mini|links|Dortmunder Stolpersteine
Die Liste der Stolpersteine in Dortmund enthält Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Dortmund verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Dortmund lebten und wirkten.
Die ersten Stolpersteine in Dortmund wurden am 19. Oktober 2005 im Ortsteil Husen verlegt. Sie erinnern an Erich und Kurt Meyer, die in der Husener Str. 63 gelebt hatten. Die Verlegung erfolgte auf Initiative einer Arbeitsgruppe der Hauptschule Husen.
Diese Liste enthält alle 344 bis einschließlich 22. Juni 2021 laut offizieller Liste des Jugendrings der Stadt Dortmund verlegten Steine, sowie 23 weitere, die am 6. Juni 2023 verlegt wurdenReferenz ergänzen., insgesamt 367 Steine.
Am 29. April 2024 wurde in Dortmund der 400. Stolperstein verlegt.
Liste der Stolpersteine Adresse, Bezirk Verlegedatum Person, InschriftBildErgänzungen Adlerstr. 36DO-West Hier wohnteSelman KatzJg. 1895ausgewiesen 1938PolenSchicksal unbekannt rahmenlos rahmenlos|rechts|Arrangement der Steinemini|Gebäude Adlerstr. 36 Hier wohnteSara Katzgeb. ReichJg. 1896ausgewiesen 1938PolenSchicksal unbekannt rahmenlos Hier wohnteKläre KatzJg. 1937ausgewiesen 1938PolenSchicksal unbekannt rahmenlos Adlerstr. 101DO-West Hier wohnteDorothea Pinkusgeb. HirschJg. 1857deportiert 1942Theresienstadttot 31.1.1943 rahmenlos rahmenlos|rechts|Adlerstr. 101mini|Gebäude Adlerstr. 101Dorothea Pinkus flüchtete 1922 aus Posen nach Dortmund und siedelte sich mit ihren beiden Kindern in der Adlerstraße an. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde die Familie terrorisiert. Man drängte Max aus seiner Anstellung als Frisör heraus, worauf er sich am 1. Januar 1936 selbst vergiftete. Am 16. Januar 1942 wurden Dorothea und Regina in ein Judenhaus in der Stiftstraße geschafft. Regina wurde am 27. Januar 1942 nach Riga deportiert und wurde im KZ Kaiserwald ermordet. Dorothea wurde am 29. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und erlag am 31. Januar 1943 den dortigen Bedingungen. Hier wohnteMax PinkusJg. 1890gedemütigt / entrechtetFlucht in den Tod1.1.1936 rahmenlos Hier wohnteRegina PinkusJg. 1896deportiert 1942Rigaermordet rahmenlos Alexanderstr. 30DO-West Hier wohnteAlfred JaguschJg. 1894Flucht 1939 HollandFrankreichversteckt überlebt rahmenlos Hier wohnteJohanna Jaguschgeb. KatzkiJg. 1858deportiert 1942Theresienstadtermordet 29.9.1942 rahmenlos Hier wohnteThekla Jaguschgeb. HeimbergJg. 1904deportiert 1942Zamoscermordet rahmenlos Hier wohnteDieter DavidJaguschJg. 1937deportiert 1942Zamoscermordet rahmenlos Altenderner Str. 6Scharnhorst Hier wohnteHedwig Rosensteingeb. SchönefeldJg. 1890deportiert 1942Rigaermordet 9.12.1944Stutthof rahmenlos rahmenlos|rechts|Arrangement der Steine mini|Gebäude Altenderner Str. 6 Die deutsche jüdische Familie Rosenstein lebte bis 1939 in der Altenderner Straße 6. Sie betrieben ein Großhandelsgeschäft in der Moltkestraße, das 1938 enteignet wurde. Im April 1941 erfolgte ihre Zwangseinweisung in das Lager Parsevalstraße, wo Adolf im Alter von nur 54 Jahren an einem Schlaganfall verstarb. Am 27. Januar 1942 wurden Hedwig und Edith mit dem Zug nach Riga deportiert. Hedwig Rosenstein verstarb vermutlich schon im Ghetto in Riga, ihre Tochter Edith kam am 9. August 1944 im KZ Stutthof an, wo sie am 26. November 1944 starb. Hier wohnteAdolf RosensteinJg. 1887EnteignungZwangseinweisungLager Parsevalstraßetot 10.11.1941Dortmund rahmenlos Hier wohnteEdith RosensteinJg. 1914deportiert 1942Rigaermordet 26.12.1944Stutthof rahmenlos Am Gulloh 42Eving Hier wohnteMax SchildJg. 1881deportiert 1944Auschwitzermordet rahmenlos mini|Gebäude Am Gulloh 42 Max Schild war Textilhändler und wurde in der Gaskammer in Auschwitz ermordet. Am Knappenberg 51DO-Ost Hier wohnteMoritz NußbaumJg. 1878'Schutzhaft’ 1938Steinwachedeportiert 1942Theresienstadtermordet 12.5.1943 rahmenlos rahmenlos|rechts|Arrangement der Steinemini|Wohnhaus Am Knappenberg 51 Hier wohnteJenny Nußbaumgeb. PlautJg. 1883deportiert 1942Theresienstadt1944 Auschwitzermordet rahmenlos Am Knappenberg 71DO-Ost Hier wohnteBetty AronsteinJg. 1863deportiert 1942Theresienstadtermordet 26.8.1942 rahmenlos Hier wohnteGertrud AronsteinJg. 1899deportiert 1942Zamoscermordet rahmenlos Andreasstraße 4DO-Nord Hier wohnteThekla Neugartengeb. FeinJg. 1883deportiert 1942ermordet 1942Zamoscrahmenlos rahmenlosrahmenlos Hier wohnteElse Spiegelgeb. WeinbergJg. 1875deportiert 1942Theresienstadtermordet 22.3.1943 rahmenlos Hier wohnteSelma WeinbergJg. 1876gedemütigt/entrechtetFlucht in den Tod23. Jan. 1942 rahmenlos Hier wohnteHedwig WeinbergJg. Jg. 1881gedemütigt/entrechtetFlucht in den Tod6. März 1942 rahmenlos Aplerbecker Marktplatz 6Aplerbeck Hier wohnteJulius SteinwegJg. 1886Flucht Hollanddeportiert 1943ermordet 1943 inAuschwitz rahmenlos rahmenlos|rechts|Arrangement der Steinemini|Gebäude Aplerbecker Marktplatz 6Julius Steinweg betrieb im Haus am Aplerbecker Marktplatz 3 ein Haushaltswarengeschäft. Die Familie bestehend aus Julius, seiner Frau Martha, der Tochter Margret und den Söhnen Hans und Herbert wohnte im Haus Aplerbecker Marktplatz 6. Bereits 1933 wurde Julius Steinweg von der Gestapo verhaftet, da man ihm Kontakte zur KDP vorwarf. Aus dem Gefängnis organisierte er die Flucht seiner Familie nach Holland und flüchtete selbst dorthin. In Holland wurde die Familie als erste jüdische Flüchtlinge registriert. 1943 wurden Julius, Martha und Margret Steinweg ins KZ Westerborg und dann unmittelbar weiter nach Auschwitz transportiert, wo sie vergast wurden. Die Söhne Hans und Herbert konnten in Holland mit falschem Namen im Untergrund überleben.