mini|St. Gregorius in Golzheim

St. Gregorius ist die römisch-katholische Filialkirche des Merzenicher Ortsteils Golzheim im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).

Das Bauwerk ist unter Nr. 10 in die Liste der Baudenkmäler in Merzenich eingetragen.http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkMer/Nr.%2010.htm

Geschichte Die Kirche wurde von 1896 bis 1897 im Stil der Neugotik nach Plänen des Bonner Kirchenbaumeisters Johann Adam Rüppel errichtet. Der Neubau war erforderlich geworden, da 1895 die bisherige Pfarrkirche durch ein Feuer zerstört worden ist. Die feierliche Kirchweihe fand fünf Jahre nach Fertigstellung der Kirche am 10. Juni 1902 durch den Kölner Weihbischof und späteren Erzbischof Antonius Fischer statt. Zugleich wurde auch der Hochaltar konsekriert und in ihn Reliquien des hl. Paulinus, des hl. Gereon und der hl. Ursula eingesetzt, die Weihbischof Fischer aus Köln mitgebracht hatte.Dürener Zeitung Nr. 131 – Mittwoch, 11. Juni 1902 Artikel: Firmungsreise des hochw. Herrn Weihbischofs Dr. Fischer.

Der 33 Meter hohe spitze Turmhelm stürzte infolge der Schäden des Zweiten Weltkriegs am 28. Dezember 1945 auf das Kirchenschiff. An seine Stelle trat später eine wesentlich kleinere Spitze.

In Golzheim bestand schon vor diesem Kirchenbau eine Kirche, welche auf dem heutigen Friedhof stand. Der Turm ist von dieser Kirche erhalten geblieben und dient als Kriegerdenkmal.

1989/90 wurde die Kirche saniert. Dabei wurde der Nachkriegsfußboden entfernt und durch einen neuen ersetzt, der sich am ursprünglichen Plattenbelag orientiert. Neben dem Fußboden sind auch neue Bänke im Stil der Neugotik angeschafft worden sowie ein neuer Altar.http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkMer/Nr.%2010.htm

Zum 1. Januar 2016 wurde die bis dahin eigenständige Pfarrei aufgelöst und in die Merzenicher Pfarre St. Laurentius eingegliedert. Seitdem ist St. Gregorius keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Filialkirche.

Baubeschreibung St. Gregorius ist eine dreischiffige Hallenkirche aus Backstein im Stil der Neugotik mit einem vorgebauten und viergeschossigen Glockenturm, einem zweijochigen Langhaus mit je zwei Fenstern pro Joch auf jeder Seite, leicht vorspringendem Querschiff und einjochigem und fünfseitig geschlossenem Chor im Osten. Die Kreuzrippengewölbe ruhen auf runden Säulen.

Ausstattung Der Großteil der Bleiglasfenster stammt noch aus der Erbauungszeit der Kirche, was in dieser Gegend eine Seltenheit ist, da in den meisten Kirchen die Fenster im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Fenster im Chor sind Werke des Künstlers Josef Strater aus den 1950er Jahren.https://www.glasmalerei-ev.net/pages/b2804/b2804.shtml Von der Freiburger Künstlerin Angelika Khan-Leonhard stammen die Mosaiken. Kreuzweg und Taufbecken sind Arbeiten aus dem Jahr 1961.

Die Orgel entstand 1899 bei Johannes Klais Orgelbau in Bonn; sie wurde 1939 von Walter Seifert restauriert. Sie verfügt über 14 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Glocken Das Geläut der Kirche mit dem Motiv Regina coeli ist mit folgenden Bronzeglocken bestückt: Glocke Name Durchmesser Masse ≈ Schlagton(HT-) Gießer / Gussort Gussjahr 1 Maria 1155 mm 950 kg f' ±0 Hans Hüesker;Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher 1955 2 Herz Jesu 905 mm 450 kg g′ ±0 3 – 850 mm 360 kg a′ -1 4 – – – b′ – 1649 Glocke 4 ist eine Leihglocke aus der Pfarrkirche St. Jakob, Kladau (Westpreußen) (polnisch: Kłodawa)

Pfarrer Folgende Pfarrer wirkten an St. Gregorius als Seelsorger bis zur Auflösung der Pfarre:Hubert Böhr: 7000 Jahre Merzenich. Von der Steinzeit bis zum Jahr 2000, Aachen 2014, S. 195f. von – bis Name 1550–1570 Bernhard Vaitz 1570–1598 Friderich Brewer 1598–1603 Reiner Brewer 1603–1605 Wilhelm ? 1605–1636 Bartholomäus Klefischs 1636–1676 Otto Molitoris 1676–1726 Otto Curtius 1727–1765 Werner Ulrichs 1765–1768 Peter Strupp von – bis Name 1768–1790 Johann Heribert Hoch 1790–1826 Johann Matthias Hoch 1826–1850 Philipp Conrad Schultheis 1850–1869 Werner Joseph Wallraff 1869–1889 Heinrich Hubert Springmühl 1889–1907 Matthias Marx 1907–1947 Joseph Matthias Ludwig Maria Hochscheid 1949–1989 Peter Hauser 1989–2015 Heinz Dieter Hamachers (Pfarradministrator, Pfarrer in Merzenich)

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Einzelnachweise

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