mini|Johannes Plachetius auf einem 1632 von Conrad Melberger gemalten Porträt in der Tübinger Professorengalerie

Johannes Plachetius (* 1574Gemäß dem Eintrag auf seinem Gemälde Natus Anno Domini 1574 oder 1575So in der Biografie von Zacharias Schäffer. in Groß-Meseritschnicht Meseritz in Schlesien, sondern Meseritsch in Mähren, nach Matrikeleinträgen in Mähren; † 18. April 1635 in Tübingen)Reinhold Scholl: Die Bildnissammlung der Universität Tübingen, 1477 bis 1927. Schriften des Vereins für Württembergische Familienkunde, Heft 2, Verlag von K. Ad. Emil Müller, Stuttgart, 1927. war ein mährischer Arzt, sowie Professor an der Universität Tübingen.

Leben Johannes Plachetius hatte scheinbar in Mähren und Böhmen eine Ausbildung erhalten. 1597 immatrikulierte er sich an der Universität WittenbergAlbum Academiae Vitebergensis Ab a. ch. MDII usque ad A. MdCII. Volumen Secundum (AAV II). Halle (Saale), 1894, S. 440, Sp. a, Nr. 40, sein Immatrikulationseintrag am 8. Juni 1597 lautet Iohannes Plachecius Mezericen. Marcomanus. Am gleichen Tag wurden Urban Killer aus Görlitz, Joachim Rhenis aus Perleberg/Priegnitz und Friedrich Schmidt (Orylanus?) eingeschrieben., wo er sich 1598 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie erwarbUniversitätsarchiv Halle (Saale) (UA), Titel: XXXXV 1, 2, S. 385 oder Dekanatsbuch der philosophischen Fakultät der Universität Wittenberg von 1561 bis 1607 (Manuskript: Torsten Schleese 2019); Von den 33 Magistern, welche während des Dekanats von Jacob Cocus promoviert wurden, erzielte er den fünften Platz. Anschließend absolvierte er in Wittenberg medizinische Studien, wobei unter anderem Jan Jessenius seine Ausbildung leiten Bei diesem disputierte er 1602 Tractatus duo, In solenni. Wittenberg, 1602 (Digitalisat). Diese medizinischen Studien führte er 1604 an der Universität Basel fortvgl. Hans Georg Wackernagel: Die Matrikel der Universität Basel. Basel, 1962, Bd. 3, S. 37, Nr. 108, wo er 1605 mit der Dissertation "Theses de Dysenteria" zum Doktor der medizinischen Wissenschaften promovierteTitelblatt der Arbeit (Digitalisat). Im Jahr seiner Promotion zog er an die Universität Tübingen, wo scheinbar versuchte eine Hochschultätigkeit aufzunehmenAlbert Bürk, Wilhelm Wille: Die Matrikeln der Universität Tübingen. Universitätsbibliothek Tübingen, 1953, Bd. 2, S. 29, Nr. 17555; Eintrag am 12. Juli 1605. Er fand aber 1611 eine Stelle als Stadtphysikus in StuttgartFriedrich Fritz: Die Liebestätigkeit der württ. Gemeinden von der Reformationszeit bis 1650. In: Blätter für württembergische Kirchengeschichte. Stuttgart, 1914, Bd. 19. Jg. 1915, S. 61 (Digitalisat) und wurde daselbst 1622 HofarztEberhard Emil von Georgii-Georgenau: Fürstlich Württembergisch Dienerbuch vom IX. bis zum XIX Jahrhundert. Stuttgart, 1877, S. 195 (Digitalisat). 1630 wurde er ordentlicher Professor der Medizin an der Universität TübingenEintrag Johannes Plachetius auf Tobias-Bild. und Albert Bürk, Wilhelm Wille: Die Matrikeln der Universität Tübingen. Universitätsbibliothek Tübingen, 1953, Bd. 2, S. 186, Nr. 21991; Eintrag am 13. April 1630. Sein Porträt hängt in der Tübinger Professorengalerie.

Literatur Zacharias Schäffer. Oratiuncula de vita atque obitu Johannis Plachetii, medicinae Doctoris eiusdamque in Acad. Tubing. professoris, qui a 1635, 18. Apr. obdormivit. Tübingen 1635. (Digitalisat).

Einzelnachweise

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