, der Neffe, wurde später der Nacherbe.
1788 begab er sich mit seinem Bruder Philipp Christian (1773–1808)Julius von Bohlen: Geschichte des adlichen, freiherrlichen und gräflichen Geschlechts von Krassow. Teil 1, Berlin 1853, S. 136. an die Universität Göttingen, wo auch sein Bruder Friedrich Heinrich zwei Jahre später sein Studium aufnahm. Alle drei Brüder gingen 1791 gemeinsam nach Lausanne. 1792 unternahmen die Geschwister ebenfalls gemeinsam ihre Kavalierstour, welche sie durch die Schweiz, Turin, Oberitalien, Venedig und Wien führte.
1793 begab sich Krassow mit seinem jüngeren Bruder Friedrich Heinrich nach Stockholm und trat mit diesem als Cornett in die Leibgarde zu Pferde ein. Im Jahre 1800 avancierte er zum Rittmeister und wurde dem Befehl seines Onkels, Hans Henrik von Essen, unterstellt. 1802 wurde er zu dessen Flügeladjutanten ernannt. 1807, nach dem Frieden von Tilsit, erhielt Krassow seinen Abschied im Rang eines Oberstleutnants.
Krassow wurde sowohl mit dem schwedischen Schwertorden, als auch mit dem Königlich Preußischer St. Johanniter-Orden und dem Roten Adlerorden 2. Klasse geehrt.
Krassow war aus väterlichem Erbe Herr auf Pansevitz. Von 1806 bis 1829 besaß er auch Saatel und Martenshagen. Nach Vergleich mit seinen Geschwistern erhielt er 1825 auch die Güter Falkenhagen und Hankenhagen. Das Gut Gagern verkaufte er ebenfalls im Jahre 1829.
Am 15. März 1854 kam an ihn die Verleihung15. März 1854 (165), In: Hansestadt Stralsund (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch. 2020. 1.3. Jahrestage historischer Ereignisse. In: Kommunalstatistische Hefte. PDF, Stralsund 16. Dezember 2020. des (ersten) Ehrenbürgerbriefes Stralsunds wegen „Verdienste um Stadt und deren Bevölkerung“.
Literatur No. 116. Carl Friedrich Freiherr von Krassow, In: Julius von Bohlen: Geschichte des adlichen, freiherrlichen und gräflichen Geschlechts von Krassow. Teil 1. F. Schneider & Comp., Berlin 1853, S. 134–136. 697. Herren, Freiherren und Grafen von Krassow, In: Karl Hopf: Historisch-Genealogischer Atlas seit Christi Geburt bis auf unsere Zeit. Abt(h)eilung I: Deutschland. Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1866, S. 14–15. Carl Fredrik friherre von Krassow, In: Friherrliga ätten von Krassow nr 315 † auf Adelsvapen.com (schwedisch = Gustaf Elgenstierna: Den introducerade svenska adelns ättartavlor. Stockholm 1925–1936.)
Quellen Stralsundwiki.de/Index: Carl von Krassow Carl von Krassow
Weblinks Hansestadt Stralsund
Einzelnachweise
Kategorie:Freiherr Kategorie:Oberstleutnant (Schweden) Kategorie:Kavallerist (Schweden) Kategorie:Träger des Schwertordens Kategorie:Träger des Königlich Preußischen St. Johanniterordens Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Ehrenbürger von Stralsund Kategorie:Geboren 1771 Kategorie:Gestorben 1856 Kategorie:Mann