Oscar Pauli (* 8. September 1938 in Ravensburg; † 21. September 2005) war ein deutscher Politiker (SPD).

Leben Pauli besuchte die Schule in Meckenbeuren und Ravensburg. Sein Interesse an Luft- und Raumfahrt brachte ihn zu den Dornier-Werken, bei denen er als Konstrukteur im Flugversuch begann, später saß er dem dortigen Betriebsrat vor. Er war maßgeblich an der Rettung der Firma beteiligt, indem er entlassene Vorstandsmitglieder wieder einstellen konnte. Nach 33 Arbeitsjahren ging er letztlich in Rente. Nebenher betrieb er eine Wäscherei.

1968 trat Pauli der SPD bei. Für diese saß er im Stadtrat und im Kreistag. Er gehörte auch der IG Metall an. 1972 wurde er über ein Zweitmandat im Wahlkreis Wangen in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Am 10. September 1974 legte er jedoch sein Landtagsmandat nieder, nachdem sich der Verdacht erhärtete, dass er überhöhte parlamentarische Diäten erhalten haben könnte.Oscar Pauli aus: Der Spiegel, Ausgabe 38/1974 Sein Nachrücker wurde Alfred Steiner. 1977 wurde er wegen „leichtfertiger Steuerverkürzung“ zu einer Geldbuße von 2000 Deutschen Mark verurteilt.Oscar Pauli aus: Der Spiegel, Ausgabe 25/1977 Pauli starb nach einer Bandscheibenoperation an Herzversagen.

Ehrungen Bundesverdienstkreuz am Bande (30. November 1998)Bundespräsidialamt

Weblinks Abschied von Oscar Pauli bewegt die Trauergemeinschaft Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 28. September 2005

Literatur Frank-Roland Kühnel: Landtage, Abgeordnete und Wahlkreise in Baden-Württemberg 1946 bis 2009. Von der Vorläufigen Volksvertretung Württemberg-Badens bis zum 14. Landtag von Baden-Württemberg. Landtag von Baden-Württemberg, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-923476-01-5, S. 217

Einzelnachweise

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:IG-Metall-Funktionär Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Ravensburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann