mini|hochkant=1.2|Seilbahnstation Gärten der Welt mit exemplarischer Dachbegrünung mini|hochkant=1.2|Blumen für die Farbbeete
Die Internationale Gartenausstellung 2017 (kurz: IGA 2017) in Berlin begann am 13. April und endete am 15. Oktober 2017. Sie bezog den Erholungspark Marzahn mit seinen Gärten der Welt, den Kienberg und Teile des Wuhletals mit ein.IGA Berlin 2017 – Internationale Gartenausstellung. In: visitberlin.de, abgerufen am 29. April 2015.Stefan Strauss: Das Blumenmeer von Marzahn. In: Berliner Zeitung, 8./9. April 2017, S. 20/21. Besondere Attraktion war eine Seilbahn, die auch nach Ende der Ausstellung weiter in Betrieb bleibt.
Motto Mitte November 2015 kam der IGA-Imagefilm Meer aus Farben als Musikvideo von der Band Berge herausDie IGA Berlin 2017 präsentiert den offiziellen IGA-Song. In: berlin.de, abgerufen am 17. Februar 2017. und wurde bei der Staffelübergabe von der BUGA Havelland an die IGA Berlin 2017 GmbH im Oktober 2016 erstmals vorgestellt. Das Motto der IGA war „Ein MEHR aus Farben“.IGA Berlin: Ein MEHR aus Farben. In: lichtenbergmarzahnplus.de, abgerufen am 17. Februar 2017.
Programm Während der Ausstellung gab es zahlreiche Konzerte und Sonderveranstaltungen. Zur Eröffnung im April 2017 wurde in den Gärten der Welt zwei Tage lang das traditionelle Kirschblütenfest gefeiert. In dem neugebauten Amphitheater mit 5000 Plätzen waren Konzerte und Shows zu erleben. Unter anderem führte Regisseur Christoph Hagel zusammen mit 100 Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf Carl Orffs Carmina Burana auf., abgerufen am 30. November 2017. Im gesamten Park fanden zudem Tanz- und Yoga-Veranstaltungen statt.
Maskottchen Das Maskottchen Stecky hatte die Form eines Pflanzensteckers mit Sonnenhut und war in Orange gehalten. Bei der Staffelübergabe der BUGA an die IGA Berlin 2017 im Oktober 2016 wurde es der Öffentlichkeit präsentiert. Stecky ist rund 130 Zentimeter groß, 50 Zentimeter breit, 30 Zentimeter tief und besteht aus dem gleichen Schaumstoffmaterial, das auch für Isomatten verwendet wird. Es ist mit weichem Puppenvlies bezogen. Die Kölner Firma derArt GmbH hat die Figur entworfen."Bernd das Brot"-Erfinder entwarfen IGA-Maskottchen „Stecky“. In: berliner-woche.de, abgerufen am 15. Februar 2017.
Bauwerke (Auswahl) mini|hochkant|IGA-Seilbahn zum Kienberg
Arena In der Arena, die im Stil eines klassischen Amphitheaters gebaut wurde, können auf den Rasenstufen des Zuschauerbereichs bis zu 5000 Zuschauer einen Sitzplatz finden. Sie steht zwischen dem Besucherzentrum und dem Englischen Garten. Das Architekturbüro Paul Böhm aus Köln lieferte den Entwurf. Die neue Bühne verfügt über zwei Seitenflügel und fügt sich mit dem geschwungenen, begrünten Dach fließend in die Parklandschaft des Gesamtgeländes ein. Die Grundfläche der Arena kann bei Bedarf vergrößert werden und bietet dann einem ganzen Orchester Platz. Dort finden Pop- und Klassikkonzerte sowie Sportveranstaltungen statt. Die Arena bleibt auch nach der IGA dauerhaft als Veranstaltungsort erhalten.Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten. In: anders-als-erwartet.de, S. 74, abgerufen am 29. Mai 2017 (PDF) Hier fand am 13. April 2017 die feierliche Eröffnung der Gartenschau statt, die vom Bundespräsidenten und IGA-Schirmherrn Frank-Walter Steinmeier vor geladenen Gästen vorgenommen wurde.
Blumenhalle Die Blumenhalle steht in der Nähe des Haupteingangs der Gärten der Welt am Blumberger Damm. Die Gorenflos Architekten aus Berlin haben die temporären Ausstellungsgebäude entworfen. Sie besteht aus drei Einzelhallen mit bis zu 90 Meter Länge. Auf 3500 m² werden dort Blumen im wöchentlichen Wechsel gezeigt, des Weiteren gibt es einen Gastronomiebereich mit 1000 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich. Die lichtdurchlässige Halle mit Gastronomiebereich ist 58 Meter lang. Insgesamt ist die Anlage 62 Meter breit und das Tragwerk besteht aus gebogenen Holzleimbindern, die auf Betonfundamenten stehen. Sie wird abgebaut und umgesetzt.
