Hyun Kil-un (* 17. Februar 1940 auf Cheju-do; † 10. März 2020) war ein südkoreanischer Schriftsteller.

Leben Hyun Kil-un wurde 1940 auf der Insel Cheju geboren. Er studierte Koreanische Sprache und Literatur an der Jeju National University und setzte in Seoul sein Studium in diesem Bereich an der Sungkyunkwan-Universität und der Hanyang-Universität fort.Naver 지식백과: 현길언, abgerufen am 24. Februar 2014 (koreanisch) Bis 2005 unterrichtete er als Professor für Koreanische Sprache und Literatur an der Hanyang-Universität.Peperkorn: HYUN Kil-un, abgerufen am 24. Februar 2014 (deutsch)

Hyun Kil-un begann seine literarische Karriere im Jahr 1980 mit der Veröffentlichung von Das Geräusch der zusammenstürzenden Burg () in der Monatszeitschrift des Verlags Hyŏndae munhak (Gegenwartsliteratur). Der Geburtsort des Autors ist die Insel Cheju und deren Geschichte und Bräuche waren eine Inspiration für seine fiktiven Erzählungen. Die Geschichten in seinem ersten Erzählband Der Traum des Pegasus () beschäftigen sich mit den traumatischen Ereignissen des Cheju-Aufstandes 1948. Hyun Kil-un untersuchte das Geschehen von damals noch einmal und versuchte auf diese Weise seine Trauer angesichts des Todes zahlreicher unschuldiger Menschen auszudrücken und zu verarbeiten. Ein weiteres Thema war die ideologische und historische Verzerrung von Wahrheit. In Schale und Fleisch () (1993) wird die Metapher von Oberfläche und Tiefe verwendet, um die Beziehung zwischen offizieller, oft ideologisch manipulierter „Wahrheit“ und der darunter vergrabenen menschlichen Wahrheit darzustellen. Auch in den Geschichten Fieber () und Ein seltsames Band () griff er diese Problematik auf. Neben Kurzgeschichten und Romanen schrieb Hyun Kil-un auch wissenschaftliche Bücher über Literatur (z. B.: Theorie und Praxis der Prosadichtung, 1997).Author Database des LTI Korea: , abgerufen am 24. Februar 2014 (englisch) Hyun starb im März 2020 im Alter von 80 Jahren.

Arbeiten Koreanisch Kurzgeschichtensammlungen Der Traum des Pegasus. 1984. Fieber. 1984. Unsere Lehrer. 1985. Biographien unserer Zeit. 1988. Ein Regenbogen ist schön, weil er sieben Farben hat. 1989, ISBN 0-00-023823-6. Unsere Großväter. 1990. Am Ende des Verrats. 1993, ISBN 89-320-0647-4.

Romane Der Fluss der Frau. 1992. Graue Stadt. 1993, ISBN 89-12-06196-8. Hallasan. 1995. (mehrbändig) Unvergessliche Dinge zu schnell vergessen. 1999, ISBN 89-418-0187-7. Königreich des Waldes. 2012, ISBN 978-89-88653-53-1. Weg zu einem unbekannten Wald. 2012, ISBN 978-89-544-2821-7.

Übersetzungen Deutsch Kurzgeschichten von Hyun Kil-Un. In: Im Land der Morgenstille. Gedichte und Prosa aus Südkorea. (= Drehpunkt – Die Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 106). Lenos, 2000. Nagelspuren. Übers. Kim Hiyoul und Kirstin Grönitz. Edition Peperkorn, Thunum 2006.

Englisch Dead Silence and Other Stories of the Jeju massacre. EastBridge, 2007.

Französisch La Ville Grise. Editions Imago, 2013.

Auszeichnungen 1985: (Nokwon-Literaturpreis) 1990: (Preis moderner Literatur) 1992: (Koreanischer Literaturpreis)

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Einzelnachweise

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