mini|Ansicht von Schloss Gärtringen, errichtet in der heutigen Form 1728, aus nordöstlicher Richtung. Ort: Gärtringen im Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg mini|Eingangsportal von 1728, geschaffen von dem Bildhauer Marx Hepp, mit den Allianzwappen von Johann Hiller von Gaertringen (1687–1756) und seiner Ehefrau Anna Maria Sophie, geb. von Preysing (1696–1755)
Schloss Gärtringen ist ein Schloss in Gärtringen im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg.
Beschreibung Das Schloss ist ein langer Bau in der Nähe der Veitskirche. Der verputzte Bau besteht aus einem massiven Erdgeschoss, einem Obergeschoss aus Fachwerk sowie einem Walmdach mit Giebelhaus.Dagmar Zimdars [Bearb.]: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden-Württemberg I. Deutscher Kunstverlag, Berlin und München 1993, ISBN 978-3-422-03024-4, S. 248. Zum Gelände des Schlosses gehört ein Hof, der vom Schlossgebäude und zwei Scheunen eingefasst wird. Gegenüber der Straße befindet sich ein ummauerter Schlossgarten mit Resten der Gartenanlage des 18. Jahrhunderts.
Geschichte Im 16. und 17. Jahrhundert existierten zwei herrschaftliche freiadelige Häuser in Gärtringen, eines im heutigen unteren Schlossgarten und eines an Stelle des heutigen Schlosses.Fritz Heimberger: Gärtringen. Geschichte einer Gemeinde. Herausgegeben von der Gemeinde Gärtringen, Armin Vaas Verlag, Gärtringen 1982, ISBN 978-3-88360-032-1, S. 89. Über deren Aussehen ist nichts bekannt. Jedoch kam der Ort nach mehreren Besitzerwechseln an die Familie Hiller, die früh und schon vor der Nobilitierung einen Familienfideikommiss stifteten. Ein Familienvertreter war Johann Heinrich Hiller von Gärtringen. Der Schlossbesitzer ließ 1728 von Georg Friedrich Majer einen Neubau errichtenWebpräsenz der Stadt Gärtringen: Geschichte der Stadt Gärtringen Eingesehen am 20. Februar 2014., wobei in der südlichen Hälfte Teile eines Vorgängerbaus einbezogen wurden. Vom Herrenberger Steinmetz Marx Hepp wurde das Portal mit den Wappen der Adelsfamilien Hiller und Preysing geschaffen. Der spätere Generalmajor Johann Eberhard Rudolf Hiller von Gaertringen wuchs hier auf. Sein Nachfahren blieben aktiv in der Gestaltung des Herrensitzes, 1893 wurde seitlich ein Wintergarten angebaut.Julius Fekete: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Böblingen. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8062-1969-2, S. 120. In den 1950er Jahren waren dann die Brüder Freiherr Johann Hiller und Freiherr Friedrich Hiller gleichberechtigte Mitinhaber. Heute befindet sich das Schloss nach wie vor in Privatbesitz.
Literatur Hans Friedrich v. Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser 1957, B (Briefadel), Band II, Band 16 der Gesamtreihe GHdA, Glücksburg/Ostsee 1957. S. 159ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser 1877, Justus Perthes, Gotha 1876. S. 354–356. Digitalisat
Einzelnachweise
Weblinks
Gartringen Kategorie:Erbaut in den 1720er Jahren Gärtringen Gartringen Kategorie:Bauwerk in Gärtringen Kategorie:Hiller von Gaertringen