Al-Ahkām al-chamsa () sind ein Konzept der islamischen Rechtswissenschaft (fiqh), das zur normativen Einstufung beziehungsweise Bewertung menschlicher Handlungen verwendet wird. Die fünf Kategorien zeigen den jeweiligen Grad der Verpflichtung (Taklīf) an.
Die fünf Kategorien, in die die menschlichen Handlungen eingeteilt werden, sind: obligatorisch (farḍ oder wāǧib), empfohlen (mandūb), oder auch „erwünscht“ (mustaḥabb) bzw. sunna, erlaubt (ḥalāl oder mubāḥ), verpönt (makrūh), verboten (ḥarām oder maḥẓūr).
Einer der ersten muslimischen Autoren, bei denen die fünf Kategorien in ihrer Gesamtheit genannt werden, ist ʿAbd al-Qāhir al-Baghdādī (980–1037). Er schreibt in seinem Buch Uṣūl ad-Dīn („Die Grundlagen der Religion“):
Ignaz Goldziher schrieb dazu:
Literatur Kemal Faruki: Al-Aḥkām al-khamsah: the Five Values. In: Islamic Studies, 5/1, März 1966, S. 43–98. Irene Schneider: „Die Terminologie der aḥkām al-ḫamsa und das Problem ihrer Entstehung, dargestellt am Beispiel der šāfiʿitischen adab al-qāḍī-Literatur“; in: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, Supplement VIII, XXIV. Deutscher Orientalistentag vom 26. bis 30. Sep. 1988 in Köln, hrsg. von Werner Diem und Abdoldjavad Falaturi. Steiner, Stuttgart 1990. S. 214–223. Digitalisat
Einzelnachweise
Kategorie:Islamische Rechtstheorie Kategorie:Islamische Ethik