Als Sonnenbuchstaben () bezeichnet man diejenigen Buchstaben des arabischen Alphabets, die im Hocharabischen beim Aufeinandertreffen mit dem bestimmten arabischen Artikel dessen assimilieren. Die Assimilation des Artikels beschränkt sich dabei allein auf die Aussprache und schlägt sich nicht in der Schrift nieder. Der Name „Sonnenbuchstabe“ leitet sich von dem arabischen Wort „Sonne“ ab, dessen initiales /ʃ/ zu den Konsonanten zählt, die assimiliert werden: vgl. . Das des Artikels wird in der DIN-31635-Umschrift in den Initialkonsonanten des Folgewortes umgewandelt.

miniatur|500px|Das arabische Alphabet mit den Sonnenbuchstaben (in Rot)

Zu den Sonnenbuchstaben zählen 14 Buchstaben, die an der gleichen oder ähnlichen Stelle wie das /l/ gebildet werden (Vorderzungen- oder apikale Konsonanten), nicht jedoch das Dschīm. Dieses und alle anderen Konsonanten assimilieren das /l/ nicht, sie werden als „Mondbuchstaben“ bezeichnet: vgl. .

Alle Sonnenbuchstaben jeweils mit einem Beispiel:

Tāʾ: (die Bildung) Ṯāʾ: (die Revolution) Dāl: (der Staat) Ḏāl: (der Mais, das Atom) Rāʾ: (der Präsident) Zāy: (das Öl) Sīn: (der Zucker) Šīn: (die Sonne) Ṣād: (die Kiste, die Schachtel) Ḍād: (der Gast) Ṭāʾ: (der Tisch) Zā': (der Mittag, der Rücken) Lām: (die Sprache) Nūn: (der Schlaf)

Kategorie:Arabische Schrift Kategorie:Konsonant