Denglarn ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzhofen im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern).

Geographische Lage Das Dorf Denglarn befindet sich ungefähr vier Kilometer nördlich von Schwarzhofen.

Geschichte Anfänge bis 18. Jahrhundert Denglarn (auch: Denchelingen, Denchilingen, Tonegern, Tonigeren, Tomgaern, Denglern) war im 12. Jahrhundert Sitz diepoldingischer Ministerialen.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 31, 37 Denglarn wurde im Urbar 1285 und 1326 mit sieben Höfen erwähnt, 1499 mit sechs Höfen.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 261 Im Jahr 1300 verpfändete Herzog Rudolf von Bayern das Dorf Denglarn für 50 Pfund Regensburger Pfennige an Hermann, den Sohn Ulrichs, Marschall von Lengenuelt.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 62

In der Schlacht bei Hiltersried, die Pfalzgraf Johann 1433 gegen die Hussiten führte, starb einer der mitkämpfenden Denglarner.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 123

1622 gab es in Denglarn drei Höfe, fünf Güter, eine Sölde. 1631 gehörte Denglarn zum inneren Amt Neunburg vorm Wald und hatte drei Höfe, 5 Güter, ein Gütel, einen Inwohner (Hüter), 87 Rinder, 19 Schweine, 56 Schafe, 4 Ziegen und 4 Bienenstöcke.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 261 1661 nach Ende des Dreißigjährigen Krieges drei Höfe, 5 Güter, ein Gütel, einen Inwohner (Hüter), 56 Rinder, 2 Schweine, 25 Schafe, 2 Ziegen und einen Bienenstock.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 261, 262

Ende des 18. Jahrhunderts wurden für Denglarn 12 Anwesen und ein Gemeinde-Hüthaus aufgeführt.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 262

19. Jahrhundert bis Gegenwart Entsprechend einer Verordnung von 1808 wurde das Landgericht Neunburg vorm Wald in 55 Steuerdistrikte unterteilt. Dabei bildete Haag bei Schwarzhofen mit den Ortschaften Denglarn, Girnitz, Höfen bei Uckersdorf, Krimling, Laubenhof, Raggau und Uckersdorf einen Steuerdistrikt. Denglarn hatte zu dieser Zeit 12 Anwesen, einen Hufschmied, einen Wirt und 81 Einwohner.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 332, 359, 443

1830 bis 1972 bildete Haag bei Schwarzhofen zusammen mit den Ortschaften Denglarn, Krimling, Laubenhof und Raggau eine selbständige Gemeinde.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 429

Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Denglarn als Teil der Pfarrei Schwarzhofen mit 13 Häusern und 73 Einwohnern aufgeführt.Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 375 Bei der Eingliederung der Gemeinde Haag bei Schwarzhofen in die Gemeinde Schwarzhofen 1972 gelangte Denglarn zur Gemeinde Schwarzhofen.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 429 Am 31. Dezember 1990 hatte Denglarn 77 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Schwarzhofen.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 668

Literatur Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9

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Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Schwarzhofen) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf