miniatur|Wappen derer von Fiegen Fiegen oder Fiege (historische Schreibweisen auch: mnd. Vyghe und Vighe) ist der Name eines uradeligen niedersächsischen Adelsgeschlechts.Digitalisat,Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Dritter Band. 1861 S. 248. Der Stammsitz war ursprünglich Bruch bei Aschwarden in Osterstade. Der Adelstitel war Erbherr zu Bruch bis zum Ende des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1918. Die adeligen Güter lagen in Offenwarden und Rechtebe in Osterstade.Digitalisat, Königlich-Großbritannisch-Hannoverscher Staatskalender auf das Jahr 1819. S. 427.

Geschichte miniatur|hochkant=0.9|Burg zu Hagen im Bremischen Das Adelsgeschlecht hat seine Ursprünge in einer Hollerkolonisation, die bis an die Unterweser zurückverfolgt werden kann. Bis ins 12. Jahrhundert wurde es als Holler oder Holling bezeichnet, weil seine Angehörigen aus niederländischen Kolonisten hervorgingen. Sie wurden in Osterstade zu Deichgrafen. Im 12. Jahrhundert waren sie Ministerialen Heinrichs des Löwen. Von zentraler Bedeutung unter ihnen war der Reichsfürst Erzbischof Hartwig II. von Bremen,Digitalisat, Archiv des Vereins für Geschichte und Alterthümer der Herzogthümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln zu Stade der die ursprüngliche Burg zu Hagen im Bremischen erbaut hatte. Ab dem 14. Jahrhundert gibt es Aufzeichnungen von verschiedenen Gütern: HetthornDigitalisat, Archiv des Vereins für Geschichte und Alterthümer der Herzogthümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln zu Stade, HekelingheDigitalisat, Bremisches Urkundenbuch; Urkunden von 1381 – 1410, NR. 257, S. 338, UthledeDigitalisat, Archiv des Vereins für Geschichte und Alterthümer der Herzogthümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln zu StadeDigitalisat, Niedersachsisches Staatsarchiv Stade, Rep. 3 Foto Nr. 161 F, Bruch bei AschwardenDigitalisat, Pieken, Heinz A., Ascbrok und Stoltenbrok, Die älteste Hollerkolonie im Bremer Raum und ihr Herrensitz; Oldenburger Jahrbuch 108, 2008, S. 53f.Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen Band 5: Herzogthümer Bremen und Verden nebst dem Lande Hadeln, Grafschaften Hoya und Diepholz. Hannover 1878, S. 28f. Offenwarden und Rechtebe in der Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst und dem Erzstift Bremen.

Wappen

Personen miniatur|hochkant=1.5|Karte des Herzogtum Bremen und Verden und der Grafschaft Oldenburg und Delmonhurst von 1720 Knappe Alverick Vyghe (Fiege) verkauften das Rittergut Hethorn an Carsten von Düring 1382. Johan Vyghe (Fiege) kaufte Gut Hekelinghe in der Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst im Jahr 1400. Hinric Vighe (Fiege) verkaufte das Gut Uthlede in Erzstift Bremen im Jahr 1477. Claus Fiege: Vogt in Burg Stotel, Drost in Burg Morgenstern in Land Wursten und Weddewarden 1518.Digitalisat, Monumenta nobilitatis antiquae familiarum illustrium, in ducatibus Bremensi & Verdensi, s 232 Henrich Fiege verheiratet Margareta von der Decken, Tochter von Hermann von der Decken, Ratsherr und Bürgermeister von Stade. Friedrich von Fiegen, Erbherr zu Bruch, verheiratet Becke von Bardenfleth, Tochter von Addo von Bardenfleth, Erbherr zu Rectebe der Ururenkel von Graf Johann V. von Oldenburg Johann Albrecht Fiege hat am 20. April 1692 Karl XII von Schweden als dem damaligen Landesherrn gehuldigt.Digitalisat, Monumenta nobilitatis antiquae familiarum illustrium, in ducatibus Bremensi & Verdensi, s 232

Literatur Hartwig Fiege: Über das Osterstader Junkergeschlecht Fiege. Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung. Jahrbuch, 57 (1978) S. 83–108.

Weblinks Fiegen Edelherren zu Bruch im Ortsfamilienbuch Bruch-Aschwarden Familie von Fiegen (Fiege) im Schlossarchiv Wildenfels Familie von Fiegen (Fiege) Institut Deutsche Adelsforschung

Einzelnachweise

Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht