Aisty (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Slawsk im Rajon Slawsk.

Geographische Lage Aisty liegt 14 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Slawsk (Heinrichswalde) und ist über eine Stichstraße, die von der Nebenstraße Timirjasewo–Sapowednoje (Neukirch–Seckenburg) abzweigt, oder von Bolschije Bereschki (Alt Lappienen, 1938 bis 1946 Rauterskirch) aus zu erreichen. Vor 1945 war der Ort Bahnstation an der Kleinbahnstrecke (Groß) Brittanien–Seckenburg der Niederungsbahn (ab 1939 „Elchniederungsbahn“).

Ortsname Das russische Wort aisty heißt „Störche“.

Geschichte Das kleine Dorf am Südufer der Gilge (russisch: Massowka) hieß ehedem Neuhof-ReatischkenD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Budeweg und wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk NorwischeitenRolf Jehke, Amtsbezirk Norwischeiten/Rauterskirch (der nicht mehr existente Ort hieß zwischen 1938 und 1946 „Schwanensee“) eingegliedert. Dieser wurde 1939 in „Amtsbezirk Rauterskirch“ (der Ort hieß bis 1938 Alt Lappienen, seit 1946 russisch: Bolschije Bereschki) umbenannt und gehörte bis 1945 zum Kreis Niederung (ab 1939 „Kreis Elchniederung“) im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 3. Juni – amtlich bestätigt am 16. Juli – des Jahres 1938 erhielt das Dorf die Umbenennung in „Budeweg“.

In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1950 die russische Bezeichnung „Aisty“.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Gleichzeitig wurde der Ort in den Dorfsowjet Sapowednenski selski Sowet im Rajon Slawsk eingeordnet. Von 2008 bis 2015 gehörte Aisty zur Landgemeinde Timirjasewskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Slawsk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 45 1925 157 1933 147 1939 127 2002 1 2010 3

Kirche Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war Neuhof-Reatischken resp. Budeweg bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Lappienen (ab 1938: Rauterskirch, ab 1946: Bolschije Bereschki) eingepfarrt. Sie gehörte zum Kirchenkreis Niederung (Elchniederung) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Aisty im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Slawsk (Heinrichswalde), die Pfarrsitz der gleichnamigen Kirchenregion in der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland ist.

Weblinks Aisty bei bankgorodov.ru Aisty bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Slawsk