Besucherzentrum Das Besucherzentrum beherbergt eine Besucherinformation, einen Ausstellungsbereich, einen Souvenirshop und ein Restaurant mit Außenbetrieb sowie einen Veranstaltungsraum, der mit einem vielfältigen Programm bespielt wurde. Die Baupläne stammen von den Architekten vom Büro ww+ aus Luxemburg.Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten. In: anders-als-erwartet.de, S. 73, abgerufen am 29. Mai 2017 (PDF).
Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf/Touristinformation Die Touristinformation, zuvor am Parkeingang in der Eisenacher Straße, bezog im April 2017 die neuen Räume unmittelbar am Haupteingang Kienbergpark in der Hellersdorfer Straße. Sie wird von der Leitstelle für Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes betrieben. Am neuen Standort zeigt das Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf auf einer Fläche von rund 120 m² in einer Ausstellung Historie, Gegenwart und Zukunft des Bezirks. Außerdem gibt es einen multifunktionalen Raum für bis zu 100 Personen. Das Gebäude wurde von Günter+Finkbeiner Gesellschaft von Architekten mbH entworfen. Nach der IGA bleibt das Informationszentrum bestehen.
Naturbobbahn Die Naturbobbahn ist auf dem Gipfel des Kienbergs neben der Seilbahnstation und dem Wolkenhain entstanden. Sie hat eine Länge von 500 Metern und auf ihr sind Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h möglich. Nach der ersten geraden Strecke führen die Schienen weiter auf den Panoramakreisel in einer Höhe von rund acht Metern. Die Besucher können im Kreisel während zweier 360-Grad-Runden die Aussicht in die Gärten der Welt erleben. Danach geht es via Förderband zurück auf den Berg, wo sich die Ein- und Ausstiegsstelle befindet.
Naturerfahrungsraum Auf dem Kienberg ist ein großer wilder Naturerfahrungsraum für Kinder und Jugendliche entwickelt worden. Das Spielen mit der Natur ist auf einer Fläche von 16.000 m² möglich und bietet viel Raum für Interaktionen mit Natur und mit anderen Kindern und Jugendlichen. Das Areal wurde am 13. April eröffnet und ist für die Bevölkerung nach dem Ende der IGA frei zugänglich. Die Grün Berlin GmbH ist mindestens bis 2034 für das Areal zuständig.
Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum mini|Wuhleteich mit Umweltbildungszentrum
Die Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum ist eine 20 Meter breite und 60 Meter lange Plattform aus Lärchenholz am Ende des Wuhlestegs. Nur von wenigen Stahlträgern getragen, nimmt die Leichtbaukonstruktion am Westufer des Wuhleteichs Rücksicht auf die schützenswerte Vegetation im Wuhletal. Über die Stufen zum Wasser hinunter können sich Besucher im Umweltbildungszentrum informieren, das in die Plattform integriert ist. Eine Außenterrasse ist angegliedert. Der lichtdurchflutete offene Raum steht während der gesamten IGA für flexible Nutzungen bereit. Dort werden Vorträge und Workshops abgehalten. Er ist zentraler Anlaufpunkt des IGA-Campus. Außerdem können Kinder und Jugendliche beispielsweise im sogenannten Wissenslabor, für das die Joachim Herz Stiftung Mittel zur Verfügung stellt, selbst entnommene Wasserproben untersuchen.
Tälchenbrücke mini|Wuhlesteg zum Kienberg
Die Tälchenbrücke ist eine Verbindung zum Nordhang des Kienberges, sie steht auf einem paarigen Doppelmittelpfeiler, ist 85 Meter lang, 2,5 Meter breit und in einer Höhe von zehn Metern angebracht. Sie ist die „kleine Schwester“ des Wuhlestegs. Die Brücke und die Kunstinstallation bleiben über die IGA hinaus dauerhaft erhalten. Der Gang über die Brücke wird zum Klangerlebnis.Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten. In: anders-als-erwartet.de, S. 77, abgerufen am 29. Mai 2017 (PDF)
Tropenhalle Eine energieeffiziente Tropenhalle, die aus dem Umbau und der Erweiterung der vorhandenen Halle im Jahr 2015 entstand, wurde am 13. April 2017 eröffnet. Die neue Tropenhalle ist 14 Meter hoch, hat eine Fläche von 2000 m² und ist viermal so groß wie die vorherige Halle. Sie ist Bestandteil des bereits 2003 eingerichteten Balinesischen Gartens. In der Halle sind rund 70 tropische Großgehölze, Palmen, die schon zum Pflanzzeitpunkt sieben Meter hoch waren, sowie vielfältige Sträucher und Orchideen zu bewundern. Die Halle ist in zwei klimatisch unabhängige Bereiche aufgeteilt: der eine ist ein Balinesisches Gewächshaus, der andere ein Kalthaus mit einem Multifunktionsraum für Ausstellungen im Sommer und im Winter als Orangerie. Im Eingangsbereich befindet sich eine Gastronomie.Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten. In: anders-als-erwartet.de, S. 75, abgerufen am 29. Mai 2017 (PDF).
