mini|Luftbild, Dezember 2023
Munningen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.
Geographie Lage Munningen liegt an der Wörnitz, zwischen Oettingen in Bayern im Norden und Wechingen im Süden.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht hat sieben Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Eulenhof (Einöde) Faulenmühle (Einöde) Haid (Dorf) Laub (Pfarrdorf) Munningen (Kirchdorf) Schwörsheim (Kirchdorf) Ziegelmühle (Einöde)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Laub, Munningen und Schwörsheim. Die Gemarkung Munningen hat eine Fläche von 7,444 km² und ist in 927 Flurstücke aufgeteilt. In ihr liegen die Gemeindeteile Faulenmühle, Munningen und Ziegelmühle.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Munningen hat, ausgehend vom Römerkastell Losodica, römischen Ursprung. Urkundlich wurde der Ort 1265 erstmals erwähnt. Im Mittelalter stand es unter der Territorialherrschaft der Grafen von Oettingen. Im Zuge der Reformation und der Aufteilung auf zwei Linien des Hauses Oettingen wurde das Dorf um 1550 konfessionell geteilt. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Munningen.
Eingemeindungen Am 1. Mai 1978 wurden im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinden Laub und Schwörsheim eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1671 auf 1733 um 62 Einwohner bzw. um 3,7 %. 1987: 1654 1995: 1762 2000: 1823 2005: 1796 2010: 1767 2015: 1797 2022: 1740 2024: 1723
Politik Bürgermeister Seit 1. Mai 2026 ist Thomas Hertle Erster Bürgermeister, der ohne Mitbewerber am 8. März 2026 mit 89,4 % der Stimmen gewählt wurde. Sein Vorgänger Dietmar Höhenberger war seit Mai 2014 im Amt. Er gewann die damalige Wahl denkbar knapp mit 50,49 % der Stimmen gegen Christoph Schmid, der 49,51 % erzielte. In Stimmen ausgedrückt hatte Höhenberger zwölf Stimmen mehr. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde Höhenberger als einziger Bewerber mit 91,9 % der gültigen Stimmen wieder gewählt.
Gemeinderat Der Gemeinderat Munningen besteht aus dem Ersten Bürgermeister als Vorsitzendem und zwölf Gemeinderatsmitgliedern. In der Amtszeit 2026–2032 stellen Freie Wählergemeinschaft/Vereinigte Wählergemeinschaft Munningen, Wählergemeinschaft Laub und Dorfgemeinschaft/Freie Wählergemeinschaft Schwörsheim jeweils vier Gemeinderäte.
Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen in Bayern.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler
mini|Schiefer Turm von Munningen Der schiefe Kirchturm ist das Wahrzeichen von Munningen. Von der Spitze bis zum Grund steht der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul rund 1,47 m aus dem Lot. Die katholische Kirche wurde im Jahr 2007 renoviert. Dabei wurden auch die Reliquien, die jahrzehntelang nicht mehr in die Altäre verbracht werden konnten, feierlich wiedereingesetzt.
Bodendenkmäler
Verkehr Seit Dezember 2009 führt die Staatsstraße St 2221 im Westen an Munningen vorbei und verbindet Oettingen und Wechingen direkt. Über die Kreisstraße DON 17, welche die neue Ortsumgehung in einem Kreisverkehr schneidet, ist Munningen mit der Bundesstraße 466 verbunden. Eine Gemeindeverbindungsstraße Richtung Osten führt nach Megesheim.
Die Buslinien 740 und 750 der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries verbinden Munningen werktags mit den umliegenden Ortschaften sowie den Bahnhöfen Hoppingen, Möttingen und Nördlingen an der Bahnstrecke Augsburg–Nördlingen.
Persönlichkeiten Josef Fergg (1887–unbekannt), Jurist, Landrat und Ministerialrat
Weblinks
Die Gemeinde Munningen auf der Website der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Ersterwähnung 1265 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Ort an der Wörnitz Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries