Wilhelm Fritz Hirsch (* 11. Juni 1887 in Bierstadt bei Wiesbaden; † 16. November 1957 in Wiesbaden) war ein deutscher Gartenarchitekt und Landschaftsplaner aus Wiesbaden.
Leben Hirschs Eltern waren Sophie Louise Hirsch geb. Sternitzki (1857–1930) und der Landschaftsgärtner Friedrich Julius Hirsch (1851–1940), beide evangelischer Religion, die 1877 geheiratet hatten. Sein Großvater väterlicherseits war der königliche Kammermusiker Adolph Gustav Hirsch. Er hatte einen Bruder, den Gartenarchitekten Heinrich Franz Karl Hirsch (1881–1956), und eine Schwester, Anna Julie Trull geb. Hirsch (1882–1952).
Hirsch absolvierte seine Lehrzeit von 1903 bis 1904 im väterlichen Gartenbaubetrieb und 1905 in der bekannten Baumschule von J. Timm & Co. in Elmshorn. Anschließend reiste er zu Studienzwecken durch Deutschland.Denkschrift zum 100-jährigen Bestehen der Höheren Gärtnerlehranstalt, Höhere Gärtnerlehranstalt Berlin-Dahlem, Trowitzch, 1924, S. 115 1912 wird Wilhelm Hirsch als Ausbildungsbetrieb für Garten- und Landschaftsgärtner in Wiesbaden genannt. Von 1931 bis 1933 war er Vorsitzender des Verbandes deutscher Gartenarchitekten (VDG).
Er betrieb die Auflösung des Verbandes, um ihn dem „Reichsverband des deutschen Gartenbaus“ und damit dem „Reichsnährstand“, einer der größten NS-Organisationen, anzuschließen. Er wurde Führerbeirat in der Fachgruppe „Garten-, Park- und Friedhofsgestaltung“. In der Zeit des Nationalsozialismus war Hirsch in exponierten Stellungen tätig, er erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge.100 Jahre Landschaftsarchitektur. Begleittext zur Ausstellung des BDLA
Er liegt auf dem Friedhof in Wiesbaden-Bierstadt begraben.Artikel „Friedhof Bierstadt“ auf wiesbaden.de
Projekte Grünanlage am Anger, Frankfurt (Oder) Grünanlage beim Ostmarkstadion in Frankfurt (Oder) – Dammvorstadt, heute Słubice 1929: Garten von A. Pleines in Wiesbaden.Klaus Reese: Über einen Garten von Wilhelm Hirsch. In: Die Gartenkunst. Bd. 42 (1929), S. 147–152. 1931: Begrünung in Dresden 1932 (gemeinsam mit Edmund Fabry): Reisinger-Anlagen, Wiesbaden 1933–1934 Gartengestaltung Opelbad, Wiesbaden 1937 (gemeinsam mit Edmund Fabry): Wandelhalle in der Herbert-Anlage,Artikel „Sanierung Wandelhalle Herbert-Anlage“ auf wiesbaden.de Wiesbaden 1938: Begrünung beim Frankfurter Kreuz Modernisierung der Rheinanlagen, Koblenz 1951: Sicherheitspflanzungen auf der Musterstrecke Autobahn Frank am Main–Köln
Veröffentlichungen Bepflanzung der Verkehrsstraßen, in: Planen und Bauen im neuen Deutschland. Köln/Opladen 1960. S. 88f.
Weblinks DGGL vor ORT: Keine Messerweiterung in das Gartendenkmal Herbertanlage
Einzelnachweise
Literatur Gert Gröning / Joachim Wolsche-Bulmahn: Grüne Biographien. Biographisches Handbuch zur Landschaftsarchitektur des 20. Jahrhunderts in Deutschland, Patzer Verlag, Berlin 1997.
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