mini|hochkant|Generalmajor Hans von der Mosel (links), Konteradmiral Otto Kähler (Mitte) und Generalmajor Hans Kroh (rechts) kapitulieren in Brest am 18. September 1944 Hans Leopold Paul von der MoselGothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Teil A: Deutsche Uradel. 41. Jahrgang. Justus Perthes Verlag, Gotha 1942, S. 347. (* 3. Mai 1898 in Bodenbach, Böhmen; † 12. April 1969 in Nienburg/Weser, Niedersachsen) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor im Zweiten Weltkrieg.

Leben Mosel diente als Offizier im Ersten Weltkrieg. Nach Ende des Krieges wechselte er in die Reichswehr und wirkte in verschiedenen Einheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1943 zum Kommandanten der Hafenstadt Brest in der Bretagne, Frankreich, ernannt. Am 7. August 1944 lehnte Oberst Hans von der Mosel die Aufforderung, die Stadt an die alliierten Truppen zu übergeben, ab, woraufhin zunächst eine Belagerung begann. Die Hauptlast der Verteidigung der Stadt, die wie viele der besetzten Atlantikhäfen, in denen sich Stützpunkte der Kriegsmarine befanden, zur Festung erklärt worden war, trug die 2. Fallschirmjägerdivision unter ihrem Kommandeur Generalleutnant Hermann-Bernhard Ramcke, die nach Einsätzen an der Ostfront und in Griechenland zur Auffrischung in die Bretagne verlegt worden war.Lars Hellwinkel: Hitlers Tor zum Atlantik. Die deutschen Marinestützpunkte in Frankreich. Ch. Links Verlag, Berlin 2012. Am 12. August wurde das Kommando über die Festung Generalleutnant Ramcke übergeben, nachdem sich dieser mehrmals beim Führerhauptquartier über Hans von der Mosel beschwert hatte, dem es angeblich an Kampfgeist mangelte. Da es unwahrscheinlich ist, dass die Funkstellen des Heeres und der Marine, die von der Mosel direkt unterstanden, solche Beschwerden weitergereicht hätten, sandte Ramcke sie wahrscheinlich über eine eigene Nebenfunkstelle. Hans von der Mosel wurde zum stellvertretenden Festungskommandanten ernannt und ergab sich als Befehlshaber des westlichen Verteidigungsabschnittes am Mittag des 18. Septembers den Alliierten. Ramcke, der zunächst versucht hatte, sich per Flugzeug „zur Berichterstattung“ abzusetzen, kapitulierte wenige Stunden später.

Auszeichnungen Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse Eisernes Kreuz (1939) I. Klasse Verwundetenabzeichen (1939) in Silber Infanterie-Sturmabzeichen in Silber Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit EichenlaubVeit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2. Ritterkreuz am 9. August 1942 Eichenlaub am 18. September 1944 (589. Verleihung)

Literatur Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940–1945. 9 Bände, 4., überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010–2011.

Einzelnachweise

Kategorie:Militärperson (Reichswehr) Kategorie:Generalmajor (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1898 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Mann