Wolkenhain mini|Aussichtsplattform Wolkenhain im Kienbergpark auf der Internationalen Gartenausstellung 2017
Der Wolkenhain ist ein etwa 20 mWolkenhain auf berlin.de hohes Aussichtsbauwerk, dessen Konstruktion aus rund 170 Stahlknoten mit 270 Tonnen Stahl besteht, die die Verstrebung der „Wolke“ zusammenhält. Aus rund 120 Metern Höhe über Normalnull reichen die Blicke bis in die historische Mitte Berlins und nach Brandenburg. Der Aufstieg erfolgt über eine Treppe oder per Aufzug. Auf dem Sockel des Bauwerkes befindet sich ein Gebäude mit Besucherinformationen und eine Gastronomie.
Wuhlesteg Der rund 300 Meter lange Wuhlesteg überspannt als Stange das Wuhletal und verbindet barrierefrei Hellersdorf mit Marzahn. Der Wuhlesteg verbindet den Kienbergpark mit dem Fuß des Kienbergs. An seinen beiden Enden stehen die Seeterrasse mit dem Umweltbildungszentrum (westlich) und das Belvedere (östlich).
Neue Bauwerke Es kamen auf dem Parkgelände weitere Bauwerke hinzu: Bühne am Koreanischen Garten Pavillon zwischen Rhododendronhain und Karl-Förster-Garten Blumentheater Haus der Landschaft
Ausstellungen (Auswahl) Blumenhallenschauen In der Blumenhalle entstehen im wöchentlichen Wechsel in den 186 Tagen der IGA insgesamt 28 Ausstellungen. Es sind Stauden, bunte Beet- und Balkonpflanzen, blühende Gehölze und Sträucher, exotische Grünpflanzen, Bonsais und Schnittblumen zu sehen. Die Besucher können live dabei sein, wenn die wöchentlichen Inszenierungen entstehen, bekommen darüber hinaus gärtnerische Informationen und können mit den Gärtnern ins Gespräch kommen.
Dahliengarten Der Dahliengarten befindet sich gegenüber der Obstwiese des Englischen Gartens an der Nordwestecke des IGA-Geländes. Die Ausstellungsfläche ist rund 1350 m² groß, beginnt im Norden mit kühlen Farbkompositionen und wechselt im Süden die Anpflanzungen zu warmen Farben. Die Beete sind unregelmäßig spiralförmig angelegt und werden verstärkt durch die Höhenunterschiede der Gesamtdramaturgie. Weil die Dahlien nicht winterhart sind, werden im Frühjahr zunächst Frühblüher oder beziehungsweise frostresistente Gewächse gezeigt. Außerdem werden Beete von Blattstrukturpflanzen gerahmt.
Internationale Gartenkabinette und Klettergärten der Welt Hier haben Gartenarchitekten aus verschiedenen Ländern der Welt jeweils einen 380 m² großen Garten gestaltet. Sie haben meist Bepflanzungen aus ihren Heimatländern gewählt und den Gärten ein Motto gegeben. Die Anlage erstreckt sich an der Westseite des IGA-Geländes parallel zum Blumberger Damm.
Gehölze Die Gehölzausstellung in der Nähe des Gastronomiezeltes zeigen im jahreszeitlichen Wechsel bunte Blütenpracht: Obstbäume wie Äpfel oder Kirschen als Solitärgehölze im Frühjahr, im Sommer sind besondere Formgehölze und blühende Sträucher und im Spätsommer sind Gehölze mit farbigem Laub zu bewundern.
Im südöstlichen Bereich der IGA wurde die Schaufläche Mischwald eingerichtet.
Grabgestaltung und Denkmal Die Besucher erhalten auf einer Fläche mit 90 Mustergräbern Einblicke im Ausstellungsbereich Grabgestaltung und Denkmal im Norden des IGA-Geländes. Auf vier ellipsenförmigen Flächen wurden Urnengräber sowie Einzel- und Doppelgrabstellen als zeitgemäße Orte des Gedenkens gärtnerisch gestaltet. Außerdem fanden die Besucher im Pavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze Informationen und Anregungen zur Grabgestaltung, Pflege und Pflanzenverwendung und konnten sich fachlich beraten lassen.
Gräserband