Akai Tori (jap. , dt. „Roter Vogel“) war eine japanische Literaturzeitschrift, die vom Kinderbuchautor Suzuki Miekichi gegründet und von 1917 bis 1936 herausgegeben wurde. Insgesamt wurden bis zum Tode Miekichis 1936 mit dreimaliger kurzer Unterbrechung, etwa 1923 wegen des Kantō-Erdbebens, 196 Ausgaben publiziert. Sie gilt als sehr einflussreich auf die entstehende japanische Kinderliteratur und -musik der Moderne.
Autoren wie Kikuchi Kan, Saijō Yaso, Tanizaki Jun’ichirō, Miki Rofū u. a. veröffentlichten Werke in der Akai Tori. Neben der Akai Tori entstanden mit der Zeitschrift Kin no fune () von Saitō Sajirō 1919 und mit der Dōwa () von Chiba Shōzō 1920 im gleichen Zeitraum zwei weitere Zeitschriften für Kinderliteratur. So wurde auch das von Narita Tamezō vertonte und von Saijō Yaso geschriebene Märchen Kanariya (, etwa: „Kanarienvogel“) erstmals in der Maiausgabe der Akai Tori von 1919 veröffentlicht.
Weitere bedeutsame Werke, die in der Akai Tori erschienen sind: Akutagawa Ryūnosuke Kumo no ito () dt. „Der Faden der Spinne“. Aus dem Japanischen von Heinz Brasch, in: Japan erzählt. Hrsg. von Margarete Donath, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1990 Arishima Takeo Hitofusa no budō () Niimi Nankichi Gon kitsune () dt. „Füchslein Gon – Die rote Kerze – Der Streuner“. Aus dem Japanischen von Christoph Zeller, in: Kleine Reihe der Mori-Ôgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin, Band 61. Berlin 2014
Mit der Akai Tori sind zudem drei Preise verbunden: der Literaturpreis Roter Vogel, der „Akai-Tori-Illustrationspreis“ () und der „Niimi-Nankichi-Jugendliteraturpreis“ ().
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Einzelnachweise
Kategorie:Literatur (Japanisch) Kategorie:Literaturzeitschrift (Japan) Kategorie:Ersterscheinen 1917 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1936 Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Japan)